Norwegens König Harald V. ist ins Krankenhaus eingeliefert worden und wird seine Amtsgeschäfte für zunächst zwei Wochen ruhen lassen. Das teilte das norwegische Königshaus mit.
Der 89-Jährige leidet seit einiger Zeit an einer seltenen Form der Blutarmut und wurde zuletzt mit Kortison behandelt. Nun musste er wegen Flüssigkeitseinlagerungen im Körper stationär aufgenommen werden. Während seiner Krankschreibung übernimmt Kronprinz Haakon die Aufgaben als Regent.
Harald V. sitzt seit Januar 1991 auf dem norwegischen Thron und gehört damit zu den dienstältesten Monarchen Europas. Einen freiwilligen Rücktritt hat er bislang ausgeschlossen. Bereits 2024 hatte das Königshaus angekündigt, seine öffentlichen Verpflichtungen dauerhaft zu reduzieren.
Gesundheitlich war der König in den vergangenen Jahren mehrfach angeschlagen. Anfang 2026 musste er während eines Aufenthalts auf Teneriffa wegen einer Infektion und Dehydrierung behandelt werden. Schon 2024 war ihm nach einer Erkrankung im Urlaub in Malaysia ein Herzschrittmacher eingesetzt worden.
Auch Königin Sonja hatte zuletzt gesundheitliche Probleme und war im Mai wegen Herzbeschwerden zur Untersuchung im Krankenhaus.
Für das norwegische Königshaus kommt die erneute Erkrankung des Monarchen in einer ohnehin schwierigen Phase. Kronprinzessin Mette-Marit hatte sich zuletzt öffentlich zu früheren Kontakten mit dem später verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein geäußert und eingeräumt, dessen Hintergrund nicht ausreichend geprüft zu haben.
Zusätzlich sorgte ihr Sohn Marius Borg Høiby für schwere Schlagzeilen. Er wurde im Juni wegen zweier Vergewaltigungen schuldig gesprochen und zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.
Damit steht das norwegische Königshaus derzeit gleich mehrfach unter Druck – politisch, persönlich und gesundheitlich. Im Mittelpunkt steht nun aber zunächst die Genesung von König Harald.


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