Auch in Österreichs 2. Liga endet die lange Länderspielpause. Nach sieben Runden zeichnet sich bereits ein interessantes Bild ab: Bundesliga-Absteiger Blau-Weiß Linz führt die Tabelle an, First Vienna bleibt in Schlagdistanz und auch der FAC sowie Amstetten haben sich im Spitzenfeld positioniert.
Gleichzeitig steht mit Wacker Innsbruck ein prominenter Rückkehrer wieder mitten im Profifußball. Austria Salzburg hat sich ebenfalls im oberen Mittelfeld etabliert, während Kapfenberg und Hertha Wels bislang um den Anschluss kämpfen.
Blau-Weiß Linz: Bundesliga-Rückkehr als klares Ziel
Blau-Weiß Linz hat den Abstieg aus der Bundesliga bislang bemerkenswert gut verarbeitet.
Nach sieben Spielen stehen sechs Siege und 18 Punkte auf dem Konto. Mit 20 erzielten und lediglich vier kassierten Treffern besitzen die Linzer sowohl eine starke Offensive als auch die beste Defensive der Liga.
Vor der Pause gewann Blau-Weiß mit 3:0 gegen Admira Wacker.
Besonders wichtig ist die Breite im Kader. Romeo Vucic gehört zu den auffälligsten Offensivspielern, während sich mehrere weitere Akteure bereits in die Torschützenliste eintragen konnten.
Nun wartet auswärts Amstetten.
Alles deutet darauf hin, dass Blau-Weiß in dieser Saison ernsthaft um die sofortige Rückkehr in die Bundesliga spielen wird.
First Vienna: Der Traditionsverein bleibt Spitzenreiter-Jäger
Die Vienna hat sich erneut in der Spitzengruppe der 2. Liga festgesetzt.
Nach sieben Spielen stehen 16 Punkte zu Buche. Vier Siege in Folge vor der Länderspielpause zeigen, wie stabil die Mannschaft inzwischen auftritt.
Zuletzt geriet die Vienna gegen Hertha Wels zunächst in Rückstand, drehte das Spiel jedoch innerhalb weniger Minuten und gewann schließlich 3:1.
Mit Spielern wie Bernhard Zimmermann verfügt die Mannschaft über viel Erfahrung.
Nach der Pause geht es gegen den SKN St. Pölten weiter.
Der Abstand zu Blau-Weiß beträgt lediglich zwei Punkte. Damit bleibt die Vienna einer der ernsthaftesten Konkurrenten im Aufstiegskampf.
FAC Wien: 4:0 als Ausrufezeichen
Der FAC geht als Tabellendritter in die nächste Phase der Saison.
13 Punkte aus sieben Spielen sind eine starke Ausgangslage.
Besonders überzeugend war der letzte Auftritt vor der Pause. Liefering wurde mit 4:0 besiegt.
Damit reagierten die Floridsdorfer eindrucksvoll auf die vorherige Niederlage bei Schwarz-Weiß Bregenz.
Der FAC besitzt damit erneut das Potenzial, im oberen Tabellendrittel eine wichtige Rolle zu spielen.
SKU Amstetten: Spektakel garantiert
Amstetten gehört bislang zu den offensiv unterhaltsamsten Mannschaften der Liga.
14 erzielte Tore nach sieben Spielen zeigen die Qualität im Angriff. Gleichzeitig kassierte die Mannschaft bereits elf Gegentreffer.
Das jüngste Ligaspiel war dafür geradezu symptomatisch: In Kapfenberg gewann Amstetten mit 4:3.
Während der Länderspielpause testete die Mannschaft gegen Bundesliga-Aufsteiger Ried. Das Spiel endete 3:3.
Jetzt wartet Tabellenführer Blau-Weiß Linz.
Amstetten kann mit einem Heimsieg endgültig beweisen, dass auch im Kampf um die Spitzenplätze mit der Mannschaft gerechnet werden muss.
Young Violets Austria Wien: Nachwuchs mit zwölf Punkten
Die zweite Mannschaft von Austria Wien steht nach sieben Runden überraschend weit oben.
Vier Siege und zwölf Punkte bedeuten Platz fünf.
Besonders deutlich fiel zuletzt das Wiener Nachwuchsduell gegen Rapid II aus. Die Young Violets gewannen mit 4:1.
Die Mannschaft zeigt damit einmal mehr, wie wichtig die 2. Liga für die Entwicklung junger Spieler ist.
Da Zweitmannschaften nicht in die Bundesliga aufsteigen können, steht sportlich vor allem die individuelle Entwicklung der Talente im Mittelpunkt.
Wacker Innsbruck: Der Traditionsverein ist zurück
Wacker Innsbruck gehört zu den großen Geschichten dieser Zweitliga-Saison.
Nach Jahren außerhalb des Profifußballs haben sich die Tiroler zurückgekämpft und liegen nach sieben Runden bereits auf Rang sechs.
Elf Punkte und eine positive Tordifferenz sind für einen Aufsteiger ein überzeugender Start.
Vor der Pause verspielte Wacker allerdings eine 2:0-Führung gegen Sturm Graz II. Am Ende stand ein 2:2.
Bereits Anfang September hatten die Innsbrucker im ÖFB-Cup für Aufmerksamkeit gesorgt und Blau-Weiß Linz ausgeschaltet.
Ende Oktober wartet nun das große Tiroler Cup-Derby gegen die WSG Tirol.
Austria Salzburg: Solider Start des Salzburger Traditionsklubs
Auch Austria Salzburg hat sich mit zehn Punkten im gesicherten Mittelfeld festgesetzt.
Drei Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen zeigen bislang eine wechselhafte Saison.
Vor der Pause verlor die Austria bei Voitsberg mit 1:2.
Nun folgt ein interessantes Heimspiel gegen den FAC.
Mit 14 erzielten Toren besitzt Austria Salzburg offensiv durchaus Qualität. Entscheidend wird sein, defensiv stabiler zu werden.
FC Liefering: Talente zwischen Spektakel und Schwankungen
Liefering erlebt bislang eine typische Saison für eine extrem junge Mannschaft.
Drei Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen stehen nach sieben Runden zu Buche.
14 erzielten Toren stehen bereits 15 Gegentreffer gegenüber.
Besonders deutlich wurden die Schwankungen in den letzten Wochen. Nach mehreren offensiv starken Auftritten setzte es beim FAC eine 0:4-Niederlage.
Während der Pause absolvierte Liefering ein Testspiel gegen die WSG Tirol und verlor knapp mit 0:1.
Die wichtigste Aufgabe bleibt unverändert: junge Spieler möglichst schnell an den Profifußball heranzuführen.
Schwarz-Weiß Bregenz: Zehn Punkte und Cup-Achtelfinale
Schwarz-Weiß Bregenz steht ebenfalls bei zehn Punkten.
Die Vorarlberger haben bereits mehrere starke Auftritte gezeigt. Besonders bemerkenswert war der klare Heimsieg gegen den FAC.
Vor der Länderspielpause verlor Bregenz allerdings mit 1:2 beim SKN St. Pölten.
Im ÖFB-Cup ist die Mannschaft ebenfalls noch vertreten. Ende Oktober wartet dort ein echtes Highlight: Red Bull Salzburg kommt nach Bregenz.
Für den Verein ist dieses Spiel sportlich wie wirtschaftlich besonders attraktiv.
SKN St. Pölten: Schwieriger Start, zuletzt aufsteigende Tendenz
Der SKN hat nach sieben Spielen neun Punkte gesammelt.
Drei Siege stehen vier Niederlagen gegenüber. Auffällig ist die geringe Zahl der Tore: St. Pölten hat bislang sechs Treffer erzielt, aber ebenfalls nur sechs Gegentore kassiert.
Zuletzt gewann die Mannschaft mit 2:1 gegen Schwarz-Weiß Bregenz.
Zuvor war bereits ein wichtiger Erfolg gegen Liefering gelungen.
Nach der Pause wartet allerdings eine schwere Aufgabe bei First Vienna.
Admira Wacker: Rückschlag beim Tabellenführer
Die Admira steht mit neun Punkten im Mittelfeld.
Vor der Pause musste die Mannschaft allerdings einen deutlichen Rückschlag verkraften. Bei Blau-Weiß Linz setzte es eine 0:3-Niederlage.
Während der Unterbrechung testete die Admira gegen Austria Wien. Auch dort wurde es deutlich: Die Südstädter verloren 1:6.
Die Ergebnisse waren für Trainer und Mannschaft ein Warnsignal.
Die Admira muss nun schnell wieder Stabilität finden, um nicht den Kontakt zur oberen Tabellenhälfte zu verlieren.
ASK Voitsberg: Wichtiger Sieg gegen Austria Salzburg
Voitsberg liegt ebenfalls bei neun Punkten.
Nach einem schwierigen Start hat sich die Mannschaft zunehmend stabilisiert.
Vor der Pause gelang ein 2:1-Heimsieg gegen Austria Salzburg. Fabian Schubert spielte dabei eine entscheidende Rolle.
Für Voitsberg geht es in dieser Saison in erster Linie darum, sich dauerhaft in der 2. Liga zu etablieren. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass die Mannschaft dazu durchaus in der Lage ist.
Sturm Graz II: Offensiv stark, defensiv riskant
Sturm II liefert bislang viele torreiche Spiele.
15 eigene Treffer nach sieben Runden sind ein starker Wert. Gleichzeitig kassierten die Grazer bereits 18 Gegentore.
Das 2:2 gegen Wacker Innsbruck vor der Pause passte perfekt in dieses Bild. Sturm lag mit 0:2 zurück, kämpfte sich jedoch noch zurück.
Mit acht Punkten befindet sich die Mannschaft aktuell im unteren Mittelfeld.
Für die jungen Grazer bleibt die Liga in erster Linie eine Entwicklungsplattform auf hohem Niveau.
Rapid II: Nach gutem Beginn unter Druck
Rapid II steht nach sieben Spielen bei sechs Punkten.
Die Mannschaft hat bereits fünf Niederlagen kassiert und weist mit 7:17 Toren eine deutlich negative Bilanz auf.
Besonders schmerzhaft war das 1:4 gegen die Young Violets.
Die Pause wurde deshalb intensiv genutzt. In einem Testspiel gegen die zweite Mannschaft von Zbrojovka Brünn spielte Rapid II 2:2. Roman Kerschbaum und Fabian Silber erzielten die Treffer.
Positiv war zudem, dass mehrere junge Spieler Spielpraxis erhielten und Philip Moizi nach seiner Verletzung wieder in den Kader zurückkehrte.
Nun muss Rapid II diese positiven Ansätze in der Meisterschaft bestätigen.
Hertha Wels: Lehrreiche erste Monate im Profifußball
Für Hertha Wels ist die 2. Liga weiterhin eine große Umstellung.
Nach sieben Spielen stehen lediglich vier Punkte auf dem Konto.
Die Mannschaft besitzt zwar immer wieder gute Phasen, wird auf diesem Niveau aber für Fehler konsequent bestraft.
Beim jüngsten 1:3 gegen First Vienna ging Wels sogar in Führung, konnte den Vorsprung jedoch nicht behaupten.
Der Aufsteiger muss vor allem defensiv stabiler werden. 17 Gegentreffer nach sieben Spielen sind deutlich zu viele.
Kapfenberger SV: Tabellenende trotz spektakulärer Spiele
Kapfenberg befindet sich derzeit am Tabellenende.
Aus sieben Partien holte die Mannschaft nur drei Punkte. Sechs Spiele gingen verloren.
Dabei fehlt es nicht grundsätzlich an Offensivaktionen. Neun eigene Treffer sind für einen Tabellenletzten kein katastrophaler Wert.
Das Problem liegt vor allem in der Defensive.
Beim jüngsten 3:4 gegen Amstetten zeigte der KSV erneut, dass er Tore erzielen kann, kassierte allerdings schon wieder zu viele Gegentreffer.
Kapfenberg benötigt nun dringend eine Serie von positiven Ergebnissen.
Der Aufstiegskampf nimmt Fahrt auf
Die Ausgangslage vor dem Neustart ist spannend.
Blau-Weiß Linz hat bislang den stärksten Eindruck hinterlassen und besitzt als Bundesliga-Absteiger naturgemäß den Anspruch auf den direkten Wiederaufstieg.
Die Vienna sitzt den Linzern allerdings unmittelbar im Nacken.
FAC und Amstetten haben ebenfalls noch engen Kontakt zur Spitze, während Young Violets, Wacker Innsbruck, Austria Salzburg und Liefering ein dicht gedrängtes Mittelfeld bilden.
Besonders interessant wird die Frage, ob Wacker Innsbruck seinen starken Start bestätigen kann. Die Rückkehr des Traditionsvereins wertet die Liga sportlich und atmosphärisch deutlich auf.
Im Tabellenkeller stehen Hertha Wels und vor allem Kapfenberg bereits unter Druck.
Die Saison ist zwar noch jung, doch die kommenden Runden können erste Weichen stellen: Blau-Weiß will sich an der Spitze absetzen, die Vienna möchte den Anschluss halten und mehrere Verfolger warten nur auf einen Ausrutscher der beiden führenden Mannschaften.
Damit verspricht auch Österreichs zweite Spielklasse einen äußerst spannenden Fußballherbst.


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