Österreichische Bundesliga: Rapid-Ultras sorgen für Aufsehen, Sturm meldet starke Wirtschaftszahlen und LASK bangt um Horvath

Österreichische Bundesliga: Rapid-Ultras sorgen für Aufsehen, Sturm meldet starke Wirtschaftszahlen und LASK bangt um Horvath

Veröffentlicht

Dienstag, 29.09.2026
von Red. TB

In der österreichischen Bundesliga ruht wegen der Länderspielpause derzeit der reguläre Spielbetrieb. Ganz still ist es bei den Vereinen trotzdem nicht. In den vergangenen 24 Stunden standen vor allem Rapid Wien, Sturm Graz und der LASK im Mittelpunkt.

Beim SK Rapid sorgte weniger das 0:1 im Testspiel beim Venezia FC für Schlagzeilen als ein Vorfall rund um die mitgereisten Ultras. Nach Angaben der Fangruppe wurde nach der Partie in Venedig in ein Auto eingebrochen. Dabei sollen wichtige Banner entwendet worden sein. Für organisierte Ultras haben solche sogenannten „Fetzen“ eine hohe symbolische Bedeutung. Die Fangruppe erklärte anschließend selbst, derzeit nicht zu wissen, welche Konsequenzen der Verlust für ihre Zukunft haben wird. Sportlich verlor Rapid das Testspiel vor 2.190 Zuschauern durch einen frühen Treffer von Lion Lauberbach mit 0:1.

Beim SK Sturm Graz ging es dagegen nicht um Tore, sondern um Zahlen. Geschäftsführer Wirtschaft Thomas Tebbich legte bei einem Wirtschaftstalk neue Einblicke in die finanzielle Entwicklung des Vereins vor. Nach dem Rekordumsatz von rund 93 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2024/25 erreichte Sturm 2025/26 nach Vereinsangaben rund 54 Millionen Euro Umsatz. Damit handelte es sich laut Tebbich um das zweitbeste Geschäftsjahr der Klubgeschichte. Gleichzeitig investiert Sturm rund 18 Millionen Euro in ein neues Trainingszentrum in Graz-Puntigam. Etwa zehn Millionen Euro davon trägt der Verein selbst.

Sportlich gibt es rund um Sturm zusätzlich eine bemerkenswerte Entwicklung bei den Marktwerten. Luca Weinhandl wurde bei einer aktuellen Neubewertung zum wertvollsten Spieler der österreichischen Bundesliga hochgestuft. Sein geschätzter Marktwert liegt nun bei 15 Millionen Euro. Damit wird der Sturm-Youngster höher bewertet als die gesamten Kader mehrerer Bundesligisten. Solche Marktwerte sind allerdings keine tatsächlichen Verkaufspreise, sondern Schätzungen.

Beim LASK gibt es hingegen Sorgen um Kapitän Sascha Horvath. Der Mittelfeldspieler musste das Training der österreichischen Nationalmannschaft wegen Schmerzen im Oberschenkel vorzeitig beenden. Eine MRT-Untersuchung sollte Klarheit über die Schwere der Verletzung bringen. Damit ist zumindest offen, ob Horvath für die nächsten Aufgaben des LASK ohne Einschränkungen zur Verfügung stehen kann.

An der Tabellenspitze bleibt die Ausgangslage während der Pause unverändert. Rapid führt nach sieben Spielen mit 18 Punkten. Red Bull Salzburg folgt mit 17 Punkten, der LASK mit 16. Sturm Graz liegt mit elf Zählern auf Rang vier. Danach folgt ein breites Mittelfeld, während Austria Wien, der WAC und Altach bislang hinter den eigenen Erwartungen zurückliegen.

Für die übrigen Bundesligisten gab es im überprüften Zeitraum keine vergleichbar gewichtigen neuen öffentlichen Vereinsmeldungen. Der Ligabetrieb beginnt erst am zweiten Oktoberwochenende wieder. Dann wartet direkt ein Spitzenspiel: Meister LASK empfängt Tabellenführer Rapid.

 

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von Autor: Red. TB
am: Dienstag, 29.09.2026

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