Neuer ICE-Chef: Trump setzt weiter auf das Motto „Erst abschieben, dann fragen“

Neuer ICE-Chef: Trump setzt weiter auf das Motto „Erst abschieben, dann fragen“

Veröffentlicht

Sonntag, 28.06.2026
von Red. TB

Donald Trump hat einen neuen Kandidaten für die Leitung der US-Einwanderungsbehörde ICE gefunden. Offenbar lautete die Stellenausschreibung:

„Gesucht wird jemand, der den Begriff ‚Grenzkontrolle‘ nicht als Vorschlag, sondern als Hobby versteht.“

Der Kandidat bringt alles mit, was im Trump-Kosmos derzeit gefragt ist: Ex-Marine, ehemaliger Polizist, jahrelange Einsatzerfahrung – und vermutlich mehr Dienstjahre in Uniform als manche Senatoren im Kongress verbracht haben.

Trump selbst zeigte sich begeistert. Sein Wunschkandidat liebe ICE genauso sehr wie er selbst. Romantiker sprechen von einer Liebesgeschichte. Politologen nennen es Personalpolitik.

Sollte der Senat zustimmen, übernimmt der Neue eine Behörde mit 22.000 Mitarbeitern, Milliardenbudget und einem Image, das ungefähr zwischen Steuerprüfung am Heiligabend und Zahnarzt ohne Betäubung rangiert.

Die Behörde steht seit Monaten wegen ihrer harten Abschiebungspolitik im Dauerfeuer der Kritik. Für Trump scheint das allerdings eher ein Qualitätssiegel zu sein. Nach dem Motto:

„Wenn sich alle aufregen, machen wir vermutlich alles richtig.“

Besonders charmant ist die Art der Personalfindung. Viele ICE-Mitarbeiter erfuhren von ihrem möglichen neuen Chef offenbar gleichzeitig mit den Fernsehzuschauern. Überraschung gehört schließlich zur Unternehmenskultur.

Auch die Beschreibung des Kandidaten liest sich beeindruckend: Katastrophenschutz, Grenzsicherung, Spezialeinheiten, Einsätze bei Unruhen. Es fehlt eigentlich nur noch die Zeile:

„Kann auch Grizzlybären mit strengem Blick zur Umkehr bewegen.“

Im Heimatschutzministerium herrscht Zuversicht. Man freue sich auf einen Mann „aus dem operativen Einsatz“. Übersetzt bedeutet das vermutlich: Der Neue weiß zumindest, wie ein Einsatzfahrzeug aussieht – und verwechselt es nicht mit einer Fahrgemeinschaft.

Ob der Senat zustimmt, bleibt abzuwarten. Sollte es so kommen, dürfte eines sicher sein:

Die ICE bekommt keinen Verwaltungschef.

Sie bekommt einen Mann, bei dem vermutlich selbst der Grenzzaun freiwillig strammsteht.

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geralt (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Sonntag, 28.06.2026

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