Welt im Endspielmodus: Schiffe sinken, Flugzeuge fallen vom Himmel – und Francis Fukuyama erklärt alles mit Langeweile

Welt im Endspielmodus: Schiffe sinken, Flugzeuge fallen vom Himmel – und Francis Fukuyama erklärt alles mit Langeweile

Veröffentlicht

Montag, 15.06.2026
von Red. TB

Manchmal fragt man sich, ob die Welt von einer KI geschrieben wird, die kurz vor Feierabend einfach wahllos Schlagzeilen zusammenwürfelt.

Am Wochenende etwa: Vor Kroatien sinkt ein Segelboot nach einer Kollision mit einem Ausflugsschiff. In Missouri stürzt ein Flugzeug voller Fallschirmspringer ab. Über Rio de Janeiro kollidieren zwei Hubschrauber. In Griechenland bebt die Erde. Und währenddessen sitzt der berühmte Politologe Francis Fukuyama in Wien und erklärt, das eigentliche Problem der Menschheit sei: Langeweile.

Man muss ihm fast recht geben.

Kroatien: Wenn der Segeltörn plötzlich zur U-Boot-Expedition wird

Vor den beliebten Urlaubsinseln Šolta und Brač kollidierte ein Segelboot mit einem Ausflugsschiff. Das Ergebnis: Das Segelboot verwandelte sich binnen Minuten in ein Unterwasserdenkmal.

Drei Menschen starben, eine Person wird vermisst. Eine Drohne entdeckte das Wrack in über 50 Metern Tiefe. Optimisten sprechen von einem schwierigen Tauchgang, Pessimisten von einer sehr späten Heimreise.

Die Passagiere des Ausflugsschiffes blieben unverletzt und konnten ihre Urlaubsfotos offenbar wie geplant fortsetzen.

USA: Fallschirmspringer sparen sich den Sprung

Im US-Bundesstaat Missouri startete ein Flugzeug mit zwölf Menschen an Bord. Kurz darauf kehrte die Maschine um, stürzte ab und hinterließ bei Ermittlern die klassische Frage aller Ermittlungen: „Warum?“

Die Antwort kennt derzeit niemand.

Fest steht nur: Alle zwölf Insassen kamen ums Leben. Die Fallschirmspringer hatten vermutlich andere Vorstellungen von einem schnellen Abstieg.

Brasilien: Verkehrschaos jetzt auch in der Luft

Während man auf den Straßen von Rio Staus gewohnt ist, wollte offenbar niemand testen, ob das Konzept auch für Hubschrauber funktioniert.

Zwei Maschinen kollidierten über der Stadt. Sechs Menschen starben, darunter laut Behörden der US-Musiker Oliver Tree.

Die Szene wirkt wie eine Mischung aus Actionfilm, Musikvideo und schlechter Verkehrspolitik.

Griechenland: Die Erde meldet sich kurz zu Wort

Ein Erdbeben der Stärke 5,1 erschütterte die Peloponnes.

Die gute Nachricht: Keine Schäden.

Die schlechte Nachricht: Seismologen sagten den gefürchteten Satz aller Seismologen: „Wir wissen noch nicht, ob das schon alles war.“

Das ist ungefähr so beruhigend wie die Durchsage eines Piloten: „Wir hoffen ebenfalls, dass das Flugzeug weiß, was es tut.“

Fukuyama erklärt die Welt

Während anderswo Schiffe sinken und Hubschrauber kollidieren, veröffentlicht Francis Fukuyama sein neues Buch.

Seine Kernthese: Die Menschen seien von Freiheit, Wohlstand und Demokratie gelangweilt.

Man muss sich das vorstellen.

Irgendwo sitzt jemand auf dem Sofa und denkt:

„Kostenloses Internet, volle Supermärkte, keine Diktatur, medizinische Versorgung? Langweilig. Wo ist die nächste politische Katastrophe?“

Fukuyama argumentiert, genau daraus entstehe der Aufstieg populistischer Bewegungen. Die Menschen hätten vergessen, warum Demokratie überhaupt eine gute Idee war.

Anders formuliert: Wer nie eine Diktatur erlebt hat, hält funktionierende Institutionen ungefähr für so spannend wie eine Bedienungsanleitung für die Waschmaschine.

Fazit

Das Wochenende lieferte wieder einmal den Beweis, dass die Realität jede Satire überholt:

  • Segelboote werden zu Wracks.
  • Flugzeuge fallen vom Himmel.
  • Hubschrauber testen die Grenzen des Luftverkehrs.
  • Die Erde rüttelt vorsorglich schon einmal an Griechenland.
  • Und Francis Fukuyama erklärt uns, dass die eigentliche Ursache womöglich darin liegt, dass wir uns zu sehr an die Normalität gewöhnt haben.

Vielleicht ist das tatsächlich die verrückteste Nachricht von allen. Nicht die Katastrophen sind außergewöhnlich.

Sondern dass Menschen freiwillig Chaos wählen, obwohl sie Stabilität haben könnten. Das schafft nicht einmal Hollywood glaubwürdig zu erzählen.

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TheDigitalArtist (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Montag, 15.06.2026

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