Sieben Runden sind absolviert – und Österreichs 2. Liga liefert bereits reichlich Geschichten. Bundesliga-Absteiger Blau-Weiß Linz führt die Tabelle an, die Vienna bleibt hartnäckig dran, der FAC hat sich oben festgesetzt und Wacker Innsbruck mischt ebenfalls mit. Ganz anders die Stimmung bei Hertha Wels und Kapfenberg. Unser aktueller Überblick zur 2. Liga mit Stand 25. September 2026.
Blau-Weiß Linz: Der Bundesliga-Absteiger setzt sich oben fest
Blau-Weiß Linz macht bislang ziemlich deutlich, wohin die Reise gehen soll.
Das 3:0 gegen die Admira war der sechste Sieg im siebenten Saisonspiel.
Die Treffer erzielten Diego Madritsch, Jacob Collmann und Erik Weinhauer.
Damit steht Blau-Weiß nach sieben Partien bei 18 Punkten und führt die Tabelle an.
Nach dem Abstieg aus der Bundesliga hat sich die Mannschaft damit zunächst erstaunlich schnell auf die neue Situation eingestellt.
First Vienna: Vier Siege hintereinander
Der erste Verfolger kommt aus Wien-Döbling.
Die Vienna gewann bei Hertha Wels mit 3:1.
Bemerkenswert war dabei der Spielverlauf: Wels ging zunächst in Führung, anschließend drehten Youssouf Soukouna, Marco Gantschnig und Maximilian Fillafer innerhalb kurzer Zeit die Partie.
Für die Vienna war es bereits der vierte Sieg hintereinander.
Nach sieben Spielen stehen 16 Punkte zu Buche.
Damit beträgt der Rückstand auf Blau-Weiß lediglich zwei Zähler.
FAC: 4:0 als deutliche Antwort
Der Floridsdorfer AC setzte mit einem 4:0 gegen Liefering ein deutliches Zeichen.
Nach zwischenzeitlichen Rückschlägen kehrten die Floridsdorfer damit eindrucksvoll auf die Siegerstraße zurück.
Der FAC hält nach sieben Runden bei 13 Punkten und liegt auf Platz drei.
Damit befindet sich neben der Vienna noch ein zweiter Wiener Traditionsverein mitten in der Spitzengruppe.
Amstetten: Sieben Tore in Kapfenberg
Wer Tore sehen wollte, war beim Duell Kapfenberg gegen Amstetten richtig.
Amstetten gewann auswärts mit 4:3.
Damit hält der SKU nach sieben Spielen bei zwölf Punkten und bleibt in unmittelbarer Schlagdistanz zur Spitzengruppe.
Young Violets: Derbysieg gegen Rapid II
Einen besonders schönen Spieltag erlebte der Nachwuchs von Austria Wien.
Die Young Violets gewannen das Derby gegen Rapid II klar mit 4:1.
Bruno Jerabek und Noel Polonkai trafen, Illia Menshykov sorgte mit einem späten Doppelpack endgültig für klare Verhältnisse. Rapid-Spieler Paul Ertl sah zuvor Gelb-Rot.
Die Young Violets stehen nach sieben Spielen bei zwölf Punkten und gehören damit zu den positiven Überraschungen des Saisonstarts.
Wacker Innsbruck: Wieder Zweitliga-Fieber in Tirol
Wacker Innsbruck hat sich nach seiner Rückkehr in die 2. Liga sofort konkurrenzfähig gezeigt.
Beim jüngsten 2:2 gegen Sturm Graz II gab es allerdings keinen Sieg.
Nach sieben Spielen stehen elf Punkte auf dem Konto. Damit befindet sich Wacker weiterhin in der oberen Tabellenhälfte.
Der nächste große Höhepunkt wirft bereits seine Schatten voraus:
Das Westderby gegen Austria Salzburg am 16. Oktober ist ausverkauft. Erwartet werden 15.126 Zuschauer – damit soll der bisherige Zuschauerrekord der 2. Liga deutlich übertroffen werden.
Austria Salzburg: Rückschlag vor dem großen Westderby
Austria Salzburg musste zuletzt beim ASK Voitsberg eine 1:2-Niederlage hinnehmen.
Nach sieben Runden stehen zehn Punkte auf dem Konto.
Sportlich ist damit noch alles offen, emotional richtet sich der Blick aber bereits auf das große Duell mit Wacker Innsbruck.
Mehr als 15.000 Zuschauer werden erwartet – eine Kulisse, die für Österreichs zweite Spielklasse außergewöhnlich ist.
Liefering: 0:4 beim FAC
Für den FC Liefering verlief der vergangene Spieltag ausgesprochen enttäuschend.
Die Salzburger verloren beim FAC mit 0:4.
Damit steht Liefering nach sieben Partien bei zehn Punkten.
Während der Länderspielpause trat die Mannschaft außerdem zu einem Test bei der WSG Tirol an und verlor dort mit 0:1.
Schwarz-Weiß Bregenz: Mittelfeld nach sieben Runden
Bregenz steht nach sieben Spielen bei zehn Punkten und damit ebenfalls im breiten Mittelfeld.
Am vergangenen Spieltag verlor Schwarz-Weiß beim SKN St. Pölten mit 1:2.
Die Tabelle zeigt allerdings, wie eng die Liga derzeit ist: Wenige Punkte können mehrere Tabellenplätze ausmachen.
SKN St. Pölten: Wichtiger Sieg
St. Pölten holte gegen Schwarz-Weiß Bregenz einen wichtigen 2:1-Erfolg.
Damit stehen die Niederösterreicher nach sieben Partien bei neun Punkten.
Der Saisonstart bleibt damit wechselhaft, aber der Abstand zu den oberen Tabellenregionen ist weiterhin überschaubar.
Admira: Deutlicher Dämpfer beim Tabellenführer
Für die Admira gab es in Linz nichts zu holen.
Beim Tabellenführer Blau-Weiß setzte es ein klares 0:3.
Nach sieben Spielen stehen neun Punkte auf dem Konto.
Damit befindet sich die Admira derzeit nur im Mittelfeld – für einen Klub mit den Ambitionen und der Tradition der Südstädter sicherlich nicht der gewünschte Saisonverlauf.
Voitsberg: Sieg gegen Austria Salzburg
Voitsberg gelang mit dem 2:1 gegen Austria Salzburg ein wichtiger Erfolg.
Nach sieben Runden hält der Klub bei neun Punkten.
Damit ist auch Voitsberg Bestandteil jenes großen Mittelfeldblocks, in dem derzeit wenige Punkte über einen erheblichen Sprung in der Tabelle entscheiden.
Sturm Graz II: Punkt in Innsbruck
Sturm II erkämpfte sich beim FC Wacker Innsbruck ein 2:2.
Die Grazer Nachwuchsmannschaft steht nach sieben Spielen bei acht Punkten.
Für eine Zweitvertretung bleibt die zentrale Aufgabe naturgemäß nicht nur der Tabellenplatz, sondern auch die Entwicklung von Spielern für die Bundesliga-Mannschaft.
Rapid II: Vier Niederlagen hintereinander
Bei Rapid II zeigt die Formkurve dagegen deutlich nach unten.
Das 1:4 gegen die Young Violets war bereits die vierte Niederlage in Serie.
Rapid II steht nach sieben Runden bei sechs Punkten und befindet sich damit tief im Tabellenkeller.
Besonders bitter war, dass die jüngste Niederlage ausgerechnet im Nachwuchsderby gegen Austria Wien zustande kam.
Hertha Wels: Trainer und Vorstand weg
Die turbulentesten Tage erlebt derzeit vermutlich der FC Hertha Wels.
Nach dem schwachen Saisonstart und der 1:3-Niederlage gegen die Vienna trennte sich der Verein von Cheftrainer Christian Heinle.
Co-Trainer Markus Lackner übernahm zunächst interimistisch.
Damit nicht genug.
Kurz danach musste nach Angaben von Liga2.at auch Vorstandsvorsitzender Peter Huliak seinen Posten räumen.
Der Verein erklärte, sich künftig auf eine „höchstprofessionelle Arbeitsweise“ ausrichten zu wollen.
Hertha steht nach sieben Spielen mit lediglich vier Punkten auf Rang 15.
Kapfenberg: Sieben Gegentore-Spektakel endet bitter
Kapfenberg verlor gegen Amstetten mit 3:4.
Für neutrale Zuschauer unterhaltsam.
Für Kapfenberg weniger.
Nach sieben Spielen stehen lediglich drei Punkte zu Buche. Damit bildet die KSV aktuell das Schlusslicht der Liga.
Sechs Niederlagen aus sieben Spielen zeigen, dass der Saisonstart gründlich misslungen ist.
Die 2. Liga entwickelt schon früh eine klare Dynamik
Nach sieben Runden lässt sich an der Spitze bereits eine interessante Konstellation erkennen.
Blau-Weiß Linz: 18 Punkte.
First Vienna: 16.
FAC: 13.
Amstetten und Young Violets: jeweils 12.
Wacker Innsbruck: 11.
Blau-Weiß Linz bestätigt damit bislang seine Rolle als Bundesliga-Absteiger, der sofort wieder vorne mitmischt.
Die Vienna ist allerdings dicht dahinter.
Besonders interessant ist außerdem die Rückkehr Wacker Innsbrucks: Sportlich hält der Klub Anschluss, während das bevorstehende Westderby gegen Austria Salzburg mit mehr als 15.000 erwarteten Zuschauern demonstriert, welche Zugkraft diese beiden Traditionsvereine besitzen.
Am anderen Ende der Tabelle steigt dagegen der Druck.
Rapid II, Hertha Wels und Kapfenberg stecken bereits früh im unteren Bereich fest.
In Wels hat die sportliche Krise sogar schon Trainer und Vorstand erreicht.
Damit ist eines nach sieben Spieltagen ziemlich sicher:
Österreichs 2. Liga dürfte 2026/27 nicht nur sportlich interessant werden – sie liefert auch abseits des Rasens bereits genügend Stoff für eine ausgesprochen turbulente Saison.


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