Trump verspottet demokratischen Senator Ossoff bei Auftritt in Georgia

Trump verspottet demokratischen Senator Ossoff bei Auftritt in Georgia

Veröffentlicht

Donnerstag, 23.07.2026
von Red. TB

US-Präsident Donald Trump hat den demokratischen Senator Jon Ossoff bei einem Auftritt im Bundesstaat Georgia scharf angegriffen. In seiner Rede am 22. Juli an der Wheeler High School in Marietta bezeichnete Trump den Senator als „demokratischen Kommunisten“ und warb zugleich für dessen republikanischen Herausforderer Mike Collins.

Dabei unterlief Trump zunächst ein Versprecher. Er wollte Ossoff offenbar mit der Kultfigur „Pee-wee Herman“ vergleichen, sprach jedoch von „Pinky Herman“. Später korrigierte er sich und sagte über Collins, dieser werde „Pee-wee Herman“ schlagen. Die Figur wurde in den 1980er-Jahren durch den Schauspieler Paul Reubens bekannt.

Der Auftritt fand in einem politisch wichtigen Bundesstaat statt. Georgia gilt bei den Zwischenwahlen im November als eine der entscheidenden Arenen im Kampf um die Kontrolle des US-Senats. Die Republikaner verfügen derzeit über eine Mehrheit von 53 zu 47 Sitzen. Für die Demokraten ist Ossoffs Sitz daher von zentraler Bedeutung, wenn sie eine realistische Chance auf eine Senatsmehrheit behalten wollen.

Ossoff hatte seinen Sitz 2020 gewonnen. Damals siegten in Georgia auch der Demokrat Raphael Warnock bei der Senatswahl sowie Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl. Damit verschob sich das politische Gewicht in einem Bundesstaat, der seit den 1990er-Jahren lange als republikanische Hochburg galt. Aktuelle Umfragen sehen Ossoff weiterhin leicht vorn.

Trump nutzte seine Rede, um Ossoff als politisch bedeutungslos darzustellen. Er sei in Washington „nicht respektiert“ und „nicht einmal ein Faktor“, sagte der Präsident. Collins, ein enger Verbündeter Trumps und seit 2023 Kongressabgeordneter, konnte an der Veranstaltung nicht teilnehmen und verwies auf Verpflichtungen in Washington.

Offiziell war Trumps Besuch als Termin des Weißen Hauses angekündigt worden. Thema waren neue Sparkonten für Neugeborene. Tatsächlich hatte der Auftritt jedoch deutliche Züge einer Wahlkampfveranstaltung. Trump sprach vor Anhängern, griff politische Gegner an und wiederholte seine Warnungen vor angeblicher Wahlmanipulation.

Bereits am 16. Juli hatte Trump in einer Rede erneut Zweifel an der Sicherheit amerikanischer Wahlen geschürt und ohne neue Belege behauptet, China habe versucht, die Wahl 2020 zu beeinflussen. In Georgia sagte er nun: „Macht es zu groß, um es zu manipulieren, und beobachtet diese Maschinen.“

Der Bundesstaat steht seit Jahren im Zentrum von Trumps unbelegten Behauptungen über Wahlbetrug. Nach seiner Niederlage 2020 hatte Trump Georgias Innenminister Brad Raffensperger aufgefordert, genügend Stimmen zu „finden“, um das Ergebnis zu seinen Gunsten zu drehen.

Die Ossoff-Kampagne reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage nach Stellungnahme.

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GDJ (CC0), Pixabay

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am: Donnerstag, 23.07.2026

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