Österreichische Bundesliga aktuell – Transfers, Verletzungsschock und vier neue Teamspieler

Österreichische Bundesliga aktuell – Transfers, Verletzungsschock und vier neue Teamspieler

Veröffentlicht

Dienstag, 15.09.2026
von Red. TB

In der österreichischen Bundesliga war der Montag alles andere als ruhig. Altach reagiert auf den Fehlstart mit einem erfahrenen Neuzugang, Hartberg verpflichtet einen neuen Mittelstürmer, Sturm Graz muss wochenlang auf einen wichtigen Angreifer verzichten – und gleich mehrere Bundesliga-Spieler dürfen erstmals zum österreichischen Nationalteam.

Dazu wirkt das turbulente Spitzenspiel Sturm gegen LASK weiter nach.

SCR Altach: Naschberger soll dem Schlusslicht helfen

Altach hat auf den schwachen Saisonstart reagiert und Johannes Naschberger verpflichtet.

Der 26-Jährige war nach seinem Abschied von der WSG Tirol vereinslos und unterschrieb bei den Vorarlbergern einen Vertrag für ein Jahr. Naschberger bringt bereits 151 Einsätze in der österreichischen Bundesliga mit und kann sowohl im zentralen Mittelfeld als auch auf der rechten Seite eingesetzt werden.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall.

Altach steht nach sechs Runden am Tabellenende und hat lediglich drei Punkte gesammelt. Nach dem 1:2 gegen den GAK war der Handlungsdruck weiter gestiegen.

Sportdirektor Philipp Netzer betont vor allem Naschbergers Erfahrung und seine Vielseitigkeit.

Für Altach kommt der Transfer unmittelbar vor einer höchst brisanten Partie:

Am Samstag wartet das Vorarlberger Derby bei Austria Lustenau.

Hartberg holt neuen Mittelstürmer

Auch der TSV Hartberg hat auf dem Transfermarkt noch einmal zugeschlagen.

Der 22-jährige Argentinier Agustín Urrutia soll den nach Italien gewechselten Elias Havel ersetzen.

Urrutia ist 1,88 Meter groß, spielte zuletzt beim slowenischen Zweitligisten ND Ilirija und erzielte dort in der vergangenen Saison zehn Treffer. Davor war er in Argentinien bei Racing Club aktiv.

Trainer Markus Schopp beschreibt den Neuzugang als robusten und kopfballstarken Mittelstürmer, der dem Hartberger Angriff eine bislang fehlende Variante geben soll.

Nach dem bitteren 2:2 bei der WSG Tirol – Hartberg führte zur Pause bereits 2:0 – kommt Verstärkung im Angriff durchaus gelegen.

Am Wochenende wartet allerdings Tabellenführer LASK.

Sturm Graz: Jatta schwer verletzt und bereits operiert

Die schlechteste Nachricht des Tages kommt aus Graz.

Seedy Jatta fällt mehrere Wochen aus.

Der Sturm-Angreifer hatte sich beim 2:1-Erfolg gegen den LASK bei einem Sturz schwer am Schultergelenk verletzt.

Am Montag wurde der Norweger bereits operiert. Der Eingriff verlief nach Vereinsangaben erfolgreich, trotzdem muss Sturm vorerst ohne den 23-Jährigen planen.

Für die Grazer kommt der Ausfall zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt.

Sturm startet in dieser Woche in den Europacup und muss anschließend am Sonntag zu Red Bull Salzburg.

Ausgerechnet jetzt fällt damit eine wichtige Offensivoption weg.

LASK: Erste Niederlage – und Jungwirth erstmals im ÖFB-Team

Beim LASK ist die Stimmung zwiespältig.

Sportlich kassierten die Linzer in Graz beim 1:2 die erste Bundesliga-Niederlage der Saison. Das Spiel sorgt auch einen Tag später noch für Diskussionen.

Besonders kurios war die Schlussphase:

Nach einem Stromausfall standen dem VAR zeitweise keine Bilder zur Verfügung. In der 92. Minute gab es nach einem Zweikampf um Florian Flecker einen möglichen Elfmeterfall – doch wegen des technischen Ausfalls konnte die Szene nicht wie üblich überprüft werden.

Trotzdem bleibt der LASK nach fünf Siegen aus sechs Spielen ganz vorne.

Eine ausgesprochen erfreuliche Nachricht gab es für Torhüter Lukas Jungwirth.

Der LASK-Keeper wurde erstmals von Teamchef Ralf Rangnick für das österreichische Nationalteam nominiert.

Austria Wien: Markovićs Aufstieg geht weiter

Auch bei der Wiener Austria gibt es einen Nationalteam-Neuling.

Der erst 18-jährige Vasilije Marković wurde erstmals ins österreichische A-Team berufen.

Das Eigengewächs hatte erst wenige Tage zuvor seinen Vertrag bei der Austria vorzeitig verlängert. Nun folgt bereits der nächste Karriereschritt.

Sportvorstand Tomas Zorn bezeichnet die Nominierung zugleich als Bestätigung des Weges, jungen Spielern frühzeitig Verantwortung in der Kampfmannschaft zu geben.

Für die Austria ist das nach dem dramatischen 2:1-Heimerfolg gegen Austria Lustenau die nächste positive Nachricht.

Die Wiener bereiten sich nun auf das Auswärtsspiel beim GAK vor.

Salzburg: Neuer Teamtorhüter und Europa-League-Start

Auch Red Bull Salzburg stellt einen Debütanten für den neuen ÖFB-Kader.

Torhüter Christian Zawieschitzky wurde erstmals von Rangnick nominiert.

Für Salzburg steht aber zunächst der Europacup im Mittelpunkt.

Am Donnerstag beginnt die Europa-League-Ligaphase mit dem Auswärtsspiel bei Levski Sofia. Salzburg musste zuvor zwei Qualifikationsrunden überstehen.

Danach folgt bereits am Sonntag das Bundesliga-Spitzenspiel gegen Sturm Graz.

Das bedeutet:

Europacup am Donnerstag, Ligakracher am Sonntag.

Für Salzburg beginnt jetzt die Phase, in der die Qualität und Breite des Kaders besonders gefragt sein wird.

Rapid: Drei Spieler stehen bei Rangnick auf Abruf

Kein Rapid-Spieler schaffte es diesmal direkt in den neuen ÖFB-Kader – drei Grün-Weiße stehen allerdings auf Abruf.

Yusuf Demir, Matthias Seidl und Nikolaus Wurmbrand müssen sich für mögliche Nachnominierungen bereithalten.

Rapid hat nach dem überzeugenden 3:0 beim WAC wieder deutlich bessere Stimmung.

Am Freitag kommt die WSG Tirol nach Hütteldorf.

Es ist gleichzeitig das letzte Bundesliga-Spiel vor einer ungewöhnlich langen Länderspielpause, weil Österreich anschließend gleich vier Nations-League-Partien absolviert.

WSG Tirol: Kein großer Personalwechsel – der Punktgewinn wirkt nach

Bei der WSG gab es innerhalb des ausgewerteten 24-Stunden-Zeitraums keine bedeutende neue Personalentscheidung.

Sportlich dürfte aber weiterhin das 2:2 gegen Hartberg für Gesprächsstoff sorgen.

Die Tiroler lagen bereits 0:2 zurück, ehe Lukas Hinterseer verkürzte und Murat Satin in der 95. Minute per Elfmeter den Ausgleich erzielte.

Nun geht es am Freitag nach Wien zu Rapid.

Austria Lustenau: Ärger über den entscheidenden Treffer bleibt

Bei Austria Lustenau gab es keine neue Verpflichtung oder Trainerentscheidung.

Dafür wurde am Montag weiterhin über die 1:2-Niederlage bei Austria Wien diskutiert.

Lustenau-Torhüter Domenik Schierl hält den entscheidenden Treffer in der Nachspielzeit wegen einer möglichen Abseitsstellung für irregulär. Auch Trainer Markus Mader äußerte deutliche Kritik.

Der VAR bestätigte allerdings die ursprüngliche Torentscheidung.

Am Samstag folgt nun das emotionale Vorarlberger Derby gegen Schlusslicht Altach.

Grazer AK: Ruhe nach wichtigem Auswärtssieg

Beim GAK wurde innerhalb der letzten 24 Stunden keine große neue Personalentscheidung bekannt.

Nach dem 2:1 in Altach haben die Grazer zumindest sportlich etwas Luft gewonnen.

Mit sieben Punkten hat sich der GAK zunächst vom letzten Platz entfernt.

Am Samstag kommt Austria Wien nach Graz.

SV Ried: Salzburg-Punkt gibt Selbstvertrauen

Auch aus Ried gab es seit Montagmorgen keine größere neue Transfer- oder Trainerentscheidung.

Sportlich wirkt das 1:1 gegen Salzburg positiv nach.

Philipp Pomer hatte Ried in Führung gebracht, erst spät gelang Salzburg durch Karim Konaté der Ausgleich.

Am Sonntag kommt der Wolfsberger AC.

Wolfsberger AC: Nach Rapid-Pleite wartet Ried

Beim WAC blieb es personell im ausgewerteten Zeitfenster ruhig.

Nach dem deutlichen 0:3 gegen Rapid muss die Mannschaft jedoch sportlich reagieren.

Mit fünf Punkten steckt Wolfsberg im unteren Tabellendrittel.

Das Auswärtsspiel in Ried gewinnt damit bereits deutlich an Bedeutung.

Vier Bundesliga-Spieler erstmals im Nationalteam

Eine der größten Geschichten dieses Montags betrifft damit gar nicht nur einen einzelnen Klub.

Ralf Rangnick nominierte mit:

Lukas Jungwirth vom LASK,
Christian Zawieschitzky von Salzburg,
Vasilije Marković von Austria Wien

sowie dem in Frankreich spielenden Felix Bacher mehrere potenzielle Debütanten erstmals für den A-Kader.

Damit bekommt der starke Saisonstart einiger junger Bundesliga-Spieler unmittelbar eine internationale Belohnung.

Das große Bild nach sechs Runden

Die österreichische Bundesliga geht in eine besonders interessante Woche.

Altach reagiert bereits auf den Fehlstart.

Hartberg verstärkt seinen Angriff.

Sturm verliert einen wichtigen Spieler.

LASK muss die erste Niederlage verarbeiten.

Salzburg startet international.

Rapid hat sich nach dem Salzburg-Debakel wieder stabilisiert.

Und bei Austria Wien wird ein 18-jähriges Eigengewächs plötzlich Nationalspieler.

Vor der anschließenden Länderspielpause könnte die siebte Runde deshalb noch einmal einiges an der Stimmungslage der zwölf Vereine verändern.

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StockSnap (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Dienstag, 15.09.2026

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