Die ADMIRAL Bundesliga verabschiedet sich mit einer ziemlich klaren Momentaufnahme in die dreiwöchige Länderspielpause: Rapid führt die Tabelle an, Salzburg sitzt den Hütteldorfern unmittelbar im Nacken, Meister LASK hat zuletzt Punkte liegen gelassen – und am Tabellenende wird es für Wolfsberg und Altach zunehmend ungemütlich.
Nach sieben Runden führt Rapid mit 18 Punkten vor Red Bull Salzburg mit 17 und dem LASK mit 16 Zählern. Sturm Graz folgt bereits mit deutlichem Abstand bei elf Punkten. WSG Tirol, Hartberg, Ried, GAK und Austria Lustenau halten jeweils bei acht Punkten. Austria Wien kommt auf sieben, der WAC auf fünf und Schlusslicht Altach nur auf drei Punkte. (bundesliga.at)
Rapid mit bestem Start seit 28 Jahren
Rapid geht als Tabellenführer in die Pause. Die Hütteldorfer schlugen die WSG Tirol mit 3:0. Ercan Kara, Bendegúz Bolla und Nikolaus Wurmbrand trafen. Damit kommt Rapid nach sieben Runden auf sechs Siege und eine Niederlage – der beste Saisonstart seit 1998. (bundesliga.at)
Interessant ist dabei die Breite im Kader: Wurmbrand war bereits der zwölfte unterschiedliche Rapid-Torschütze in dieser Bundesligasaison. Tonni Adamsen führt ligaweit mit bislang sechs direkten Torbeteiligungen die entsprechende Statistik an. (bundesliga.at)
Allerdings gibt es auch ein aktuelles Reizthema. Rapid-Vizekapitän Jakob Schöller war seit Mitte August wegen einer Oberschenkelverletzung ohne Einsatz, wurde nun aber für das österreichische U21-Nationalteam nominiert. Das sorgt bei Rapid für Unmut. (laola1.at)
Salzburg plötzlich wieder ganz oben dran
Red Bull Salzburg hat unter Trainer Danny Röhl einen bemerkenswerten Lauf. Das 3:0 gegen Sturm Graz war bereits das 14. Pflichtspiel unter Röhl – bei elf Siegen und drei Unentschieden ist Salzburg unter dem neuen Trainer weiterhin ungeschlagen. (laola1.at)
Besonders auffällig war der späte Verlauf gegen Sturm: Nikolas Veratschnig, Kévin Boma und Aboubacar Camara erzielten innerhalb weniger Minuten die drei Salzburger Treffer. Nach zuvor sechs sieglosen Duellen gegen Sturm gelang damit wieder ein Erfolg gegen die Grazer. (bundesliga.at)
Röhl lobte anschließend ausdrücklich die Arbeit von Geschäftsführer Marcus Mann bei der Zusammenstellung des Kaders. Gleichzeitig kündigte er an, die Länderspielpause intensiv für Verbesserungen gegen den Ball, Standardsituationen und Einzelgespräche mit weniger eingesetzten Spielern zu nutzen. (laola1.at)
Auch die Gerüchteküche läuft bereits wieder. Laut einem Bericht des Transferjournalisten Ekrem Konur soll Salzburg den 22-jährigen deutschen U21-Innenverteidiger Linus Gechter von Hertha BSC beobachten. Ebenfalls genannt werden Eintracht Frankfurt, Borussia Mönchengladbach und Como. Das ist derzeit ausdrücklich ein Transfergerücht und keine bestätigte Verpflichtung. (laola1.at)
LASK verspielt Vorsprung und Tabellenführung
Der LASK hatte in Hartberg eigentlich alles unter Kontrolle. Sascha Horvath und Christoph Lang sorgten für eine 2:0-Pausenführung, später lagen die Linzer erneut mit 3:1 vorne.
Am Ende stand trotzdem nur ein 3:3. Hartbergs Debütant Andrija Radulovic wurde mit zwei Toren und einer Vorlage zum entscheidenden Mann der Partie. (laola1.at)
Die Kritik aus der LASK-Mannschaft fiel ungewöhnlich deutlich aus. Kapitän Horvath erklärte, man sei selbst schuld gewesen; Andres Andrade bezeichnete Teile des Auftritts als zu arrogant. Für den Meister war es bereits das dritte Ligaspiel hintereinander ohne Sieg. (laola1.at)
Trost gab es am Montagabend bei der Bruno-Gala. Horvath wurde von den Bundesligaspielern zum Spieler der vergangenen Saison gewählt. Trainer Dietmar Kühbauer erhielt den Trainerpreis, der LASK wurde Mannschaft der Saison und Lukas Jungwirth Tormann der Saison. (laola1.at)
Sturm verliert Anschluss
Für Sturm Graz war das 0:3 in Salzburg ein empfindlicher Rückschlag. Nach sieben Runden stehen die Grazer bei elf Punkten und damit bereits sechs Punkte hinter Salzburg und sieben hinter Rapid. (bundesliga.at)
Das Ergebnis war allerdings deutlicher als lange Zeit der Spielverlauf. Salzburg erzielte alle drei Tore erst spät. In der öffentlichen Nachbetrachtung wurde zudem eine Szene um den verletzten Sturm-Spieler Arjan Malic diskutiert. Eine eindeutige Regelverletzung wurde dabei nicht festgestellt; Gegenstand der Diskussion war vielmehr die Frage nach Fair Play beziehungsweise sportlichem Verhalten. (laola1.at)
Austria Wien steckt weiter im Mittelfeld fest
Austria Wien erreichte beim GAK nur ein 2:2. Damit stehen die Veilchen nach sieben Runden bei lediglich sieben Punkten und auf Tabellenrang zehn. (bundesliga.at)
Für beide Mannschaften war das Remis ein verpasster Befreiungsschlag. Der GAK liegt mit acht Punkten zwar vor der Austria, hat aber ebenfalls noch keinen entscheidenden Abstand zum unteren Tabellenbereich hergestellt. (bundesliga.at)
WAC in schwerer Krise
Beim Wolfsberger AC verschärft sich die Lage massiv. Die Kärntner verloren bei Aufsteiger Ried 1:4 und warten inzwischen seit sechs Bundesligapartien auf einen Sieg.
Ried führte bereits nach neun Minuten mit 2:0. Ante Bajic, Evan Eghosa Aisowieren, Stefan Schwab und Debütant Isaac Kiese Thelin trafen für die Oberösterreicher. (skysportaustria.at)
WAC-Trainer Thomas Silberberger fand anschließend ausgesprochen deutliche Worte und erklärte, er wisse momentan selbst nicht, wo er ansetzen solle. Die Mannschaft liegt mit fünf Punkten nur noch vor Altach. (laola1.at)
Lustenau gewinnt das Ländle-Derby – Altach Letzter
Austria Lustenau entschied das erste Bundesliga-Ländle-Derby seit mehr als zwei Jahren mit 2:0 für sich. Antonio Verinac und Dominik Weixelbraun trafen bereits vor der Pause. (laola1.at)
Altach hat damit sechs der ersten sieben Meisterschaftsspiele verloren und steht mit nur drei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Für Lustenau bedeutet der Derbysieg dagegen den Sprung auf acht Punkte und damit ins dicht gedrängte Mittelfeld. (bundesliga.at)
Die komplette 7. Runde
Rapid – WSG Tirol 3:0, Austria Lustenau – Altach 2:0, GAK – Austria Wien 2:2, Hartberg – LASK 3:3, Ried – WAC 4:1, Salzburg – Sturm Graz 3:0. (bundesliga.at)
Damit lautet die Lage vor der langen Pause: Rapid führt, Salzburg hat einen Lauf, der LASK bekommt erstmals Gegenwind – und beim WAC sowie in Altach steigt der Druck erheblich.


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