Die Länderspielpause bedeutet in Österreichs Bundesliga keineswegs Stillstand. Während bei einigen Vereinen die Profis vergleichsweise ruhig arbeiten, laufen andernorts bereits die Vorbereitungen auf den nächsten Ligaspieltag, Europacup-Auftritte und Cup-Höhepunkte. Dazu kommen Nationalteam-Abstellungen, Ticketaktionen und Aktivitäten abseits des Rasens.
Unser Überblick über alle zwölf Vereine der ADMIRAL Bundesliga und die wichtigsten Entwicklungen der vergangenen 24 Stunden.
SK Rapid Wien
Rapid geht als Tabellenführer in die nächste Phase der Meisterschaft. Nach sieben Spielen halten die Hütteldorfer bei 18 Punkten und liegen damit knapp vor Salzburg und dem LASK.
Sportlich blieb es am 7. Oktober rund um die Kampfmannschaft vergleichsweise ruhig. Der Klub nutzte die Länderspielpause unter anderem für Aktivitäten des Business Clubs. Beim sogenannten „Executive Kick“ standen Partner des Vereins gemeinsam mit Trainer Johannes Hoff Thorup auf dem Trainingsplatz.
Daneben kündigte Rapid eine besondere Aktion für das kommende Heimspiel gegen Hartberg an. Unter dem Motto „Tag der Seniorinnen und Senioren“ erhalten ältere Rapid-Anhänger Vergünstigungen, einige Fans dürfen sogar gemeinsam mit den Profis auf das Spielfeld einlaufen.
Sportlich richtet sich der Blick zunächst aber auf das Auswärtsspiel beim LASK am Sonntag. Für Rapid ist es ein echtes Spitzenspiel: Der Tabellenführer trifft auf den Drittplatzierten.
Red Bull Salzburg
Salzburg liegt nach sieben Runden mit 17 Punkten unmittelbar hinter Rapid.
Aus dem Profibereich gab es innerhalb des zurückliegenden 24-Stunden-Fensters keine größere neue Personalentscheidung oder Transfermeldung.
Während der Länderspielpause fehlen traditionell zahlreiche Nationalspieler. Der sportliche Fokus liegt deshalb darauf, den verbleibenden Kader auf den nächsten Bundesliga-Auftritt vorzubereiten.
Salzburg ist als einziges Team der Liga nach sieben Runden noch ungeschlagen und hat mit 18 erzielten Treffern bei nur vier Gegentoren auch statistisch einen starken Saisonstart hingelegt.
Für die Mannschaft wird entscheidend sein, nach der Pause sofort wieder den Rhythmus zu finden – insbesondere deshalb, weil Rapid derzeit einen Punkt voraus liegt und der LASK ebenfalls nur knapp dahinter lauert.
LASK
Der amtierende Meister steht nach sieben Runden bereits wieder dort, wo man ihn in Linz sehen möchte: mitten im Titelrennen.
16 Punkte und 19 erzielte Tore bedeuten Rang drei.
Für die Herren-Kampfmannschaft gab es am 7. Oktober keine größere neue Personalentscheidung. Im Verein standen allerdings Nationalteam-Abstellungen im Frauenbereich sowie organisatorische Themen rund um die kommenden internationalen Spiele im Mittelpunkt.
Für die Profis wird es nun ernst: Am Sonntag kommt Tabellenführer Rapid in die Raiffeisen Arena.
Wenige Tage später wartet bereits die nächste internationale Aufgabe. Der LASK empfängt Liverpool in der Champions League.
Eine angenehm entspannte Länderspielpause sieht vermutlich anders aus.
SK Sturm Graz
Bei Sturm Graz richtet sich der Blick bereits auf die Europa League.
Der Klub veröffentlichte am Mittwoch umfangreiche Informationen für das Auswärtsspiel beim AFC Bournemouth am 15. Oktober. Für die Sturm-Fans steht damit eine der interessantesten Europacup-Reisen der laufenden Saison bevor.
Sportlich ist Sturm nach sieben Runden mit elf Punkten Tabellen-Vierter, allerdings bereits sieben Punkte hinter Spitzenreiter Rapid.
Das bedeutet: In der Liga sollte möglichst bald wieder ein Sieg her, wenn der Kontakt zur Spitze nicht frühzeitig größer werden soll.
Gleichzeitig muss Sturm die Belastung zwischen Bundesliga und Europa League organisieren. Die Grazer gehören damit zu jenen österreichischen Vereinen, bei denen die kommenden Wochen besonders dicht werden.
WSG Tirol
Bei der WSG Tirol kam die aktuellste Meldung aus dem Nachwuchs.
Die Juniors feierten gegen den FC Lauterach einen deutlichen 6:1-Heimsieg und bleiben damit zuhause ungeschlagen. David Radovanovic und Tobias Wanner gehörten zu den auffälligsten Spielern.
Bei der Bundesliga-Mannschaft selbst gab es innerhalb der vergangenen 24 Stunden keine größere neue Personalentscheidung.
Die WSG liegt nach sieben Spielen mit acht Punkten auf Rang fünf und empfängt am Samstag die SV Ried.
Damit kommt es zu einem direkten Duell zweier Mannschaften, die jeweils acht Punkte gesammelt haben.
TSV Hartberg
Auch bei Hartberg verlief der Mittwoch hinsichtlich großer neuer Personalnachrichten ruhig.
Die Steirer liegen nach sieben Spielen bei acht Punkten und damit mitten im breiten Tabellenmittelfeld.
Am Sonntag steht ein Heimspiel gegen Austria Lustenau bevor.
Sportlich ist die Ausgangslage interessant: Hartberg, WSG Tirol, Ried, GAK und Austria Lustenau liegen derzeit punktemäßig eng zusammen. Ein einziger Sieg kann deshalb mehrere Tabellenplätze ausmachen.
Zusätzlich wirft bereits das folgende Duell mit Rapid seine Schatten voraus. Die Hütteldorfer haben für das Heimspiel gegen Hartberg eine besondere Seniorenaktion angekündigt.
SV Ried
Die SV Ried steht nach sieben Bundesligapartien bei acht Punkten.
Innerhalb der vergangenen 24 Stunden ließ sich keine größere neue Personal- oder Transferentscheidung aus dem Profibereich feststellen.
Für die Innviertler gilt der Fokus deshalb ganz dem kommenden Auswärtsspiel gegen die WSG Tirol.
Die Tabelle zeigt, wie wichtig diese Partie werden könnte. Beide Vereine haben acht Punkte, die WSG liegt lediglich aufgrund der aktuellen Tabellenkonstellation vor Ried.
Nach dem Bundesliga-Aufstieg ist für Ried zunächst entscheidend, sich frühzeitig Abstand nach unten zu verschaffen.
Grazer AK
Beim GAK blieb es im aktuellen Recherchefenster ebenfalls ruhig.
Eine neue größere Trainer-, Transfer- oder Personalentscheidung wurde nicht bekannt.
Sportlich brauchen die Grazer allerdings dringend Stabilität. Nach sieben Spielen stehen acht Punkte zu Buche, das Torverhältnis von 6:16 zeigt aber deutlich, wo derzeit eines der Probleme liegt.
Kein anderes Team aus dieser Tabellenregion hat bislang ähnlich viele Gegentreffer kassiert.
Nach der Länderspielpause geht es für den GAK darum, defensiv kompakter zu werden und aus dem engen Tabellenmittelfeld herauszukommen.
Austria Lustenau
Der Bundesliga-Rückkehrer hat sich nach sieben Runden zunächst im Mittelfeld festgesetzt.
Acht Punkte stehen auf dem Konto.
Aus dem Profibereich gab es innerhalb der letzten 24 Stunden keine größere neue offizielle Personalentscheidung.
Am Sonntag wartet das Auswärtsspiel beim TSV Hartberg. Beide Mannschaften sind aktuell Tabellennachbarn und punktgleich.
Für Lustenau wäre ein Erfolg in der Steiermark deshalb gleich doppelt wertvoll: drei Punkte und gleichzeitig ein direkter Konkurrent, der leer ausgeht.
Austria Wien
Bei Austria Wien wurde am 7. Oktober ein Mann gefeiert, der wie kaum ein anderer für die Geschichte der Veilchen steht.
Thomas Parits beging seinen 80. Geburtstag. Parits wurde mit Austria Wien als Spieler, Trainer und später auch als Sportvorstand österreichischer Meister – eine bemerkenswerte Karriere über mehrere Jahrzehnte.
Darüber hinaus beschäftigte sich der Klub intensiv mit dem Frauenfußball und dem kommenden Champions-League-Heimspiel gegen Bayern München.
Bei den Profis der Männer steht hingegen bereits die Bundesliga im Mittelpunkt. Am Samstagabend empfängt Austria Wien Sturm Graz.
Die Ausgangslage ist für die Wiener nicht gerade gemütlich: Nach sieben Runden stehen lediglich sieben Punkte und Tabellenplatz zehn zu Buche.
Ein Heimsieg gegen Sturm wäre deshalb sportlich besonders wichtig.
Wolfsberger AC
Der WAC gehört zu den Mannschaften, die mit ihrem Saisonstart kaum zufrieden sein können.
Nach sieben Spielen stehen fünf Punkte und Rang elf.
Innerhalb des zurückliegenden 24-Stunden-Zeitraums wurde keine größere neue Personalentscheidung rund um die Kampfmannschaft bekannt.
Nach der Pause wartet das Auswärtsspiel beim Schlusslicht SCR Altach.
Das macht die Begegnung beinahe schon zu einem frühen Kellerduell.
Für den WAC wäre ein Sieg wichtig, um Abstand zum Tabellenende zu schaffen und den Anschluss an das breite Mittelfeld wiederherzustellen.
SCR Altach
Für Altach ist die Situation noch angespannter.
Nach sieben Spielen steht die Mannschaft bei lediglich drei Punkten und damit am Tabellenende.
Auch hier gab es innerhalb der letzten 24 Stunden keine größere neue Transfer- oder Personalentscheidung, die die sportliche Situation grundlegend verändern würde.
Am Sonntag empfängt Altach den Wolfsberger AC.
Mehr Kellerduell geht derzeit kaum: Der Zwölfte spielt gegen den Elften.
Gerade deshalb besitzt diese Partie bereits früh in der Saison besondere Bedeutung.
Die Liga ist enger als die Tabelle zunächst vermuten lässt
An der Spitze liefern sich Rapid, Salzburg und der LASK ein enges Rennen.
Rapid führt mit 18 Punkten, Salzburg folgt mit 17, der LASK mit 16.
Danach klafft bereits eine Lücke zu Sturm Graz mit elf Punkten.
Besonders eng ist dagegen das Mittelfeld. WSG Tirol, Hartberg, Ried, GAK und Austria Lustenau liegen jeweils bei acht Punkten.
Am Tabellenende müssen vor allem Austria Wien, der WAC und Altach aufpassen, dass aus einem mäßigen Saisonstart kein dauerhafter Abstiegskampf wird.
Die Länderspielpause ist damit vorbei – und spätestens am Wochenende interessiert niemanden mehr, wer im Training gut ausgesehen hat.
Dann zählen wieder Punkte.


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