Brian Madjo hat trotz der 1:2-Niederlage von Aston Villa im UEFA Supercup gegen Paris Saint-Germain für eines der größten Ausrufezeichen des Abends gesorgt. Der erst 17 Jahre alte Stürmer traf bei seinem Pflichtspieldebüt für den englischen Club und bestätigte damit eindrucksvoll, warum Villa monatelang um seine Spielberechtigung gekämpft hatte.
Madjo war bereits im Januar für rund zehn Millionen Pfund vom FC Metz nach Birmingham gewechselt. Weil internationale Transfers minderjähriger Spieler strengen FIFA-Regeln unterliegen, durfte er zunächst nicht registriert werden. Aston Villa argumentierte, dass der in London geborene Angreifer von einer Ausnahme profitieren müsse. Erst nach einem Verfahren vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS erhielt der Club Anfang August grünes Licht.
In Salzburg bekam Madjo sofort seine Chance. Trainer Unai Emery stellte den 1,93 Meter großen Angreifer gegen PSG von Beginn an auf. Nach mehreren vergebenen Möglichkeiten ließ sich der Teenager nicht entmutigen und traf kurz vor der Pause zum 1:1. Dabei setzte er sich körperlich gegen Willian Pacho durch und verwertete eine Hereingabe von John McGinn.
Besonders beeindruckend war nicht nur das Tor, sondern Madjos Auftreten gegen erfahrene Verteidiger wie Marquinhos. Trotz vergebener Chancen suchte er immer wieder den Abschluss und zeigte keinerlei Scheu vor der großen Bühne.
Emery lobte nach der Partie vor allem Madjos Einsatzbereitschaft, taktische Disziplin und Arbeitsmoral. Auch der frühere Villa-Stürmer Dion Dublin zeigte sich beeindruckt davon, wie schnell der 17-Jährige Rückschläge abschüttelte und erneut gefährliche Positionen suchte.
Für Aston Villa könnte Madjos Durchbruch auch Auswirkungen auf die Transferplanung haben. Der Club sucht zwar weiterhin nach einem weiteren Stürmer, doch der Teenager bietet Emery nun eine zusätzliche Alternative im Angriff.
Für Madjo selbst endete damit eine 212 Tage lange Wartezeit auf denkbar spektakuläre Weise.
Aston Villa verlor zwar den Supercup – könnte in Salzburg aber einen neuen Stürmerstar gefunden haben.


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