Die Bill & Melinda Gates Foundation geht einem heiklen Kapitel ihrer Vergangenheit nach: Die Organisation hat eine unabhängige Untersuchung zu möglichen Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gestartet.
In einer Mitteilung bestätigte die Stiftung, man habe eine externe Prüfung beauftragt, um frühere Kontakte zu Epstein aufzuarbeiten. Gleichzeitig sollen interne Richtlinien überprüft werden – insbesondere, wie künftig Partner ausgewählt und geprüft werden.
Auslöser sind unter anderem veröffentlichte Dokumente des US-Justizministeriums mit Millionen von Seiten, darunter auch E-Mails, die Kontakte zwischen Bill Gates und Epstein belegen. Die Kommunikation fand nach Epsteins Verurteilung im Jahr 2008 statt.
Gates selbst hatte seine Kontakte bereits früher als „großen Fehler“ bezeichnet und sich intern entschuldigt. Persönliches Fehlverhalten weist er jedoch entschieden zurück.
Die Ergebnisse der Untersuchung sollen im Sommer vorliegen – ob sie veröffentlicht werden, ist bislang offen.
Parallel steht die Stiftung vor einem Umbau: In den kommenden Jahren sollen rund 500 Stellen abgebaut werden. Langfristig plant Gates, sein Vermögen von rund 200 Milliarden Dollar weitgehend zu spenden und die Stiftung bis Ende 2045 aufzulösen.

