Die Bundesregierung hat sich am Samstag auf die Einführung eines Zukunftsdepots verständigt. Für ab 2027 geborene Kinder ist ein einmaliger staatlicher Startbetrag von 500 Euro vorgesehen. Zusätzlich sollen jährlich bis zu 5.000 Euro pro Kind angelegt werden können. Ab dem 18. Geburtstag soll das angesparte Vermögen steuerfrei entnommen werden können.
Die politische Vereinbarung muss noch gesetzlich umgesetzt werden. Für Familien kommt es deshalb auf die endgültigen Bedingungen an: Welche Anlagen zugelassen werden, welche Kosten entstehen und wie unkompliziert das Depot eröffnet werden kann, entscheidet über seinen praktischen Nutzen.
Das Vorhaben soll langfristiges Sparen und den frühen Aufbau finanzieller Rücklagen fördern. Allerdings profitieren Familien unterschiedlich stark von den zusätzlichen Einzahlungsmöglichkeiten. Wer monatlich kaum Geld zurücklegen kann, wird den vorgesehenen jährlichen Rahmen nicht ausschöpfen können. Der staatliche Startbetrag allein beseitigt diese Unterschiede nicht.
Die Industriellenvereinigung begrüßte die Einigung ebenso wie die Fortschreibung des Universitätsbudgets. Forschung und akademische Ausbildung bleiben wichtige Grundlagen für Innovation, Fachkräfte und die Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen.
Eine weitere wirtschaftspolitische Entscheidung betrifft die Medienbranche. Die Regierung verständigte sich auf zusätzliche Unterstützung für die Zeitungszustellung und die digitale Transformation. Auch regionale Medien sollen bei der Zustellförderung berücksichtigt werden.
Damit stehen zwei unterschiedliche Ziele nebeneinander: Familien sollen beim langfristigen Vermögensaufbau unterstützt und Medienunternehmen beim strukturellen Wandel begleitet werden. Wie wirksam die Maßnahmen ausfallen, hängt nun von ihrer konkreten Umsetzung ab.


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