Ausgerechnet in der Berichterstattung über den Tod von Country-Legende Dolly Parton ist CNN ein peinlicher Bilderfehler unterlaufen. Statt der Sängerin zeigte der Sender ein Foto ihrer langjährigen Las-Vegas-Doppelgängerin Kelly Vohnn. CNN entschuldigte sich inzwischen bei Partons Familie.
Es war ein Moment, in dem eigentlich nichts schiefgehen sollte.
CNN berichtete am Abend des 25. August über den Tod von Dolly Parton. Doch während der Sendung „Laura Coates Live“ erschien auf dem Bildschirm nicht die mit 80 Jahren verstorbene Country-Ikone – sondern Kelly Vohnn, eine professionelle Dolly-Parton-Imitatorin aus Las Vegas.
Optisch war die Verwechslung zumindest nachvollziehbar.
Journalistisch eher weniger.
Foto stammte von einem Film-Event in Las Vegas
Das verwendete Bild war im Dezember 2025 bei einer Sondervorführung des Films „Song Sung Blue“ im Palms Casino Resort in Las Vegas aufgenommen worden.
Darauf zu sehen: Kelly Vohnn in voller Dolly-Parton-Optik.
CNN erkannte den Fehler später an und erklärte, man bedauere die Verwechslung und entschuldige sich bei der Familie Parton.
Damit dürfte klar sein:
Die Bildredaktion hatte offenbar sehr genau nach „Dolly Parton“ gesucht.
Nur nicht genau genug hingesehen.
Doppelgängerin bekam plötzlich Nachrichten von Freunden
Kelly Vohnn selbst erfuhr von der Panne auf ziemlich moderne Weise.
Freunde schrieben ihr, sie sei gerade bei CNN zu sehen.
Vohnn erklärte später, sie habe es zunächst kaum glauben können. Der Moment sei für sie besonders merkwürdig gewesen, weil sie selbst um Dolly Parton trauerte.
Seit rund 30 Jahren tritt Vohnn in Las Vegas auf und verkörpert dabei immer wieder die Country-Sängerin.
Parton sei für sie nicht einfach nur eine prominente Vorlage gewesen, sondern ein großes persönliches Vorbild.
„Inspiration, Mentorin und Queen“
Nach Partons Tod würdigte Vohnn die Sängerin öffentlich.
Sie beschrieb sie unter anderem als Inspiration, Musikerin, Entertainerin, Autorin, Unternehmerin, Mode-Ikone und „Queen“.
Parton habe gezeigt, dass eine Frau in der Unterhaltungsbranche gleichzeitig kreativ, geschäftlich erfolgreich und über Jahrzehnte relevant bleiben könne.
Für Vohnn war die Sängerin deshalb auch ein Vorbild dafür, wie man älter werden kann, ohne die eigene Persönlichkeit oder Bühnenpräsenz zu verlieren.
Dass ausgerechnet ihr eigenes Bild nun während eines Nachrufs auf Parton verwendet wurde, machte die Situation entsprechend emotional.
Dolly Parton starb mit 80 Jahren
Dolly Parton war am 25. August im Alter von 80 Jahren gestorben.
Ihre Vertreter bestätigten, dass die Sängerin nach einer kurzen Krebserkrankung gestorben sei. Welche Form von Krebs diagnostiziert worden war, wurde nicht öffentlich gemacht.
Parton hatte bereits seit 2025 über gesundheitliche Probleme gesprochen.
Die Nachricht ihres Todes löste weltweit Reaktionen aus. Musiker, Schauspieler und andere Prominente würdigten eine Künstlerin, die über Jahrzehnte weit über die Country-Musik hinaus zu einer amerikanischen Kulturikone geworden war.
Wenn die Doppelgängerin zu überzeugend ist
Der CNN-Fehler ist dabei fast schon ein kurioser Beweis für Kelly Vohnns Arbeit.
Eine Dolly-Parton-Doppelgängerin verfolgt schließlich ein ziemlich klares berufliches Ziel:
möglichst überzeugend wie Dolly Parton auszusehen.
Vohnn hat dieses Ziel offenbar erreicht.
Vielleicht sogar ein wenig zu überzeugend.
Denn normalerweise ist der größte Erfolg einer Tribute-Künstlerin, dass Besucher im Publikum zweimal hinschauen.
Wenn selbst CNN zweimal hinschauen müsste, es aber nicht tut, wird daraus eine internationale Nachricht.
Für den Sender bleibt deshalb eine recht einfache Lehre:
Bei prominenten Doppelgängern reicht die Bildunterschrift manchmal doch nicht.


0 Kommentare