Auch Österreichs Bundesliga befindet sich Anfang Oktober in der verlängerten Länderspielpause. Die ersten sieben Runden haben bereits mehrere Überraschungen geliefert. Meister LASK, Rapid und Red Bull Salzburg bestimmen die Spitzengruppe, während dahinter Sturm Graz und mehrere Überraschungsteams um Anschluss kämpfen.
Eine wichtige Neuerung begleitet die gesamte Saison: Seit 2026/27 werden die Punkte nach dem Grunddurchgang nicht mehr halbiert. Jeder Punkt, der im Herbst und Frühjahr gesammelt wird, bleibt deshalb vollständig erhalten.
SK Rapid geht mit viel Rückenwind in die Pause. Beim 3:0 gegen die WSG Tirol trafen Ercan Kara, Bendegúz Bolla und Nikolaus Wurmbrand. Bemerkenswert ist vor allem Rapids offensive Breite: Bereits zwölf unterschiedliche Spieler haben in dieser Saison für die Hütteldorfer getroffen. Nach der Pause wartet auswärts beim LASK ein echtes Spitzenspiel. Das Gästekontingent mit rund 1.900 Rapid-Fans war frühzeitig ausverkauft.
Red Bull Salzburg setzte vor der Pause ein deutliches Zeichen. Gegen Sturm Graz gewann Salzburg 3:0. Nikolas Veratschnig, Kévin Boma und Aboubacar Camara waren die auffälligen Torschützen, während Sota Kitano bereits seinen sechsten Assist in der Bundesliga verbuchte.
LASK bleibt nach dem Meistertitel und Cupsieg der Vorsaison eine zentrale Größe. In Hartberg mussten sich die Linzer zuletzt allerdings mit einem spektakulären 3:3 begnügen. Christoph Lang führt mit fünf Treffern die Torschützenliste an. Besonders interessant wird deshalb das Heimspiel gegen Rapid nach der Pause.
Sturm Graz musste beim 0:3 in Salzburg einen Rückschlag hinnehmen. Nach dem vorherigen Sieg gegen den LASK wurde damit deutlich, dass die Grazer derzeit noch nicht konstant genug auftreten.
Austria Wien kam beim GAK nicht über ein 2:2 hinaus. Manfred Fischer traf erneut, auch Jacob Italiano zeigte sich offensiv gefährlich. Der Saisonbeginn bleibt für die Favoritner jedoch wechselhaft.
Der Grazer AK stabilisierte sich nach dem schwierigen Saisonbeginn. Alexander Hofleitner traf gegen die Austria bereits zum zweiten Mal in Folge. Unter der neuen sportlichen Führung waren zuvor ebenfalls bereits Fortschritte sichtbar geworden.
Austria Lustenau sorgte im Vorarlberger Derby für ein Ausrufezeichen und besiegte Altach mit 2:0. Antonio Verinac und Dominik Weixelbraun sind derzeit die wichtigsten Offensivspieler der Lustenauer und waren jeweils an fünf der ersten acht Ligatore direkt beteiligt.
Für den SCR Altach war die Derby-Niederlage entsprechend bitter. Nach einem durchaus ordentlichen Saisonbeginn wartet nach der Pause die nächste Gelegenheit zur Wiedergutmachung.
Die SV Ried feierte mit dem 4:1 gegen den Wolfsberger AC einen der auffälligsten Siege der siebten Runde. Ante Bajic, Evan Eghosa und Stefan Schwab trugen sich unter anderem in die Scorerlisten ein. Isaac Kiese Thelin traf bei seinem Bundesliga-Debüt für Ried.
Beim Wolfsberger AC hinterließ die deutliche Niederlage in Ried dagegen Fragezeichen. Gerade defensiv funktionierte gegen die Oberösterreicher wenig.
Der TSV Hartberg lieferte beim 3:3 gegen den LASK eines der spektakulärsten Spiele der bisherigen Saison. Andrija Radulovic traf bei seinem Bundesliga-Debüt für Hartberg gleich doppelt und war an allen drei Toren beteiligt.
Die WSG Tirol musste sich Rapid mit 0:3 geschlagen geben, war zuvor aber ordentlich in die Saison gestartet. Nach sieben Runden liegt die Mannschaft weiterhin im erweiterten Mittelfeld.
Die Meisterschaft wird nach der Pause am zweiten Oktoberwochenende fortgesetzt. Besonders das Duell LASK gegen Rapid am 11. Oktober ragt aus dem Programm heraus. Auch später im Herbst warten mit Austria gegen Rapid und Sturm gegen Salzburg weitere direkte Spitzenspiele.


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