Texas im Wahlkampf-Wahnsinn: Millionen fliegen, Milliardäre zahlen und plötzlich wird Barbecue zur politischen Glaubensfrage!

Texas im Wahlkampf-Wahnsinn: Millionen fliegen, Milliardäre zahlen und plötzlich wird Barbecue zur politischen Glaubensfrage!

Veröffentlicht

Samstag, 17.10.2026
von Red. TB

Willkommen in Texas, wo normalerweise alles ein bisschen größer ist: die Autos, die Steaks, die Cowboyhüte und offenbar auch die Wahlkampfrechnungen. Denn im republikanischen Stammland geht es vor den US-Zwischenwahlen am 3. November ordentlich zur Sache. Die Demokraten wittern ihre Chance, die Republikaner investieren Millionen – und Elon Musk spielt mal wieder in einer finanziellen Liga, in der normale Menschen nicht einmal die Nullen zählen möchten.

64 Millionen Dollar – und das nur in drei Monaten!

Der Demokrat James Talarico hat nach Medienberichten im dritten Quartal unglaubliche 64 Millionen Dollar Wahlkampfspenden eingesammelt. Insgesamt sollen es seit Kampagnenbeginn mehr als 134 Millionen Dollar sein.

Davon könnte man in Texas vermutlich sämtliche Wahlkampfveranstaltungen mit Gratis-Barbecue versorgen und hätte noch genügend Geld für die Servietten übrig.

Doch die republikanische Gegenseite lässt sich finanziell nicht lumpen. Rund 122 Millionen Dollar sollen Unterstützer von Ken Paxton allein im September in Werbung gesteckt haben. Weitere 66 Millionen Dollar an Werbezeit waren demnach bereits reserviert.

In Texas gilt offenbar: Wer nicht mindestens einen zweistelligen Millionenbetrag für Wahlwerbung übrig hat, muss seine politische Botschaft persönlich am Gartenzaun erklären.

Elon Musk und das politische Großformat

Auch Elon Musk spielt bei diesem finanziellen Kräftemessen mit. Laut den vorliegenden Berichten flossen 158 Millionen Dollar von ihm an den republikanischen Senate Leadership Fund und weitere zehn Millionen an eine Paxton unterstützende Organisation.

Man könnte meinen, in Texas werde nicht nur ein Senator gesucht, sondern gleich ein mittelständischer Konzern übernommen.

Natürlich sind die finanziellen Zuwendungen legalen Wahlkampfstrukturen zuzuordnen und nicht mit einem direkten Kauf von Wählerstimmen gleichzusetzen. Trotzdem stellt sich die interessante Frage, wie viel politische Aufmerksamkeit man mit solchen Summen erwerben kann.

David gegen Goliath – mit einer ziemlich teuren Steinschleuder

Talarico bezeichnet seinen Wahlkampf als Kampf von David gegen Goliath. Ein schönes biblisches Bild.

Allerdings verfügte David damals vermutlich nicht über 134 Millionen Dollar Wahlkampfgeld, professionelle Medienberater und einen Terminkalender voller Fernsehauftritte.

Trotzdem: Die finanziellen Dimensionen seines republikanischen Gegners sind ebenfalls beeindruckend. Hier kämpfen nicht gerade zwei arme Kirchenmäuse gegeneinander.

Vegetarier? In Texas ein politischer Notfall!

Besonders unterhaltsam wird der Wahlkampf beim Essen.

Weil Republikaner Talarico Veganismus vorwarfen, zeigt sich der Demokrat inzwischen demonstrativ beim Barbecue.

Das ist Texas! Hier entscheidet offenbar nicht nur das Parteiprogramm, sondern möglicherweise auch die Frage, ob ein Kandidat sein Steak ordentlich vom Grill bekommt.

Fehlt nur noch eine Fernsehdebatte, bei der statt über Steuern und Migration über Garstufen gestritten wird.

Und wer gewinnt die Millionenschlacht?

Die Umfragen zeigen ein enges Rennen zwischen Talarico und Paxton. Eine Erhebung der University of Texas sah den Demokraten mit 50 zu 47 Prozent knapp vorn – innerhalb der statistischen Unsicherheit.

Am 3. November entscheiden die Wähler, nicht die Wahlkampfkassen.

Unser satirisches Fazit: In Texas kann man mit Millionen Dollar Werbezeit kaufen, mit Milliardenvermögen politische Organisationen unterstützen und mit Barbecue seine Bodenständigkeit demonstrieren.

Nur eines lässt sich trotz aller finanziellen Anstrengungen nicht direkt an der Wahlkampfkasse erwerben: die Stimme eines Wählers.

Und vielleicht liegt genau darin die schönste Pointe dieses amerikanischen Milliardenspektakels: Ein Kreuz auf dem Wahlzettel kostet den Bürger keinen Cent – während die Kandidaten für die Gelegenheit, darum zu werben, ein Vermögen ausgeben.

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Bildnachweis:

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von Autor: Red. TB
am: Samstag, 17.10.2026

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