Ein Mann aus Atlanta wollte offenbar einfach nur schnell ein Auto ausräumen. Statt Bargeld oder Sonnenbrille erwischte er dabei allerdings unveröffentlichte Beyoncé-Musik – und damit vermutlich den kulturell wertvollsten Kofferraumfund seit Erfindung des Popstars.
Der 41-Jährige wurde nun zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Sein Verbrechen: Autoscheibe eingeschlagen, Gepäck geklaut, versehentlich halbe Musikindustrie nervös gemacht.
Von der Parkplatzkriminalität zur Staatsaffäre
Der Einbruch geschah kurz vor Beyoncés „Cowboy Carter“-Konzerten in Atlanta. Betroffen war ein Mietwagen aus dem Umfeld ihrer Tänzer und Choreografen.
Im Wagen lagen unter anderem Laptops, Luxuskleidung und mehrere Festplatten mit unveröffentlichtem Beyoncé-Material. Also vermutlich genug musikalischer Sprengstoff, um das Internet für drei Jahre lahmzulegen.
Die Festplatten sind bis heute verschwunden. Irgendwo könnte also gerade jemand ahnungslos auf einem USB-Laufwerk sitzen, das wertvoller ist als manche Eigentumswohnung.
CSI: BeyHive
Besonders schlecht lief für den Täter, dass moderne Technik inzwischen wirklich alles verrät. Die gestohlenen Geräte konnten geortet werden, Überwachungskameras zeichneten das Auto auf, und am Ende sah man den Mann sogar mit den Koffern hantieren.
Anders gesagt:
Der perfekte Raub scheiterte an denselben Geräten, die vermutlich auch ständig fragen, ob man AirPods verbinden möchte.
Die gefährlichste Fanfiction der Welt
Das eigentlich Erstaunliche ist allerdings, dass bislang keine einzige der gestohlenen Aufnahmen öffentlich aufgetaucht ist. Das spricht entweder für außergewöhnliche Loyalität oder dafür, dass der Täter nach dem ersten Anhören beschlossen hat, sich lieber direkt der Polizei zu stellen.
Vor Gericht erklärte sein Anwalt, der Mann hoffe künftig auf ehrliche Arbeit und wolle „Teil der Gesellschaft sein wie wir alle“.
Eine vernünftige Entscheidung.
Denn es gibt wahrscheinlich entspanntere Wege durchs Leben, als gleichzeitig von der Polizei und der gesamten BeyHive gesucht zu werden.

