Jeffrey Epstein – Amerikas erfolgreichstes Netzwerkprogramm für „Karriereförderung“

Jeffrey Epstein – Amerikas erfolgreichstes Netzwerkprogramm für „Karriereförderung“

Veröffentlicht

Samstag, 13.06.2026
von Red. TB

Jahrelang glaubten viele junge Models, sie würden in die glamouröse Welt der internationalen Mode eintreten. Tatsächlich landeten einige offenbar in einem Netzwerk, das eher an einen Albtraum als an einen Laufsteg erinnerte.

Die neuen Akten zeigen ein bemerkenswertes Bild: Während normale Menschen Bewerbungen schreiben müssen, reichte Jeffrey Epstein offenbar eine Telefonnummer. Modelscouts lieferten Talente, Agenturen lieferten Kontakte, und erstaunlich viele Menschen schienen überzeugt zu sein, dass ein bereits verurteilter Sexualstraftäter selbstverständlich nur berufliches Interesse an möglichst jungen Nachwuchsmodels haben konnte.

Man stelle sich die Gespräche vor:

„Jeffrey, hier ist eine vielversprechende junge Frau mit Modelträumen.“

„Wunderbar. Für ein Fotoshooting?“

„Nennen wir es lieber Karriereberatung.“

Besonders beeindruckend ist die amerikanische Fähigkeit zur zweiten Chance. Nach seiner Verurteilung verlor Epstein offenbar nicht etwa sein gesellschaftliches Netzwerk – vielmehr schien er weiterhin durch Villen, Partys und Geschäftstreffen zu spazieren wie ein Stammgast mit Goldkarte.

Während normale Arbeitnehmer nach einem Eintrag im Führungszeugnis Schwierigkeiten bekommen, einen Job zu finden, genoss Epstein offenbar weiterhin Zugang zu den oberen Etagen der High Society.

Die Akten lesen sich heute stellenweise wie das Drehbuch einer besonders schlechten Netflix-Serie:

Model sucht Karriere. Milliardär sucht junge Begleitung. Umfeld sucht Ausreden. Alle finden zusammen.

Und immer wieder dieselbe Verteidigung:

„Wir wussten von nichts.“

Erstaunlich. Ein Mann mit Privatjets, Luxusinseln, dubiosen Assistentinnen und einem öffentlichen Strafregister bewegte sich jahrzehntelang durch die amerikanische Elite – und niemand bemerkte angeblich etwas.

Das ist ungefähr so glaubwürdig wie ein Bankräuber, der erklärt, die Geldsäcke seien ihm versehentlich in den Kofferraum gefallen.

Heute zeigen sich viele Beteiligte schockiert. Manche sprechen von Manipulation. Andere von Täuschung. Wieder andere erklären, sie hätten nie Verdacht geschöpft.

Das eigentliche Wunder ist jedoch nicht, dass Epstein so lange aktiv war.

Das eigentliche Wunder ist, wie viele Menschen in seinem Umfeld offenbar gleichzeitig blind, taub und außergewöhnlich desinteressiert waren.

Am Ende bleibt eine bittere Erkenntnis: Jeffrey Epstein war kein Zauberer. Er verfügte lediglich über etwas, das in Teilen der amerikanischen Elite oft wichtiger zu sein scheint als Moral oder gesunder Menschenverstand:

Geld, Einfluss und die beruhigende Gewissheit, dass viele Menschen lieber wegschauen, solange die Champagnergläser gefüllt bleiben.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bildnachweis:

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Samstag, 13.06.2026

Diebewertung Netzwerk

Weitere Portale

Crowdinvesting Shop

Samstagszeitung - Wochenzeitung Verbraucherschutzforum Berlin

Archiv