NFL-Wahnsinn am fünften Spieltag: Quarterback-Stars drehen auf, Vikings und 49ers bleiben ungeschlagen – drei Teams warten weiter auf den ersten Sieg
Die fünfte Woche der NFL-Saison hatte einiges zu bieten: spektakuläre Quarterback-Leistungen, einen überraschenden Erfolg in London, ein kurioses Unentschieden und eine Reihe eindrucksvoller Offensivvorstellungen. Während die Minnesota Vikings und die San Francisco 49ers weiterhin ohne Niederlage sind, stecken die Miami Dolphins, Tennessee Titans und Los Angeles Chargers tief in der Krise. Besonders im Mittelpunkt standen Drake Maye, Aaron Rodgers, Joe Burrow und Jared Goff.
Drake Maye spielt die Raiders schwindelig
Was für eine Vorstellung von Drake Maye!
Der Quarterback der New England Patriots führte seine Mannschaft zu einem überragenden 45:17-Erfolg gegen die Las Vegas Raiders.
Maye warf für 374 Yards und vier Touchdowns. Einen weiteren Touchdown erzielte er selbst per Lauf.
Fünf Touchdowns, an denen er unmittelbar beteiligt war – damit avancierte der 24-Jährige zu einem der herausragenden Spieler des Wochenendes.
Für New England ist dieser Erfolg besonders wichtig.
Nach einem schwierigen Saisonbeginn haben die Patriots inzwischen drei Siege bei zwei Niederlagen auf dem Konto.
Die Mannschaft scheint zunehmend ihren Rhythmus zu finden.
Vor allem Maye hat in den vergangenen Wochen eine bemerkenswerte Entwicklung gezeigt.
Nach anfänglichen Fehlern und Ballverlusten spielt er inzwischen deutlich sicherer und wirkungsvoller.
Sollte er diese Form bestätigen, könnten die Patriots in dieser Saison noch für einige Überraschungen sorgen.
Aaron Rodgers zeigt, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört
Auch Aaron Rodgers lieferte eine starke Leistung ab.
Der inzwischen 42 Jahre alte Quarterback führte die Pittsburgh Steelers zu einem 34:22-Sieg gegen die Indianapolis Colts.
Rodgers warf drei Touchdownpässe und erreichte damit eine weitere bemerkenswerte Marke seiner außergewöhnlichen Karriere.
In der Gesamtwertung aus Hauptrunde und Playoffs kommt er nun auf 582 Touchdownpässe.
Damit überholte er Peyton Manning und liegt in dieser Statistik allein auf dem dritten Platz der NFL-Geschichte.
Besonders sehenswert war ein 80-Yard-Touchdown, bei dem Running Back Jaylen Warren nach einem Pass von Rodgers einen Großteil der Strecke selbst zurücklegte.
Der Steelers-Quarterback zeigt damit, dass Erfahrung und ein gutes Verständnis für das Spiel weiterhin entscheidende Vorteile sein können.
Für Pittsburgh war es nach der Niederlage in der Vorwoche eine wichtige Antwort.
Joe Burrow bringt Cincinnati zurück in die Erfolgsspur
Die Cincinnati Bengals konnten ihre Serie von zwei Niederlagen beenden.
Beim 31:24 gegen die Miami Dolphins war Joe Burrow der entscheidende Mann.
Der Quarterback warf vier Touchdownpässe und verteilte den Ball auf zahlreiche Anspielstationen.
Besonders erfreulich verlief das Spiel für Wide Receiver Ja’Marr Chase.
Nach gesundheitlichen Problemen in der Vorwoche fing er sechs Pässe für 77 Yards und einen Touchdown.
Für die Bengals bedeutet der Erfolg eine Bilanz von drei Siegen und zwei Niederlagen.
Miami hingegen steht nach fünf Spielen weiterhin ohne Sieg da.
Die Dolphins konnten sich offensiv zwar phasenweise verbessern, doch erneut reichte es nicht für einen Erfolg.
Der Druck auf Mannschaft und Trainerteam dürfte damit weiter wachsen.
Green Bay demütigt Chicago
Ein weiteres Ausrufezeichen setzten die Green Bay Packers.
Im traditionsreichen Duell mit den Chicago Bears gewann Green Bay deutlich mit 31:7.
Quarterback Jordan Love spielte dabei herausragend.
Er kam auf 367 Passing-Yards und zwei Touchdownpässe.
Besonders die langen Pässe funktionierten ausgezeichnet.
Love erreichte eine Passerbewertung von 137,5 und zeigte damit seine bislang stärkste Vorstellung der laufenden Saison.
Chicago hingegen leistete sich fünf Ballverluste.
Ein solcher Wert ist gegen einen starken Gegner kaum zu kompensieren.
Die Abwesenheit des verletzten Quarterbacks Caleb Williams war den Bears erneut anzumerken.
Für Green Bay könnte der Erfolg ein wichtiger Wendepunkt sein.
Die Packers stehen nun bei drei Siegen und zwei Niederlagen.
Minnesota Vikings marschieren weiter
Die Minnesota Vikings gehören zu den größten positiven Überraschungen der bisherigen Saison.
Mit einem 23:13-Erfolg gegen die New Orleans Saints feierte die Mannschaft bereits ihren fünften Sieg.
Fünf Spiele, fünf Siege.
Damit bleibt Minnesota ungeschlagen.
Quarterback Kyler Murray, der inzwischen für die Vikings spielt, zeigte erneut eine solide Vorstellung.
Er warf für 229 Yards und einen Touchdown und erlief weitere 51 Yards.
Minnesota überzeugte bislang vor allem mit einer starken Defensive.
Sollte sich nun auch die Offensive weiter verbessern, könnte die Mannschaft zu einem ernsthaften Konkurrenten für die anderen Spitzenteams werden.
Die Saints stehen nach der Niederlage dagegen bei nur einem Sieg aus fünf Spielen.
San Francisco gewinnt beim Titelverteidiger
Auch die San Francisco 49ers bleiben ohne Niederlage.
Das Team setzte sich in einem spannenden Auswärtsspiel mit 32:29 gegen die Seattle Seahawks durch.
Quarterback Brock Purdy erwischte zwar keinen perfekten Tag, warf aber zwei wichtige Touchdownpässe.
Am Ende gelang San Francisco der entscheidende Sieg in einer umkämpften Begegnung.
Damit stehen die 49ers ebenso wie Minnesota bei fünf Erfolgen aus fünf Spielen.
Die Seahawks, die als amtierender Super-Bowl-Champion in die Saison gegangen sind, mussten dagegen einen Rückschlag hinnehmen.
Besonders ärgerlich waren zwei Interceptions von Quarterback Sam Darnold.
Seine zunehmenden Ballverluste könnten zum Problem werden, wenn Seattle weiterhin ganz oben mitspielen möchte.
Detroit zerlegt Arizona
Die Detroit Lions feierten einen überzeugenden 45:21-Erfolg bei den Arizona Cardinals.
Im Mittelpunkt stand Quarterback Jared Goff.
Er warf für 271 Yards und drei Touchdowns.
Einen weiteren Touchdown erzielte er selbst per Lauf.
Damit gehörte Goff zu den auffälligsten Offensivspielern des Wochenendes.
Besonders beeindruckend ist seine bisherige Saisonbilanz.
Nach fünf Spielen hat er mindestens zwölf Touchdownpässe geworfen, ohne eine einzige Interception zu verursachen.
Eine solche Kombination aus Produktivität und Ballsicherheit gelang zuvor nur einem weiteren Quarterback in der Geschichte der NFL.
Auch Running Back Jahmyr Gibbs trug mit zwei Touchdowns zum deutlichen Erfolg bei.
Detroit präsentiert sich damit als Mannschaft, die offensiv jederzeit in der Lage ist, ein Spiel zu dominieren.
Houston feiert endlich den ersten Sieg
Bei den Houston Texans dürfte die Erleichterung besonders groß gewesen sein.
Nach vier Niederlagen zum Saisonauftakt gelang gegen die Tennessee Titans endlich der erste Sieg.
Und der fiel deutlich aus.
Houston gewann mit 26:3.
Besonders die Defensive überzeugte.
Tennessee kam lediglich auf 187 Yards Raumgewinn und musste zwei Ballverluste hinnehmen.
Trainer DeMeco Ryans übernahm dabei erneut eine wichtigere Rolle bei der defensiven Spielgestaltung.
Quarterback C.J. Stroud führte die Offensive zu einem ungefährdeten Erfolg.
Zusätzlich sorgte Houston für Schlagzeilen, weil der Verein die Verpflichtung von Wide Receiver Marvin Harrison Jr. von den Arizona Cardinals bestätigte.
Damit wollen die Texans ihrer Offensive weitere Qualität verleihen.
Ob das Team nach dem schwachen Start tatsächlich eine Aufholjagd beginnen kann, bleibt abzuwarten.
Giants und Commanders schaffen ein kurioses Unentschieden
Ein besonders ungewöhnliches Spiel lieferten sich die New York Giants und die Washington Commanders.
Die Partie endete nach Verlängerung mit 27:27.
Beide Mannschaften hatten mehrfach die Gelegenheit, die Begegnung für sich zu entscheiden.
Doch Fehler in entscheidenden Momenten verhinderten einen Sieger.
Giants-Quarterback Jameis Winston warf für 326 Yards und drei Touchdowns.
Sein Gegenüber Jayden Daniels, der nach einer Verletzungspause zurückkehrte, überzeugte mit 199 Passing-Yards und weiteren 103 Yards durch eigene Läufe.
Allerdings unterliefen Washington im entscheidenden Moment Fehler beim Zeitmanagement.
Auch die Giants ließen Möglichkeiten auf den Sieg liegen.
Rookie-Kicker Dominic Zvada vergab gleich drei Field-Goal-Versuche, darunter einen in der Verlängerung.
Am Ende dürfte sich keine der beiden Mannschaften wirklich als Gewinner gefühlt haben.
New York Jets setzen Cleveland massiv unter Druck
Die New York Jets gewannen mit 17:12 gegen die Cleveland Browns.
Dabei war vor allem die Defensive der Jets entscheidend.
Achtmal wurde Browns-Quarterback Deshaun Watson zu Boden gebracht, bevor er einen Pass werfen konnte.
Diese acht Sacks bedeuteten die Einstellung eines Vereinsrekords.
Besonders Rookie David Bailey zeigte eine eindrucksvolle Leistung.
Er verbuchte drei Sacks und unterstrich damit seine Ambitionen, zu den besten Nachwuchs-Verteidigern der Saison zu gehören.
Für Cleveland war die Niederlage äußerst bitter.
Kurz vor Schluss führten Fehler im eigenen Spiel zum entscheidenden Touchdown der Jets.
Denver gewinnt, Chargers bleiben sieglos
Die Denver Broncos setzten sich mit 23:17 gegen die Los Angeles Chargers durch.
Für Denver war es der erste Saisonsieg.
Trainer Sean Payton hatte zuvor wieder stärker die Verantwortung für die offensiven Spielzüge übernommen.
Zwar überzeugte die Offensive noch nicht vollständig, doch am Ende reichte die Leistung für den dringend benötigten Erfolg.
Für die Chargers hingegen setzt sich die Krise fort.
Nach fünf Begegnungen wartet das Team weiterhin auf den ersten Sieg.
Damit stehen die Chargers gemeinsam mit Miami und Tennessee bei einer Bilanz von 0:5.
Für alle drei Mannschaften wird die weitere Saisonplanung zunehmend schwieriger.
Jacksonville sorgt in London für eine Überraschung
Auch das NFL-Spiel in London hatte einiges zu bieten.
Die Jacksonville Jaguars besiegten die Philadelphia Eagles knapp mit 19:17.
Die Entscheidung fiel erst in der Schlussphase.
Kicker Cam Little verwandelte ein Field Goal aus 57 Yards und sicherte Jacksonville damit einen bemerkenswerten Erfolg.
Für die Jaguars war es bereits der dritte Sieg in Folge.
Philadelphia hingegen musste die dritte Niederlage hintereinander hinnehmen.
Für die Eagles entwickelt sich die Saison damit zunehmend problematisch.
Gerade offensiv fehlt es derzeit an der nötigen Konstanz.
Die wichtigsten Ergebnisse des fünften Spieltags
| Begegnung | Ergebnis |
|---|---|
| Jacksonville Jaguars – Philadelphia Eagles | 19:17 |
| Cincinnati Bengals – Miami Dolphins | 31:24 |
| New England Patriots – Las Vegas Raiders | 45:17 |
| Minnesota Vikings – New Orleans Saints | 23:13 |
| New York Jets – Cleveland Browns | 17:12 |
| Pittsburgh Steelers – Indianapolis Colts | 34:22 |
| Houston Texans – Tennessee Titans | 26:3 |
| New York Giants – Washington Commanders | 27:27 |
| Green Bay Packers – Chicago Bears | 31:7 |
| Denver Broncos – Los Angeles Chargers | 23:17 |
| Detroit Lions – Arizona Cardinals | 45:21 |
| San Francisco 49ers – Seattle Seahawks | 32:29 |
NFL trauert um Trainerlegende Mike Ditka
Neben den sportlichen Ereignissen wurde die NFL auch von einer traurigen Nachricht überschattet.
Mike Ditka, eine der bekanntesten Persönlichkeiten der amerikanischen Footballgeschichte, starb am Freitag.
Ditka war sowohl als Spieler als auch als Trainer erfolgreich.
Besonders eng verbunden bleibt sein Name mit den Chicago Bears, die er 1985 zum Super-Bowl-Sieg führte.
Er gehörte zu den prägenden und zugleich eigenwilligsten Figuren der Liga.
Sein Tod löste in der Footballwelt zahlreiche Reaktionen aus.
Am Montag wartet das nächste Spitzenspiel
Ganz abgeschlossen ist die fünfte NFL-Woche noch nicht.
Am Montagabend treffen die Los Angeles Rams auf die Buffalo Bills.
Dabei kommt es zum Duell zweier prominenter Quarterbacks.
Matthew Stafford führt die Rams an, während Josh Allen für Buffalo auf dem Feld steht.
Beide gehören seit Jahren zu den bekanntesten Spielmachern der Liga.
Nach ihren teilweise wechselhaften Leistungen in den ersten Wochen bietet die Begegnung eine wichtige Gelegenheit, ein sportliches Ausrufezeichen zu setzen.
Fazit: Die Quarterbacks melden sich eindrucksvoll zurück
Die fünfte Woche der NFL-Saison stand eindeutig im Zeichen der Quarterbacks.
Drake Maye erzielte fünf Touchdowns.
Joe Burrow warf vier Touchdownpässe.
Aaron Rodgers demonstrierte seine außergewöhnliche Erfahrung.
Jared Goff führte Detroit zu einem deutlichen Erfolg.
Und Jordan Love zeigte gegen Chicago seine bislang stärkste Saisonleistung.
Gleichzeitig bleiben Minnesota und San Francisco ungeschlagen.
Für Miami, Tennessee und die Los Angeles Chargers sieht die Situation dagegen zunehmend düster aus.
Die NFL-Saison 2026 entwickelt sich damit zu einem spannenden Kampf zwischen aufstrebenden Mannschaften, etablierten Favoriten und Teams, die schon früh um den Anschluss kämpfen müssen.
Die kommenden Wochen werden zeigen, wer seine gute Form bestätigen kann – und bei welchen Vereinen aus einem schlechten Saisonstart eine dauerhafte Krise wird.
Redaktion diebewertung.de | 12. Oktober 2026

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