Die UNO-Generalversammlung wird zum Schauplatz gleich mehrerer internationaler Krisen. Während die Ukraine Russland vor einem schwierigen Winter warnt, bleiben die USA und Iran bei ihren Friedensgesprächen weit auseinander. Gleichzeitig empfängt US-Präsident Donald Trump Chinas Staatschef Xi Jinping – und selbst Wladimir Putin erhält aus Washington eine Einladung.
Im Mittelpunkt steht weiterhin der Krieg zwischen Russland und der Ukraine.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte bei den Vereinten Nationen, sein Land sei zu einer Waffenruhe im maritimen Bereich bereit. Gleichzeitig warnte er Russland vor einem „schmerzhaften Winter“, falls Gespräche über eine Begrenzung der Angriffe auf die Energieinfrastruktur scheitern.
Damit rückt vor dem Winter erneut die Energieversorgung beider Staaten ins Zentrum.
USA und Iran weiterhin weit auseinander
Parallel laufen Gespräche über den Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und Iran.
Nach Reuters liegen beide Seiten bei der Frage, wie der Krieg beendet werden könnte, weiterhin deutlich auseinander. Ein hochrangiger iranischer Vertreter betonte allerdings, dass die Diplomatie fortgesetzt werden müsse.
Irans Präsident Masoud Pezeshkian erklärte vor den Vereinten Nationen, sein Land werde nicht kapitulieren, und griff die Politik Donald Trumps scharf an.
Damit stehen sich derzeit zwei Entwicklungen gegenüber: harte öffentliche Rhetorik und gleichzeitig fortgesetzte diplomatische Kontakte.
Trump empfängt Xi Jinping
Von erheblicher weltwirtschaftlicher Bedeutung ist außerdem der Besuch des chinesischen Staatschefs Xi Jinping in Washington.
Trump empfing Xi zu einem dreitägigen Aufenthalt. Gleichzeitig wurde die Handelsruhe zwischen den Vereinigten Staaten und China verlängert.
Das Treffen betrifft weit mehr als Zölle.
Zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt bestehen Konflikte über Technologie, Handel, strategische Rohstoffe und geopolitischen Einfluss.
Eine Stabilisierung des Verhältnisses könnte deshalb unmittelbare Folgen für Unternehmen und Finanzmärkte weltweit haben.
Washington lädt Putin zum G20-Treffen ein
Für besondere Aufmerksamkeit sorgt schließlich eine amerikanische Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Nach Reuters haben die USA Putin zu einem für Dezember geplanten G20-Treffen in Miami eingeladen. Der Kreml erklärte, die Einladung werde geprüft.
Damit könnten sich neue diplomatische Gesprächsmöglichkeiten ergeben. Ob daraus konkrete Fortschritte im Ukraine-Konflikt entstehen, ist derzeit offen.
Die vergangenen 24 Stunden zeigen vor allem eines: Trotz teilweise äußerst scharfer öffentlicher Rhetorik laufen hinter den Kulissen mehrere diplomatische Kanäle gleichzeitig weiter – zwischen Washington und Peking, Washington und Teheran sowie möglicherweise künftig auch wieder verstärkt zwischen Washington und Moskau.


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