Meloni & Trump: Aus „Bromance“ wurde politischer Rosenkrieg

Meloni & Trump: Aus „Bromance“ wurde politischer Rosenkrieg

Veröffentlicht

Samstag, 27.06.2026
von Red. TB

Noch vor einem Jahr galten Giorgia Meloni und Donald Trump als das neue Traumpaar der internationalen Politik. Heute erinnert das Verhältnis eher an eine Reality-Show mit dem Titel: „Wer hat wen zuerst entfolgt?“

Die Italienerin war einst Trumps europäische Lieblingspremierministerin. Sie durfte bei der Amtseinführung ganz vorne sitzen, galt als „Trump-Flüsterin“ und sollte Europa und Amerika zusammenbringen. Doch wie so viele große Lieben endete auch diese offenbar mit einer öffentlichen Schlammschlacht.

Der erste Streit begann, als Italien den USA nicht einfach den Haustürschlüssel für den NATO-Stützpunkt auf Sizilien überlassen wollte. Trump dürfte sich gedacht haben: „Freunde fragen doch nicht nach einer Parlamentsabstimmung.“

Richtig frostig wurde es dann, als Trump den Papst kritisierte. Meloni – schließlich Regierungschefin eines Landes, in dem selbst der Espresso katholisch ist – stellte sich hinter den Heiligen Vater.

Trump reagierte beleidigt wie ein Teenager nach einer Trennung.

„Ich dachte, sie wäre mutig. Offenbar habe ich mich geirrt.“

Damit war aus der politischen Partnerschaft endgültig eine Seifenoper geworden.

Der Höhepunkt folgte wenige Tage später.

Trump behauptete öffentlich, Meloni habe ihn beim G7-Gipfel regelrecht um ein gemeinsames Foto angebettelt.

Meloni konterte trocken:

„Weder ich noch Italien betteln.“

Übersetzt aus dem Diplomatischen heißt das ungefähr:

„Donald, erzähl doch bitte nicht so einen Unsinn.“

Ganz Italien sprang seiner Ministerpräsidentin zur Seite. Präsident, Minister, Opposition – selten war sich das Land so einig. Nur Trump legte noch einmal nach und erklärte auf seiner Plattform Truth Social, Meloni wolle jetzt plötzlich wieder seine Freundin sein.

Man kennt das: Erst blockieren, dann schreiben: „Hi… wie geht’s?“

Als wäre das alles noch nicht genug, entbrannte anschließend auch noch Streit darüber, ob amerikanische Militärflugzeuge von Italien aus Einsätze gegen den Iran geflogen hätten. Die NATO sagte Ja. Italien sagte Nein. Wahrscheinlich wusste am Ende nur der Pilot, wo er wirklich gestartet war.

Jetzt wartet alles gespannt auf den nächsten NATO-Gipfel.

Dort treffen Meloni und Trump erstmals wieder persönlich aufeinander.

Politische Beobachter rechnen mit einem historischen Händedruck.

Oder mit einem peinlichen Moment, in dem beide gleichzeitig so tun, als hätten sie den anderen gar nicht gesehen.

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RGY23 (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Samstag, 27.06.2026

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