Feuerwehren fordern mehr Unterstützung, ein gigantisches Rechenzentrum sorgt in Oberösterreich weiter für Diskussionen, Salzburg streitet über Kinderbetreuung und in Vorarlberg wurde eine geplante ÖVP-Veranstaltung in einer Kaserne abgesagt. Ein Überblick über aktuelle Entwicklungen in allen neun Bundesländern.
Wien: Hauseinsturz und Probleme mit Altbatterien
In Wien wurde nach einem Hauseinsturz eine zunächst vermisste Person tot geborgen.
Daneben beschäftigt die Stadt eine Reihe weiterer Themen: Mehrere Bezirke wünschen sich zusätzliche Taubenschläge, Probleme gibt es mit überfüllten Ersatzbussen aufgrund von Gleisbauarbeiten in Floridsdorf. Außerdem werden Altbatterien nach Angaben des ORF von vielen Wienern nicht korrekt gesammelt.
Niederösterreich: Feuerwehren fordern mehr Geld
In Niederösterreich schlagen Feuerwehren wegen der zunehmenden Belastung durch Waldbrände Alarm und fordern zusätzliche finanzielle Unterstützung.
Ein weiteres Thema ist die Versorgung mit Gebärdensprachdolmetschern. Nach ORF-Angaben gibt es davon zu wenige.
Außerdem wurde eine bedeutende archäologische Entdeckung bekannt: Bei Amstetten wurde eine antike römische Stadt entdeckt.
Burgenland: Spritpreisbremse erreicht die Landespolitik
Im Burgenland gehörte die neue bundesweite Spritpreisbremse zu den wichtigsten aktuellen Themen.
Daneben stand der Tag der Gebärdensprache im Mittelpunkt der regionalen Berichterstattung.
Oberösterreich: Google-Rechenzentrum ohne UVP
In Oberösterreich sorgt das geplante Google-Rechenzentrum in Kronstorf weiter für Diskussionen.
Der Bescheid, wonach für das Projekt keine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig ist, ist mittlerweile rechtskräftig. Bemerkenswert ist vor allem der erwartete Energiebedarf: In der zweiten Ausbaustufe könnte der Jahresstromverbrauch nach den vorliegenden Angaben fast einem Drittel des gesamten Strombedarfs Oberösterreichs entsprechen.
Gleichzeitig gibt es weiterhin viele offene Lehrstellen, obwohl Jugendliche nach Ausbildungsplätzen suchen.
Steiermark: Feuerwehren verlangen bessere Finanzierung
Auch in der Steiermark verlangen Feuerwehren mehr Geld für ihre Ausrüstung.
Außerdem wird über rückläufige beziehungsweise veränderte Zahlen bei Kirchenaustritten sowie kommunale Projekte diskutiert.
Kärnten: Weniger Kirchenaustritte
In Kärnten sind die Austritte aus der römisch-katholischen Kirche zurückgegangen.
Gleichzeitig beschäftigt das Land der Mangel an qualifiziertem Lehrpersonal für Gebärdensprachenunterricht an Schulen.
Salzburg: Streit um Kinderbetreuung
In Salzburg sorgt die Kinderbetreuung für politischen Streit.
Bei der Betreuungseinrichtung „Insel“ verstrich ein Ultimatum der Betreiber ohne die erhoffte Wirkung. Gleichzeitig kritisieren die Grünen, dass das Land verfügbare Bundesmittel für Kinderbetreuung nicht vollständig abrufe.
Parallel wurde in der Salzburger Innenstadt der 49. Rupertikirtag eröffnet.
Tirol: Wirtschaft kritisiert Regierung
In Tirol übt die „Adler Runde“, ein Zusammenschluss von Unternehmern, Kritik an der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung.
Daneben steht eine bekannte Persönlichkeit des Landes im Mittelpunkt: Der frühere EU-Kommissar und österreichische Landwirtschaftsminister Franz Fischler feiert seinen 80. Geburtstag.
Vorarlberg: Politischer Termin in Kaserne abgesagt
In Vorarlberg wurde eine geplante Veranstaltung des ÖVP-Landtagsklubs in der Walgaukaserne nach rechtlichen Fragen abgesagt. Hintergrund ist das im Wehrrecht verankerte Verbot parteipolitischer Betätigung.
Daneben diskutiert das Land über eine mögliche Verkürzung der Sommerferien.
Die NEOS wollen außerdem erreichen, dass Angehörige Urnen Verstorbener unter bestimmten Bedingungen mit nach Hause nehmen dürfen. Weitere aktuelle Themen sind Forderungen der Feuerwehrkommandanten nach zusätzlicher Unterstützung sowie ein Streit des SCR Altach mit dem Zollamt.
Neun Länder, ähnliche Probleme
So unterschiedlich die einzelnen Nachrichten erscheinen, einige Themen ziehen sich durch mehrere Bundesländer.
Feuerwehren und Katastrophenschutz benötigen angesichts zunehmender Extremereignisse mehr Ressourcen. Kinderbetreuung und Bildung bleiben politische Dauerbaustellen. Gleichzeitig sorgen große Infrastruktur- und Energieprojekte für neue Konflikte.
Besonders bemerkenswert ist dabei Oberösterreich: Wenn ein einzelnes Rechenzentrum in seiner späteren Ausbaustufe tatsächlich einen Stromverbrauch in der Größenordnung von fast einem Drittel des derzeitigen Landesbedarfs erreicht, geht es längst nicht mehr nur um ein lokales Bauprojekt.
Dann wird aus einer Standortentscheidung eine energie- und wirtschaftspolitische Frage für ein ganzes Bundesland.


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