Der republikanische US-Kongressabgeordnete Max Miller will trotz schwerer Missbrauchsvorwürfe seiner früheren Ehefrau erneut bei den Wahlen antreten. Der 37-Jährige aus Ohio erklärte, er werde nicht aufgeben und weist sämtliche Anschuldigungen zurück.
Seine Ex-Frau Emily Moreno wirft ihm laut Gerichtsunterlagen und Polizeiberichten unter anderem vor, sie gegen eine Wand gestoßen und mit einer Waffe bedroht zu haben. Zudem soll die gemeinsame zweijährige Tochter bei einem Aufenthalt bei Miller eine Verletzung am Schlüsselbein erlitten haben. Miller bestreitet die Vorwürfe und verweist darauf, dass er weiterhin das gemeinsame Sorgerecht besitzt.
Der Abgeordnete erklärte sich zu einer Untersuchung durch den Ethikausschuss des Repräsentantenhauses bereit. Dieser leitete inzwischen offiziell Ermittlungen ein. Miller hat seine Ex-Frau außerdem wegen Verleumdung verklagt.
Besonders brisant ist der Konflikt, weil Emily Morenos Vater, der republikanische Senator Bernie Moreno, öffentlich den Rückzug seines früheren Schwiegersohns aus dem Kongress fordert. Er sprach von einem möglichen Muster gewalttätigen Verhaltens.
Auch US-Präsident Donald Trump soll Miller telefonisch Zweifel an dessen Wiederwahlchancen mitgeteilt haben. Der Abgeordnete will dennoch für eine dritte Amtszeit kandidieren. Interne Umfragen der Republikaner sehen ihn Berichten zufolge derzeit hinter seinem demokratischen Gegner.
Zusätzlichen Druck erzeugt ein weiterer Rechtsstreit mit Stephanie Grisham, der früheren Pressesprecherin des Weißen Hauses. Sie hatte eine Beziehung mit Miller und beantragte nun eine Schutzanordnung gegen ihn.
Miller betont, dass es sich um unbelegte Anschuldigungen handle. Eine gerichtliche Feststellung zu den aktuellen Vorwürfen liegt bislang nicht vor.


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