D4vd-Fall: Belastende Beweise bei Voranhörung vorgestellt

D4vd-Fall: Belastende Beweise bei Voranhörung vorgestellt

Veröffentlicht

Freitag, 24.07.2026
von Red. TB

Bei einer Voranhörung in Los Angeles haben Staatsanwälte erstmals öffentlich Beweise im Mordfall gegen den unter dem Künstlernamen D4vd bekannten Sänger David Anthony Burke präsentiert. Dem 21-Jährigen wird vorgeworfen, die 14-jährige Celeste Rivas Hernandez getötet und sexuell missbraucht zu haben. Burke bestreitet die Vorwürfe und hat auf nicht schuldig plädiert.

Im Gericht wurden Aufnahmen vom Fundort sowie weitere belastende Beweismittel gezeigt. Die sterblichen Überreste des Mädchens waren im September 2025 im Kofferraum eines auf Burke zugelassenen Tesla auf einem Abschleppplatz in Hollywood entdeckt worden.

Ein Ermittler sagte aus, Burke habe nach dem Tod der Jugendlichen unter anderem Leichensäcke, Kettensägen, einen aufblasbaren Pool und eine Schaufel bestellt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass diese Gegenstände zur Beseitigung und Verbergung der Leiche verwendet worden sein könnten.

Nach Darstellung der Anklage soll Burke das Mädchen getötet haben, nachdem sie gedroht habe, ihre angebliche Beziehung öffentlich zu machen. Die Ermittler vermuten, er habe dadurch seine erfolgreiche Musikkarriere schützen wollen. Zudem wurden Fotos von Tätowierungen gezeigt, die nach Ansicht der Staatsanwaltschaft eine Verbindung zwischen dem Sänger und Celeste belegen sollen.

Besonders belastend war die Anhörung für die Eltern des Opfers. Ihr Anwalt Patrick Steinfeld erklärte, sie seien von den gezeigten Bildern und den detaillierten Aussagen tief erschüttert. Trotz vorheriger Warnungen hätten beide entschieden, im Gerichtssaal zu bleiben, um ihre Tochter zu unterstützen.

Burke erschien in Gefängniskleidung und blieb während der Verhandlung an seinen Stuhl gefesselt. Der Gerichtssaal war wegen des großen öffentlichen und medialen Interesses vollständig besetzt.

Die Voranhörung ist noch kein Prozess. Die Staatsanwaltschaft muss zunächst nachweisen, dass ausreichend Beweise für ein späteres Verfahren vor einer Jury vorliegen. Weitere Zeugen sollen in den kommenden Tagen gehört werden.

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WilliamCho (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Freitag, 24.07.2026

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