Es gibt zwei Arten von Menschen.
Die einen verlieren nie ihre Schlüssel, ihre Tasche oder ihr Gepäck.
Und dann gibt es die ehrlichen Menschen.
Für Letztere hat Apple die AirTags erfunden – kleine Scheiben, die einem regelmäßig mitteilen, wo die Dinge liegen, die man gerade panisch sucht, obwohl sie meistens nur drei Meter entfernt sind.
Passend zum Prime Day gibt es nun Rabatte auf die neuen AirTag-Modelle. Die Marketingbotschaft lautet dabei ungefähr: „Sie müssen Ihre Sachen nicht besser organisieren – wir helfen Ihnen einfach beim Wiederfinden.“
Vom Schlüsselbund bis zur Schwiegermutter
Wer den Werbetexten glaubt, gehört inzwischen praktisch auf jedes bewegliche Objekt ein AirTag.
Schlüssel? Natürlich.
Rucksack? Selbstverständlich.
Koffer? Pflicht.
Fahrrad? Warum nicht.
Hauskatze? Wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit.
Man hat fast den Eindruck, Apple arbeite an einer Zukunft, in der man morgens eine App öffnet und erst einmal überprüft, ob man selbst noch am vorgesehenen Aufenthaltsort ist.
Die AirTag-Wirtschaft boomt
Besonders beliebt ist das Viererpack. Das liegt vermutlich daran, dass niemand bei einem AirTag stehen bleibt.
Das erste kauft man für den Schlüsselbund.
Das zweite für die Reisetasche.
Das dritte für den Koffer.
Und das vierte kauft man vorsorglich für den Gegenstand, den man noch verlieren wird.
Denn wer einmal erlebt hat, wie ein AirTag die verschwundene Tasche im Flughafen findet, entwickelt schnell das Bedürfnis, sämtliche Besitztümer satellitengestützt überwachen zu lassen.
Die eigentliche Botschaft
Natürlich könnte man auch einfach lernen, seine Sachen ordentlich wegzuräumen.
Doch das wäre deutlich anstrengender und außerdem schlecht fürs Geschäft.
Deshalb lautet die moderne Lösung:
Nicht organisierter werden.
Sondern technologisch aufrüsten.
Fazit
Die AirTags sind mittlerweile weniger ein Technikprodukt als eine Lebensphilosophie.
Früher suchte man stundenlang seine Schlüssel.
Heute sucht man nur noch sein Smartphone, um die AirTags zu fragen, wo die Schlüssel sind.
Fortschritt nennt man das. Oder zumindest Apple.


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