Die FIFA hat nach einer Krisensitzung in Rabat eingeräumt, dass bei der Debatte um private Investoren Fehler gemacht wurden. Anschließend entschuldigte man sich, versprach Besserung und sprach Präsident Gianni Infantino das volle Vertrauen aus.
Kurz gesagt: Die FIFA hat sich selbst untersucht und festgestellt, dass die FIFA weiterhin sehr zufrieden mit der FIFA ist.
In der offiziellen Mitteilung heißt es, nach dem Bekanntwerden des Investorenplans seien Fehler passiert. Für diese Fehler sei um Entschuldigung gebeten worden. Wer sich bei wem entschuldigt hat, blieb vorsichtshalber etwas unklar. Vermutlich bei der allgemeinen Stimmungslage.
Gleichzeitig betonten die Mitglieder des FIFA-Rates ihre „volle Unterstützung“ für Infantino. Er sei schließlich die einzige von 211 Mitgliedsverbänden gewählte Führungskraft.
Das klingt überzeugend. Wer gewählt wurde, kann bekanntlich weder falschliegen noch Fragen aufwerfen. Dieses Prinzip hat sich in der Weltgeschichte immer hervorragend bewährt.
Die FIFA kündigte außerdem an, keine Angriffe auf ihre Integrität zu dulden und ihren Ruf mit allen erforderlichen Mitteln zu verteidigen.
Das ist nachvollziehbar. Schließlich ist der Ruf der FIFA ein empfindliches Gut, das seit Jahren mit großer Sorgfalt zwischen Krisensitzungen, Ethikkommissionen und Milliardenprojekten transportiert wird.
Auch Infantino selbst zeigte Loyalität. Er bekräftigte seine volle Unterstützung für Generalsekretär Matthias Grafström. Wenig später saßen beide beim Frauen-Afrika-Cup demonstrativ nebeneinander auf der Tribüne.
Ein starkes Bild.
Zwei Spitzenfunktionäre, eine geschlossene Führung und irgendwo dazwischen die Frage, wer eigentlich was falsch gemacht hat.
Die Botschaft des Abends war dennoch eindeutig: Fehler wurden eingeräumt, Konsequenzen nicht näher erläutert, Vertrauen vollständig erneuert.
Bei der FIFA nennt man das Krisenmanagement.
Anderswo würde man sagen: einmal entschuldigen, kräftig zusammenrücken und hoffen, dass die nächste Schlagzeile schnell genug kommt.


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