Beim Absturz eines mit Fallschirmspringern besetzten Kleinflugzeugs im US-Bundesstaat Missouri sind alle zwölf Insassen ums Leben gekommen. Nach Angaben der örtlichen Behörden ereignete sich das Unglück am Sonntagvormittag kurz nach dem Start vom Butler Memorial Airport, rund 100 Kilometer südlich von Kansas City.
An Bord der Maschine vom Typ Pacific Aerospace P750 befanden sich elf Fallschirmspringer sowie der Pilot. Laut Dennis Jacobs, Leiter des Katastrophenschutzes im Bezirk Bates County und zugleich Flughafenmanager, handelt es sich um das schwerste Flugunglück in der rund 50-jährigen Geschichte des Flughafens.
Flugzeug verlor kurz nach dem Start an Höhe
Die Maschine war für einen Fallschirmsprungflug des Unternehmens Skydive Kansas City gestartet. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte das Flugzeug jedoch Schwierigkeiten, an Höhe zu gewinnen. Augenzeugen berichteten, dass die Maschine kaum mehr als 30 Meter über den Boden gestiegen sei, bevor sie eine abrupte Kurve einleitete und nahe einer Landstraße abstürzte.
„Sie schafften es nicht einmal auf mehr als 100 Fuß Höhe“, sagte Jacobs. Das Wetter sei zum Zeitpunkt des Unglücks ideal gewesen. Vieles deute derzeit auf ein technisches Problem hin, möglicherweise einen Motorschaden. Gewissheit werde jedoch erst die Untersuchung der US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB bringen.
Tragödie vor den Augen von Angehörigen
Besonders erschütternd: Mehrere Angehörige der Opfer beobachteten den Absturz direkt vom Boden aus. Unter ihnen befand sich laut Jacobs eine Frau, deren Bruder und Schwägerin an Bord sein sollten. Die Schwägerin hatte ihren Platz jedoch kurzfristig an einen Tandem-Fallschirmspringer abgegeben und entging dadurch dem Unglück.
Von den elf Fallschirmspringern galten neun als erfahrene Springer, zwei wollten einen Tandemsprung absolvieren.
Ermittlungen laufen
Rettungskräfte, die Polizei von Butler, die Missouri State Highway Patrol, die Luftfahrtbehörde FAA sowie Ermittler der NTSB sicherten das Absturzgebiet. Überlebende wurden nicht gefunden.
Die genaue Ursache des Unglücks ist bislang unklar. Die Ermittlungen werden nach Angaben der Behörden mehrere Tage in Anspruch nehmen.


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