Die vergangene NFL-Woche hat mehrere vermeintliche Gewissheiten erschüttert. Während Kansas City ungeschlagen bleibt, geraten die Rams und Eagles unter Druck. Cleveland mischt die AFC North auf, Houston arbeitet sich zurück. Stand dieses Rückblicks ist der frühe Montagmorgen deutscher Zeit; die Ergebnisse der noch nicht abgeschlossenen Begegnungen sind nicht enthalten.
Kansas City marschiert, Los Angeles leidet
Die Chiefs gewannen gegen die Chargers mit 22:6. Kenneth Walker III prägte die Partie mit 128 erlaufenen Yards und zwei Touchdowns. Kansas City steht damit bei fünf Siegen ohne Niederlage. Die Chargers hingegen warten nach sechs Begegnungen weiter auf ihren ersten Erfolg.
Die Rams verloren gegen Arizona mit 16:18. Besonders bitter: Den Cardinals reichten sechs Field Goals, ohne selbst einen Touchdown zu erzielen. Der entscheidende Kick gelang mit dem letzten Spielzug. Seattle hatte bereits am Donnerstag gegen Denver mit 14:17 verloren. Der Titelverteidiger steht bei drei Siegen und drei Niederlagen.
Dreikampf in der AFC North
Cleveland bezwang Baltimore mit 13:10 durch ein Field Goal bei auslaufender Uhr. Die Ravens spielten ohne den verletzten Lamar Jackson und verspielten einen Zehn-Punkte-Vorsprung. Pittsburgh wiederum drehte einen 3:16-Rückstand gegen Tampa Bay und gewann mit 26:19 nach Verlängerung.
Browns, Ravens und Steelers stehen damit jeweils bei vier Siegen und zwei Niederlagen. Cleveland hat beide direkten Rivalen bereits geschlagen – ein wertvoller Vorteil für den weiteren Saisonverlauf.
Houston findet zurück
Das 34:31 gegen Jacksonville in London war Houstons zweiter Sieg nach vier Auftaktniederlagen. C.J. Stroud warf für 312 Yards und drei Touchdowns. Der während der Woche verpflichtete Marvin Harrison Jr. fing bei seinem Debüt drei Pässe.
Jacksonvilles Travis Hunter überzeugte mit einem gefangenen Touchdown und einer Interception. Trotzdem entschieden Houstons Schlussangriff und das abschließende Field Goal die Partie. Aus einer möglichen Vorentscheidung im Divisionsrennen wurde neue Spannung.
Comeback, Befreiungsschlag und Verletzungssorgen
Caleb Williams führte Chicago nach seiner Verletzungspause zum 31:23 gegen Atlanta. Tennessee feierte mit dem 26:20 gegen Indianapolis seinen ersten Saisonsieg. New England schlug die Jets mit 26:19, Buffalo gewann in Las Vegas mit 33:30.
New Orleans setzte sich bei den Giants mit 34:27 durch. Dort belebte ein auffälliger später Einsatz von J.J. McCarthy die Quarterback-Diskussion. Philadelphia verlor gegen Carolina mit 14:25 und muss ohne Jalen Hurts auskommen, der wegen eines Blutgerinnsels im Bein fehlt.
Damit wächst bei mehreren ambitionierten Teams der Handlungsdruck. Houston zeigt, dass ein Fehlstart korrigierbar bleibt. Rams und Eagles müssen diese Antwort erst noch liefern.


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