Das mexikanische Gesundheitsministerium hat bei Untersuchungen von Salat- und Wasserproben des US-Lieferanten Taylor Farms keine Hinweise auf den Parasiten Cyclospora gefunden. Die Proben waren nach einer Gesundheitskontrolle in einem Werk des Unternehmens in Zentralmexiko entnommen worden.
Nach Angaben der Behörde wurden insgesamt zehn Proben von Rohstoffen und fertigen Produkten mithilfe molekularbiologischer PCR-Verfahren analysiert. Sämtliche Ergebnisse seien negativ auf Cyclospora cayetanensis ausgefallen. Der Parasit kann die Darmerkrankung Cyclosporiasis verursachen, die unter anderem mit starkem und lang anhaltendem Durchfall verbunden ist.
US-Gesundheitsbehörden hatten zuvor einen größeren Krankheitsausbruch mit Eisbergsalat von Taylor Farms de Mexico in Verbindung gebracht. Der Salat soll in Filialen der Fast-Food-Kette Taco Bell in Indiana, Kentucky, Michigan, Ohio und West Virginia serviert worden sein. An diesem Ausbruch erkrankten nach Angaben der Behörden mehr als 1.640 Menschen.
Gleichzeitig untersucht die US-Lebensmittelbehörde FDA einen weiteren, kleineren Cyclospora-Ausbruch mit mindestens 72 Erkrankten. Dieser Fall soll unabhängig von dem Ausbruch sein, der mit dem zurückgerufenen Eisbergsalat in Zusammenhang steht. Die konkrete Infektionsquelle ist bislang nicht bekannt. Die FDA hat deshalb eine Untersuchung der Liefer- und Vertriebswege eingeleitet.
Seit Mai wurden in den USA insgesamt mehr als 4.100 Fälle von Cyclosporiasis registriert. Bis zuletzt meldeten fast alle Bundesstaaten Erkrankungen. Lediglich Hawaii, Louisiana, New Hampshire und North Dakota hatten keine entsprechenden Fälle gemeldet.
Die negativen Untersuchungsergebnisse aus Mexiko schließen weitere Ermittlungen nicht aus. Die zuständigen Behörden in Mexiko und den USA prüfen weiterhin mögliche Ursachen und Lieferketten der verschiedenen Krankheitsausbrüche.


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