Internationale Investoren zeigen wieder Interesse an Venezuelas Ölsektor. Bei einem Branchentreffen in London diskutierten Energieunternehmen, Händler und Investmentfirmen über mögliche Geschäfte in dem südamerikanischen Land.
Venezuela verfügt über sehr große Erdölreserven. Reformen der Regierung erleichtern ausländischen Unternehmen offenbar den Zugang zu Förderprojekten. Auch gelockerte US-Sanktionen haben die Exporte angekurbelt. Zu den wichtigsten Abnehmern zählen inzwischen die USA, Indien und mehrere europäische Länder.
Die Chancen sind groß, doch die Risiken bleiben erheblich. Viele Förderanlagen und Raffinerien sind veraltet, jahrelange Sanktionen und Wirtschaftskrisen haben die Branche geschwächt. Hinzu kommen politische Unsicherheit und die Erinnerung an frühere Enteignungen ausländischer Unternehmen.
Experten schätzen, dass in den kommenden Jahren Investitionen von 50 bis 100 Milliarden US-Dollar nötig sein könnten. Neue Projekte dürften zudem erst nach mehreren Jahren Gewinne abwerfen.
Für Investoren bietet Venezuela damit enormes Potenzial, bleibt aber eines der riskantesten Geschäftsfelder der internationalen Ölindustrie.


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