Österreichs Viehbauern leiden unter historischer Dürre

Österreichs Viehbauern leiden unter historischer Dürre

Veröffentlicht

Dienstag, 04.08.2026
von Red. TB

Die anhaltende Trockenheit und extreme Hitze bringen Österreichs Landwirtschaft zunehmend in wirtschaftliche Bedrängnis. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig und Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger sprechen von einer „historischen Belastungsprobe“. Das erste Halbjahr 2026 war das zweittrockenste seit Beginn der Messungen, in Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg sogar das trockenste überhaupt.

Besonders betroffen sind Vieh- und Milchbetriebe. Auf vielen Weiden wächst kaum noch Futter, weshalb Kühe teilweise im Stall bleiben müssen. Viele Bauern verfüttern bereits Heu, das eigentlich für den Winter vorgesehen war. Gleichzeitig drohen regional Ernteausfälle von bis zu 50 Prozent. Der notwendige Zukauf von Futtermitteln wird durch die Dürre in weiten Teilen Europas zusätzlich erschwert und verteuert.

Die IG Milch warnt deshalb vor existenziellen Problemen für zahlreiche Betriebe. Totschnig kündigte kurzfristige Maßnahmen an und will Futtermittelbörsen besser vernetzen und ausbauen. Zudem verwies er auf bestehende Dürreversicherungen und langfristige Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel.

Die Landwirtschaftskammer empfiehlt betroffenen Betrieben unter anderem die Nachsaat ausgetrockneter Wiesen, schnell wachsende Zwischenfrüchte, angepasste Fütterung und besondere Vorsicht beim Futterzukauf.

Die Grünen fordern unterdessen einen Krisenstab und mehr Unterstützung für eine klimafitte Landwirtschaft. Dazu zählen besserer Bodenschutz, mehr Wasserrückhalt in der Landschaft und Investitionen in widerstandsfähigere Bewirtschaftungsformen.

Klimaforscher plädieren außerdem für weniger Düngemitteleinsatz, regenerative Landwirtschaft und den Aufbau humusreicher Böden. Solche Maßnahmen könnten Emissionen senken und die Landwirtschaft langfristig widerstandsfähiger gegen Dürre machen.

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von Autor: Red. TB
am: Dienstag, 04.08.2026

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