Ein Routineflug mit leicht erweitertem Landeprofil: Eine Maschine von United Airlines hat bei der Landung in Newark kurzerhand einen Laternenmast mitgenommen – offenbar als zusätzliche Bodenberührung.
Der Flug aus Venedig streifte am Sonntagnachmittag beim Anflug die Infrastruktur des New Jersey Turnpike und beschädigte dabei nicht nur den Mast, sondern auch einen vorbeifahrenden Lastwagen. Während 231 Menschen an Bord unverletzt blieben, hatte der Lkw-Fahrer weniger Glück – er kam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Immerhin: Er war nicht Teil des Flugplans.
Das Flugzeug setzte seine Landung anschließend planmäßig fort. Kleinere Schäden wurden festgestellt, der Betrieb am Flughafen lief nach kurzer Inspektion weiter. Man kennt das: einmal kurz durchfegen, dann geht’s wieder.
United Airlines kündigte eine „rigorose Sicherheitsuntersuchung“ an – ein Begriff, der in solchen Fällen zuverlässig zum Einsatz kommt, sobald ein Flugzeug Dinge trifft, die nicht zur Start- und Landebahn gehören. Die Crew wurde vorsorglich aus dem Dienst genommen.
Auch politisch wurde reagiert. Die Gouverneurin von New Jersey zeigte sich erleichtert, dass alle Passagiere wohlauf sind – was im Kontext eines Fluges, der unterwegs Straßenbeleuchtung einsammelt, durchaus als Erfolg gewertet werden kann.
Die zuständige Transportsicherheitsbehörde ermittelt nun und will in 30 Tagen erste Ergebnisse vorlegen. Bis dahin bleibt die Erkenntnis: Selbst ein Landeanflug kann gelegentlich neue Wege gehen – oder zumindest neue Objekte streifen.
