Neue Vorwürfe um Diana: Earl Spencer beharrt auf brisanter Aussage über König Charles

Neue Vorwürfe um Diana: Earl Spencer beharrt auf brisanter Aussage über König Charles

Veröffentlicht

Samstag, 19.09.2026
von Red. TB

Fast drei Jahrzehnte nach dem Tod von Prinzessin Diana ist ein neuer Streit zwischen ihrem Bruder Earl Spencer und dem britischen Königshaus entbrannt. Im Zentrum steht ein angebliches Telefongespräch mit dem heutigen König Charles III. wenige Tage nach Dianas Tod im Jahr 1997. Spencer behauptet, der damalige Prinz Charles habe während eines Streits über die Beerdigung gesagt, man werde Diana „bald genug vergessen“. Der Buckingham-Palast stellt Spencers Erinnerung an das Gespräch infrage.

In einem Interview mit der BBC bekräftigte Earl Spencer seine Darstellung. Er sei sich sicher, dass Charles genau diese Worte verwendet habe. Nach Spencers Angaben ging es bei dem Telefonat vor allem um die Frage, ob die damals 15 und zwölf Jahre alten Prinzen William und Harry hinter dem Sarg ihrer Mutter gehen sollten.

Spencer habe sich dagegen ausgesprochen, weil er überzeugt gewesen sei, dass Diana dies für ihre Söhne nicht gewollt hätte. Nach seiner Darstellung reagierte Charles äußerst aufgebracht und warf der Familie Spencer mangelndes Pflichtbewusstsein vor. Anschließend soll der umstrittene Satz gefallen sein. Spencer erklärte, er sei davon so schockiert gewesen, dass er Charles widersprochen und das Gespräch beendet habe.

Der Buckingham-Palast reagierte ungewöhnlich deutlich auf die Behauptungen. In einer Stellungnahme hieß es, der König sei sich bewusst, dass der Schmerz über den Verlust eines Geschwisters die Wahrnehmung und Erinnerung auch viele Jahre später beeinflussen könne. Damit bestritt der Palast Spencers Darstellung nicht mit einem direkten Zitat des Königs, stellte aber deren Verlässlichkeit infrage.

Spencer wiederum wies diese Erklärung zurück. Er erklärte gegenüber der BBC, er habe in seinem Leben nur zweimal mit Charles telefoniert und sei während des fraglichen Gesprächs besonders aufmerksam gewesen. Zudem habe er bereits damals Familienmitgliedern und Freunden davon erzählt, weil er die Äußerung als außergewöhnlich empfunden habe. Belege für den genauen Wortlaut des privaten Telefonats werden in dem BBC-Bericht nicht genannt.

Die Auseinandersetzung steht im Zusammenhang mit Earl Spencers neuem Buch „Swan Song: Diana, My Sister“. Darin schildert er weitere Erinnerungen an die Tage nach dem Tod seiner Schwester und äußert sich kritisch über die königliche Familie.

Unter anderem behauptet Spencer, Charles habe bei einem anderen Telefonat nach Dianas tödlichem Autounfall in Paris am 31. August 1997 ungewöhnlich euphorisch geklungen. Spencer beschreibt in seinem Buch seine damalige subjektive Wahrnehmung, Charles habe sich im Gegensatz zu anderen Anrufern nicht schockiert angehört. Auch diese Darstellung stammt von Spencer und ist keine unabhängig belegte Feststellung.

Dianas Tod hatte 1997 in Großbritannien eine außergewöhnliche öffentliche Trauer ausgelöst. Zugleich geriet das Königshaus damals in die Kritik, weil Teile der Öffentlichkeit seine Reaktion als distanziert empfanden. Earl Spencer selbst hielt bei der Beerdigung seiner Schwester eine viel beachtete Rede.

William und Harry gingen schließlich gemeinsam mit ihrem Vater Charles, Earl Spencer und weiteren Familienmitgliedern hinter Dianas Sarg. Prinz Harry äußerte sich später mehrfach über diese Erfahrung. Er sagte, kein Kind sollte seiner Ansicht nach zu einem solchen Gang aufgefordert werden. 2017 erklärte er allerdings auch, rückblickend sei er froh, an diesem Tag Teil der Prozession gewesen zu sein.

Ob Charles den von Spencer geschilderten Satz tatsächlich gesagt hat, lässt sich anhand der vorliegenden Informationen nicht unabhängig feststellen. Es steht die Erinnerung Earl Spencers der zurückweisenden Reaktion des Buckingham-Palasts gegenüber.

Mit der bevorstehenden Veröffentlichung des Buches dürfte die Debatte über Diana, ihre Beziehung zum Königshaus und die dramatischen Tage nach ihrem Tod erneut Aufmerksamkeit erhalten. Das vollständige BBC-Interview mit Earl Spencer soll am Sonntag ausgestrahlt werden.

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JeanetteAtherton (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
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