Spannungen bei der UNO, Treffen in Washington und Rückstand bei Drohnen

Spannungen bei der UNO, Treffen in Washington und Rückstand bei Drohnen

Veröffentlicht

Dienstag, 28.07.2026
von Red. TB

Drei aktuelle Entwicklungen zeigen, wie angespannt die internationale Lage ist: ein diplomatischer Streit zwischen den USA und Frankreich, ein Treffen zwischen Benjamin Netanjahu und Donald Trump sowie der Rückstand der USA bei der Drohnenproduktion.

Eklat im UNO-Sicherheitsrat

Im UNO-Sicherheitsrat verließen US-Vertreter aus Protest den Sitzungssaal, als der französische UNO-Botschafter Jérôme Bonnafont das Wort ergriff. Auslöser war französische Kritik an der Menschenrechtspolitik der USA.

Die Vereinigten Staaten hatten gemeinsam mit Ländern wie Nordkorea, Nicaragua und Russland gegen eine Verlängerung der Amtszeit von UNO-Menschenrechtskommissar Volker Türk gestimmt. Daraufhin erklärte die französische UNO-Vertretung, die USA seien kein „Leuchtturm der Menschenrechte“ mehr und international zunehmend isoliert.

Der US-Diplomat Dan Negrea bezeichnete diese Aussagen als „verlogene Effekthascherei“. Der Zwischenfall ist besonders ungewöhnlich, da Frankreich und die USA ständige Mitglieder des Sicherheitsrats mit Vetorecht sind. Die Sitzung befasste sich eigentlich mit dem Krieg in der Ukraine.

Netanjahu trifft Trump

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu trifft US-Präsident Donald Trump in Washington. Es wäre das siebente Treffen seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus im Jänner 2025.

Zuletzt hatte sich das Verhältnis wegen unterschiedlicher Positionen zum Iran-Krieg abgekühlt. Netanjahu nimmt außerdem an der Trauerfeier für den verstorbenen US-Senator Lindsey Graham teil, der als enger Unterstützer Israels galt.

USA bei Drohnenproduktion im Rückstand

Beim Aufbau einer eigenen Produktion kleiner Angriffsdrohnen liegen die USA deutlich hinter der Ukraine. Während die Ukraine heuer voraussichtlich sechs bis sieben Millionen Drohnen herstellen wird, wurden im Rahmen des 1,1 Milliarden Dollar schweren US-Programms bisher knapp 200.000 Exemplare bestellt.

Der Aufbau wird durch neue Pentagon-Vorgaben erschwert. Militärische Drohnen sollen künftig vollständig aus US-Bauteilen bestehen. Chinesische Motoren, Akkus und andere Komponenten sollen nicht mehr verwendet werden.

Sechs ukrainische Unternehmen, die an Tests in Colorado teilnehmen, müssen für künftige Aufträge Teile ihrer Produktion in die USA verlagern. Trotz des Rückstands zeigt sich das US-Verteidigungsministerium zuversichtlich, langfristig zur ukrainischen Drohnenindustrie aufzuschließen.

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von Autor: Red. TB
am: Dienstag, 28.07.2026

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