Deutschlands Milliardenloch: Jetzt gibt sogar die Bundesregierung Trump die Schuld

Deutschlands Milliardenloch: Jetzt gibt sogar die Bundesregierung Trump die Schuld

Veröffentlicht

Freitag, 08.05.2026
von Red. TB

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland verschlechtert sich weiter – und inzwischen wird in Berlin offen mit dem Finger auf Washington gezeigt. Finanzminister Lars Klingbeil macht Donald Trumps Iran-Krieg direkt für massive Steuerausfälle verantwortlich. Ein bemerkenswerter Vorgang, der zeigt, wie groß die Nervosität inzwischen geworden ist.

Nach aktuellen Berechnungen fehlen Deutschland bis 2030 rund 70 Milliarden Euro an erwarteten Steuereinnahmen. Ursache seien laut Klingbeil vor allem die Folgen des eskalierenden Konflikts im Nahen Osten. Wörtlich sprach der SPD-Politiker von einem „unverantwortlichen Krieg“ der USA gegen Iran.

Man muss sich das einmal vor Augen führen: Deutschlands Regierung erklärt offen, dass die Politik eines amerikanischen Präsidenten die eigene Wirtschaft massiv beschädigt.

Energiepreise explodieren – Industrie gerät weiter unter Druck

Die Auswirkungen treffen Deutschland an einer empfindlichen Stelle. Schon seit Jahren leidet die deutsche Wirtschaft unter hohen Energiepreisen, schwacher Industrieproduktion und rückläufigen Exporten.

Durch den Krieg im Iran und die faktische Schließung der Straße von Hormus steigen Öl- und Gaspreise erneut deutlich an. Genau das trifft die energieintensive deutsche Industrie besonders hart.

Und wieder stellt sich die gleiche Frage wie schon nach dem Ukrainekrieg: Wie lange kann sich Deutschland diese geopolitischen Krisen wirtschaftlich überhaupt noch leisten?

Friedrich Merz legte sich bereits mit Trump an

Bereits Bundeskanzler Friedrich Merz hatte zuletzt ungewöhnlich deutliche Worte gefunden. Trump sei von den iranischen Verhandlern „gedemütigt“ worden, sagte Merz öffentlich. Zudem erklärte der Kanzler, die USA hätten „offensichtlich keine Strategie“.

Die Antwort aus Washington ließ nicht lange auf sich warten. Trump griff Merz persönlich an und erklärte, Deutschland sei wirtschaftlich ohnehin bereits „am Boden“.

Kurz darauf kündigte das Pentagon den Abzug von 5000 US-Soldaten aus Deutschland an. Offiziell natürlich reine Militärplanung. Zufall? Das darf jeder selbst bewerten.

Die Rechnung zahlen am Ende die Bürger

Während sich Politiker gegenseitig Vorwürfe machen, steigen für Bürger und Unternehmen die Kosten weiter. Energie, Transport und Rohstoffe verteuern sich erneut. Gleichzeitig sinken die Wachstumserwartungen.

Besonders brisant: Die Bundesregierung muss nun offenbar eingestehen, dass geopolitische Entscheidungen aus Washington unmittelbare Auswirkungen auf deutsche Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und Wohlstand haben.

Genau davor hatten viele Ökonomen seit Jahren gewarnt.

Europas Abhängigkeit wird immer sichtbarer

Der Fall zeigt einmal mehr, wie abhängig Europa wirtschaftlich und sicherheitspolitisch weiterhin von den USA ist. Gerät Washington außenpolitisch in eine Krise, zahlt Europa mit.

Und genau hier liegt das eigentliche Problem: Deutschland hat sich über Jahre in wirtschaftliche und energiepolitische Abhängigkeiten manövriert, aus denen man nun kaum noch herauskommt.

Die Frage lautet deshalb nicht mehr nur, ob Trumps Iran-Politik Deutschland schadet.

Die Frage lautet vielmehr: Warum ist Deutschland überhaupt in einer Lage, in der Entscheidungen im Weißen Haus die eigene Wirtschaft derart erschüttern können?

Bildnachweis:

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Freitag, 08.05.2026

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