Wien-Wahl 2025: SPÖ bleibt klar stärkste Kraft, FPÖ legt deutlich zu

Wien-Wahl 2025: SPÖ bleibt klar stärkste Kraft, FPÖ legt deutlich zu

Veröffentlicht

Sonntag, 27.04.2025
von Red. TB

Die SPÖ hat die Wiener Gemeinderats- und Landtagswahl 2025 klar für sich entschieden. Laut Hochrechnung inklusive Wahlkartenprognose bleibt die Partei von Bürgermeister Michael Ludwig trotz leichter Stimmenverluste mit deutlichem Abstand stärkste politische Kraft in der Bundeshauptstadt.

Auf Platz zwei folgt die FPÖ, die gegenüber der letzten Wahl deutlich zulegen konnte. Dahinter reihen sich die Grünen, NEOS und die ÖVP ein.

SPÖ behauptet Spitzenposition

Mit 39,5 Prozent der Stimmen bleibt die SPÖ die dominierende politische Kraft in Wien. Obwohl die Sozialdemokraten im Vergleich zur vergangenen Wahl leichte Einbußen hinnehmen mussten, liegt die Partei weiterhin deutlich vor allen Mitbewerbern.

Das Ergebnis verschafft Bürgermeister Michael Ludwig eine starke Ausgangsposition für die bevorstehenden Koalitionsverhandlungen.

FPÖ mit deutlichen Zugewinnen

Die FPÖ erreichte laut Hochrechnung 20,4 Prozent und konnte damit ihr Ergebnis gegenüber der letzten Gemeinderatswahl deutlich verbessern.

Die Freiheitlichen festigen damit ihre Rolle als zweitstärkste politische Kraft in Wien und profitieren von einer stärkeren Mobilisierung ihrer Wählerschaft.

Grüne behaupten Rang drei

Die Grünen kommen auf 14,5 Prozent der Stimmen und sichern sich damit den dritten Platz. Trotz Verlusten im Vergleich zu früheren Rekordergebnissen bleiben sie ein wichtiger Faktor in der Wiener Landespolitik.

NEOS vor ÖVP

Spannend verlief das Rennen um Platz vier. Die NEOS liegen mit 9,9 Prozent knapp vor der ÖVP, die auf 9,7 Prozent kommt.

Für die Volkspartei bedeutet das Ergebnis einen weiteren Rückschlag in der Bundeshauptstadt. Die NEOS hingegen können ihre Position als etablierte politische Kraft in Wien behaupten.

KPÖ und HC schaffen Einzug nicht

Die KPÖ verfehlte mit 4,0 Prozent den Einzug in den Gemeinderat. Auch die Liste HC rund um den ehemaligen Vizekanzler Heinz-Christian Strache blieb mit 1,1 Prozent deutlich unter der erforderlichen Hürde.

Weitere kleinere Parteien spielten bei der Mandatsverteilung keine entscheidende Rolle.

Wahlbeteiligung bei knapp 63 Prozent

Die Wahlbeteiligung lag bei 62,7 Prozent. Damit beteiligte sich knapp zwei Drittel der Wahlberechtigten an der Abstimmung über die Zusammensetzung des Wiener Gemeinderats und Landtags.

Der Auszählungsgrad lag bereits bei über 99 Prozent, sodass nur noch geringe Veränderungen am Endergebnis erwartet wurden.

Bezirksvertretungen: Simmering bleibt in SPÖ-Hand

Parallel zur Gemeinderatswahl wurden auch die Bezirksvertretungen neu gewählt. Bereits am Wahlabend stand fest, dass die SPÖ ihre Position in Simmering verteidigen konnte.

In mehreren Bezirken zeigten sich unterschiedliche politische Mehrheiten, was die Vielfalt der politischen Landschaft innerhalb Wiens unterstreicht.

Wahlkarten werden endgültig ausgezählt

Erstmals wurden bei einer Wiener Wahl bereits zahlreiche Wahlkartenstimmen direkt am Wahltag berücksichtigt. Die noch ausstehenden Stimmen werden nachträglich ausgezählt.

Dabei handelt es sich vor allem um später eingelangte Wahlkarten sowie Stimmen von EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern, die bei den Bezirksvertretungswahlen teilnahmeberechtigt sind.

Auch die endgültigen Ergebnisse der Vorzugsstimmen werden nach Abschluss der Auszählung veröffentlicht.

Koalitionsfrage rückt in den Mittelpunkt

Nach dem Wahlsieg der SPÖ richtet sich der politische Fokus nun auf die Frage der künftigen Regierungsbildung im Wiener Rathaus. Mehrere Koalitionsvarianten erscheinen rechnerisch möglich.

Welche Konstellation letztlich zustande kommt, dürfte in den kommenden Wochen Gegenstand intensiver Gespräche zwischen den Parteien sein.

Fazit

Die Wien-Wahl 2025 bestätigt die SPÖ als mit Abstand stärkste politische Kraft der Bundeshauptstadt. Während die FPÖ deutliche Zugewinne verzeichnet, müssen insbesondere die ÖVP und kleinere Parteien Rückschläge hinnehmen. Mit dem vorläufigen Wahlergebnis beginnt nun die nächste politische Phase: die Suche nach einer stabilen Mehrheit für die kommenden Jahre in Wien.

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ctpress (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Sonntag, 27.04.2025

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