Österreich gewinnt, aber der Schmäh war heute eindeutig auf jordanischer Seite

Österreich gewinnt, aber der Schmäh war heute eindeutig auf jordanischer Seite

Veröffentlicht

Mittwoch, 17.06.2026
von Red. TB

Na servas! Wer nur das Endergebnis sieht, wird glauben, Österreich hätte Jordanien locker abgefertigt. Ein gemütliches 3:1, drei Punkte, alles bestens. Wer das Spiel gesehen hat, weiß allerdings: Das Resultat ist ungefähr so schmeichelhaft wie ein Wiener, der nach drei Spritzern behauptet, er sei noch komplett nüchtern.

Jordanien hat die Österreicher nämlich über weite Strecken ordentlich beschäftigt. Schon in der ersten Halbzeit waren die Jordanier gefährlicher als die Rangnick-Elf. Österreich hatte zwar den Ball, Jordanien hatte die Ideen. Nur dank eines Traumtors von Romano Schmid stand es zur Pause 1:0.

Nach dem Seitenwechsel wurde es dann richtig unangenehm. Ali Olwan spazierte durch die österreichische Defensive, als hätte er einen VIP-Pass für den Strafraum, und schlenzte den verdienten Ausgleich zum 1:1 ins Netz. Spätestens da dürfte sich der eine oder andere österreichische Fan gefragt haben, ob Jordanien vielleicht heimlich Brasilien geschickt hat.

Die ÖFB-Elf wirkte verunsichert, Jordanien spielte mutig weiter und war zeitweise die bessere Mannschaft. Österreich brauchte Arnautović, frische Kräfte und vor allem Geduld. Ein Tor wurde vom VAR einkassiert, der Frust stieg und die Nervosität gleich mit.

Dann kam die Phase, in der Fußball manchmal grausam sein kann. Ausgerechnet ein Eigentor von Yazan Al Arab brachte Österreich die erneute Führung. Bitter für Jordanien, das bis dahin einen großen Kampf geliefert hatte.

Doch selbst danach gaben die Jordanier nicht auf. Während Österreich schon langsam an den Schlusspfiff dachte, suchte Jordanien weiter den Weg nach vorne. In der Nachspielzeit wurde es noch einmal wild. Erst vergab Arnautović die Vorentscheidung, dann gab es nach VAR-Prüfung Elfmeter für Österreich. Diesmal durfte Arnautović jubeln und verwandelte zum 3:1-Endstand.

Das Ergebnis liest sich deutlich, der Spielverlauf war es nicht.

Österreich nimmt die drei Punkte mit, wird aber wissen, dass gegen stärkere Gegner deutlich mehr kommen muss. Jordanien hingegen verlässt den Platz zwar ohne Zähler, aber mit jeder Menge Respekt. Der WM-Neuling hat gezeigt, dass er nicht zum Urlaubmachen gekommen ist.

Oder wie man in Wien sagen würde:

„3:1 steht im Protokoll. Aber frag net, wie ma dort hingekommen san

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von Autor: Red. TB
am: Mittwoch, 17.06.2026

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