Schwere Erdbeben erschüttern Venezuela – Menschen bangen um Angehörige

Schwere Erdbeben erschüttern Venezuela – Menschen bangen um Angehörige

Veröffentlicht

Donnerstag, 25.06.2026
von Red. TB

Notstand ausgerufen – Rettungskräfte suchen unermüdlich nach Überlebenden

Zwei schwere Erdbeben haben Venezuela innerhalb weniger als einer Minute erschüttert und große Teile des Landes in einen Ausnahmezustand versetzt. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte (USGS) erreichten die Beben die Stärken 7,2 und 7,5. Da das stärkere Beben in geringer Tiefe auftrat, wird mit erheblichen Zerstörungen gerechnet. Wie viele Menschen ums Leben gekommen oder verletzt worden sind, ist bislang noch unklar. Die USGS hält jedoch eine sehr hohe Zahl an Opfern für möglich.

Besonders betroffen ist die Hauptstadt Caracas. Mehrere Gebäude stürzten ein, zahlreiche weitere wurden schwer beschädigt. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste suchen unter schwierigsten Bedingungen nach Verschütteten. Viele Familien warten voller Sorge auf Nachrichten von ihren Angehörigen, während sich Menschen an den Unglücksorten versammeln und auf ein Wunder hoffen.

Die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez rief den Notstand aus. In ihrer Ansprache sprach sie den Familien der Betroffenen ihr Mitgefühl aus und erklärte, dass die Rettung und Versorgung der Menschen oberste Priorität habe. Schulen bleiben geschlossen, der Zugverkehr wurde eingestellt und der internationale Flughafen von Caracas musste wegen schwerer Schäden seinen Betrieb vorübergehend einstellen.

Innenminister Diosdado Cabello bezeichnete die Lage als äußerst ernst und rief die Bevölkerung dazu auf, beschädigte Gebäude zu verlassen und den Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen. Aus Sicherheitsgründen wurde in einigen Gebieten die Gasversorgung unterbrochen, um Brände und Explosionen zu verhindern.

Aus Caracas und den umliegenden Regionen werden zahlreiche Schäden gemeldet. In einem Krankenhaus lösten sich Deckenplatten, in sozialen Medien verbreiten sich Videos von eingestürzten Gebäuden und beschädigter Infrastruktur. Viele dieser Aufnahmen konnten bislang noch nicht unabhängig bestätigt werden.

Die Behörden warnen zudem vor Nachbeben, die bereits beschädigte Gebäude weiter destabilisieren könnten. Für viele Menschen bedeutet dies, die Nacht im Freien zu verbringen – aus Angst vor weiteren Erschütterungen.

Das erste Erdbeben ereignete sich am Mittwoch um 18.04 Uhr Ortszeit. Sein Epizentrum lag östlich von San Felipe im Nordwesten Venezuelas. Nur Sekunden später folgte ein noch stärkeres Beben. Die Erschütterungen waren weit über das Epizentrum hinaus zu spüren und lösten auch in weiter entfernten Regionen große Besorgnis aus.

Venezuela liegt in einer seismisch aktiven Zone, in der die Karibische und die Südamerikanische Erdplatte aufeinandertreffen. Während das Ausmaß der Katastrophe noch erfasst wird, richten sich die Hoffnungen der Menschen auf die Rettungsteams, die unermüdlich nach Überlebenden suchen und den Betroffenen in dieser schweren Stunde beistehen.

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von Autor: Red. TB
am: Donnerstag, 25.06.2026

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