Früher gab’s Füller, Tintenkiller und diese eine Sauklaue in jeder Klasse. Heute gibt’s Tablets, Touchscreens – und die große Frage: Gibt es eigentlich noch Kinder, die wissen, wie ein „A“ mit der Hand aussieht?
Denn während in Klassenzimmern fleißig getippt, gewischt und geklickt wird, wirkt Handschrift inzwischen fast wie ein Retro-Hobby. So ein bisschen wie Faxgeräte oder Telefonzellen – man hat davon gehört, aber benutzt?
Los Angeles zieht jetzt die Notbremse und sagt: weniger Bildschirm, mehr echtes Leben. Ein radikaler Gedanke in Zeiten, in denen manche Schüler vermutlich schneller ein Passwort eintippen als ihren eigenen Namen schreiben können.
Die Ironie: Noch nie hatten Kinder so viele „Tools“ zum Lernen – und gleichzeitig so wenig Kontakt zu Stift und Papier. Der Kugelschreiber? Für viele offenbar ein exotisches Gerät ohne WLAN-Anschluss.
Natürlich ist Technik praktisch. Aber wenn ein „Aufsatz“ nur noch aus Copy-Paste besteht und die Handschrift aussieht wie ein medizinisches Rätsel, dann darf man schon mal fragen: Lernen Kinder eigentlich noch schreiben – oder nur noch Buchstaben tippen?
Vielleicht braucht es bald ein neues Schulfach: „Handschrift – Grundlagen“. Mit Prüfungsaufgabe: „Schreiben Sie einen Satz. Ohne Autokorrektur. Viel Erfolg.“

