Zwei Spiele, zwei Siege – und ganz Amerika fragt: Was ist denn hier los?
Normalerweise interessiert sich ein großer Teil der USA für Football, Baseball, Basketball oder notfalls sogar Wettessen.
Fußball? Eher etwas, das man alle vier Jahre kurz entdeckt, bevor die Aufmerksamkeit wieder Richtung Super Bowl wandert.
Doch bei dieser Heim-WM läuft gerade etwas anders.
Nach dem überzeugenden 2:0 gegen Australien hat sich die amerikanische Nationalmannschaft bereits vorzeitig für die K.o.-Runde qualifiziert – und sorgt damit für eine kleine Fußball-Euphorie zwischen Kalifornien und New York.
Die US-Boys machen ernst
Nach dem 4:1-Auftaktsieg gegen Paraguay legte das Team nun gegen Australien nach.
Alex Freeman traf zur Führung, ein Eigentor der Australier sorgte für die Entscheidung.
Sechs Punkte aus zwei Spielen.
So erfolgreich startete die USA zuletzt bei einer Weltmeisterschaft im Jahr 1930.
Damals gab es noch Schwarz-Weiß-Fotos, keine sozialen Medien und vermutlich weniger Expertenmeinungen als heute nach einer einzigen Ecke.
Australien kämpft – Amerika trifft
Die Australier versuchten zwar, dagegenzuhalten.
Doch die US-Mannschaft wirkte über weite Strecken schneller, dynamischer und schlicht entschlossener.
Während Australien nach Lösungen suchte, hatte die amerikanische Offensive längst die Antworten parat.
Der Sieg geriet letztlich nie ernsthaft in Gefahr.
Christian Pulisic und Co. wollen mehr
Besonders bemerkenswert:
Die Amerikaner wirken diesmal nicht wie eine Mannschaft, die einfach nur teilnehmen möchte.
Sie spielen mutig.
Sie spielen selbstbewusst.
Und sie spielen mit dem Wissen, dass hinter ihnen ein ganzes Land steht.
Mit Spielern wie Christian Pulisic, Weston McKennie und Folarin Balogun besitzt die Mannschaft inzwischen deutlich mehr internationale Erfahrung als frühere US-Generationen.
Die Fans entdecken plötzlich Fußball
Besonders schön ist derzeit die Entwicklung auf den Tribünen.
Menschen, die vor wenigen Wochen noch Abseits für eine neue Fitness-App hielten, diskutieren plötzlich über Gruppentabellen, Taktik und mögliche Gegner in der K.o.-Phase.
Amerika entdeckt gerade seine Fußballleidenschaft.
Und zwar mit der typischen amerikanischen Zurückhaltung.
Also gar nicht.
Jetzt wartet die Türkei
Noch ist die Gruppenphase nicht beendet.
Im letzten Spiel geht es gegen die Türkei.
Doch unabhängig vom Ausgang dieser Partie steht bereits fest:
Die USA gehören zu den positiven Überraschungen dieser Weltmeisterschaft.
Der Gastgeber will mehr
Natürlich wird in Amerika niemand öffentlich vom Titel sprechen.
Zumindest noch nicht.
Aber insgeheim wächst die Hoffnung.
Denn Heimturniere entwickeln manchmal eine ganz eigene Dynamik.
Die Stadien sind voll.
Die Zuschauer begeistert.
Die Mannschaft erfolgreich.
Und plötzlich beginnt eine Nation zu glauben.
Fazit
Die USA haben sich vorzeitig für die K.o.-Runde qualifiziert und senden ein deutliches Signal an die Konkurrenz.
Der Gastgeber ist nicht nur Veranstalter dieser Weltmeisterschaft.
Er will auch sportlich eine Hauptrolle spielen.
Ob daraus am Ende tatsächlich ein Sommermärchen auf amerikanische Art wird, bleibt abzuwarten.
Doch eines steht bereits fest:
Für die US-Boys hat die WM gerade erst richtig begonnen.


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