Zwei Drittel der US-Bürger werfen Präsident Donald Trump laut einer neuen Reuters/Ipsos-Umfrage vor, die Ziele des Iran-Krieges nicht verständlich erklärt zu haben. Gleichzeitig wächst der Frust über die massiv gestiegenen Benzinpreise.
Demnach sagen 66 Prozent der Befragten, Trump habe nicht klar gemacht, warum die USA militärisch gegen den Iran vorgehen. 63 Prozent spüren laut Umfrage inzwischen die finanziellen Folgen der höheren Energiepreise im Alltag.
Benzinpreise werden zum politischen Problem
Der landesweite Durchschnittspreis für einen Gallone Benzin liegt inzwischen bei 4,52 Dollar. In Kalifornien zahlen Autofahrer teilweise bereits mehr als 6 Dollar pro Gallone.
Besonders brisant für das Weiße Haus: 65 Prozent der Befragten machen die Republikaner für die steigenden Preise verantwortlich. Nur 27 Prozent sehen die Schuld bei den Demokraten.
Trump versucht deshalb inzwischen gegenzusteuern. Der Präsident kündigte an, die bundesweite Benzinsteuer vorübergehend aussetzen zu wollen. Diese beträgt derzeit 18,4 Cent pro Gallone.
Zustimmung für Trump leicht gestiegen
Trotz der Kritik am Krieg verbesserte sich Trumps allgemeine Zustimmungsrate in der Umfrage leicht auf 36 Prozent. Ende April hatte Reuters/Ipsos mit 34 Prozent noch den bislang schlechtesten Wert seiner zweiten Amtszeit gemessen.
Zum Amtsbeginn im Januar 2025 hatte Trump in derselben Umfrage noch bei 47 Prozent gelegen.
Krieg belastet Alltag vieler Amerikaner
Die steigenden Energiepreise entwickeln sich damit zunehmend zu einem politischen Risiko für Trump und die Republikaner vor den Kongresswahlen 2026.
Seit Beginn des Krieges gegen den Iran Ende Februar sind die Kraftstoffpreise in den USA deutlich gestiegen. Hintergrund sind vor allem die Spannungen rund um die Straße von Hormus, über die normalerweise ein großer Teil der weltweiten Öltransporte läuft.
Für viele Amerikaner wird der Konflikt damit inzwischen weniger über geopolitische Ziele definiert – sondern über die Zahl auf der Zapfsäule.

