Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat festgestellt, dass in Hunderten Boeing-737-MAX-Flugzeugen Passagiersitze falsch montiert wurden. Betroffen sind 453 in den USA registrierte Maschinen.
Die Sitze müssen nun überprüft und neu befestigt werden. Andernfalls könnten sie bei einer Notlandung Passagiere verletzen. Das ist insofern ungünstig, als Sitze in Flugzeugen normalerweise genau das Gegenteil tun sollen.
Nach Angaben der FAA wurden bestimmte Sitzgruppen nicht korrekt in den Bodenschienen verankert. Pro Maschine können bis zu 69 solcher Einheiten betroffen sein.
Für jede Sitzgruppe wird etwa eine Arbeitsstunde veranschlagt. Bei voller Auslastung ergibt das pro Flugzeug mehrere Tage Schraubarbeit – und vermutlich einige sehr lange Gespräche darüber, wer eigentlich den Inbusschlüssel hatte.
Wann die Fluggesellschaften die Reparaturen abgeschlossen haben müssen, ließ die Behörde offen. Offenbar möchte man den Airlines genug Zeit geben, zunächst gründlich zu prüfen, ob wenigstens die Armlehnen an ihrem Platz geblieben sind.
Ob auch Maschinen außerhalb der USA betroffen sind, ist noch unklar. Internationale Betreiber orientieren sich allerdings häufig an Vorgaben der FAA. Das Problem könnte daher durchaus weitere Kreise ziehen – sofern die Sitze nicht vorher aus den Schienen rutschen.
Boeing reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage. Möglicherweise suchte das Unternehmen noch nach einer passenden Sitzposition für die Stellungnahme.
Für Passagiere bedeutet die Nachricht vor allem eines: Beim nächsten Flug mit einer 737 MAX sollte man sich anschnallen. Nicht nur wegen möglicher Turbulenzen, sondern damit Sitz und Fluggast im Zweifelsfall wenigstens gemeinsam unterwegs bleiben


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