Freedom Fest mit Kid Rock nach nur sechs verkauften VIP-Tickets abgesagt

Freedom Fest mit Kid Rock nach nur sechs verkauften VIP-Tickets abgesagt

Veröffentlicht

Mittwoch, 23.09.2026
von Red. TB

Das konservative „Patriots Day Freedom Fest“ im US-Bundesstaat Kentucky ist wenige Tage vor dem geplanten Termin abgesagt worden. Bei der Veranstaltung sollte unter anderem der Musiker Kid Rock auftreten.

Organisator Eric Deters gab die Absage am 21. September in einer Übertragung auf Facebook bekannt. Als Grund nannte er die überraschend geringe Zahl verkaufter VIP-Tickets.

Während der reguläre Eintritt zu der Veranstaltung kostenlos sein sollte, wurden VIP-Pakete für jeweils 1.000 Dollar angeboten. Deters hatte nach eigenen Angaben damit gerechnet, etwa 100 dieser Tickets an wohlhabende Bekannte und Geschäftskontakte verkaufen zu können.

Die Einnahmen aus diesen Verkäufen sollten einen wesentlichen Teil der Kosten des Festivals finanzieren.

Tatsächlich wurden nach Angaben des Veranstalters lediglich sechs VIP-Tickets verkauft. Damit kamen statt der erhofften rund 100.000 Dollar nur 6.000 Dollar über diese Ticketkategorie zusammen. Deters erklärte daraufhin, dass die Finanzierung der Veranstaltung unter diesen Bedingungen nicht mehr funktioniere.

Der Anwalt und politische Kommentator reagierte verärgert auf das geringe Interesse seiner vermögenden Kontakte. Er erklärte, er habe zahlreiche dieser Personen in der Vergangenheit unterstützt und sei enttäuscht darüber, dass sie nun nicht bereit gewesen seien, das Festival auf die von ihm erwartete Weise finanziell mitzutragen.

Deters kündigte zugleich an, das Freedom Fest künftig nicht mehr veranstalten zu wollen.

Nach seiner Darstellung sei die Entscheidung endgültig. Eine weitere Ausgabe des Festivals werde es unter seiner Leitung nicht geben.

Deters hatte das Freedom Fest erstmals im Jahr 2022 organisiert. Die Veranstaltung kombinierte politische Reden mit Musik, Unterhaltung, Essen und weiteren Angeboten und richtete sich vor allem an ein konservatives Publikum.

Für die für den 26. September 2026 geplante Ausgabe war ein umfangreiches Programm angekündigt worden.

Zu den vorgesehenen Gästen gehörte Kid Rock, der in den vergangenen Jahren wiederholt bei politischen Veranstaltungen der Republikaner aufgetreten ist.

Ebenfalls angekündigt waren der Fernsehstar Duane „Dog the Bounty Hunter“ Chapman, der republikanische Kongresskandidat Ed Gallrein, der republikanische Abgeordnete James Comer sowie der Fox-News-Kommentator Joe Concha.

Bei früheren Ausgaben des Freedom Fest waren unter anderem Donald Trump Jr., Eric Trump und die politische Kommentatorin Candace Owens aufgetreten.

Deters selbst trat in der Vergangenheit ebenfalls für die Republikanische Partei zu Wahlen an. Im Jahr 2023 bewarb er sich um die republikanische Nominierung für das Amt des Gouverneurs von Kentucky. Ein Jahr später kandidierte er für den vierten Kongresswahlbezirk des Bundesstaates.

Nach Bekanntwerden der Absage entstanden Spekulationen darüber, ob möglicherweise ein insgesamt geringes Publikumsinteresse für die Entscheidung verantwortlich gewesen sein könnte.

Dieser Darstellung widersprach Deters ausdrücklich.

Er veröffentlichte Bilder früherer Veranstaltungen mit größeren Menschenmengen und betonte, der Verkauf der VIP-Tickets lasse keine Rückschlüsse auf die erwartete Zahl der regulären Besucher zu.

Der normale Eintritt zum Freedom Fest sollte kostenlos sein. Nach Darstellung des Veranstalters bestand daher weiterhin großes Interesse an der Veranstaltung.

Deters erklärte außerdem, viele Menschen hätten sich insbesondere auf den angekündigten Auftritt von Kid Rock gefreut.

Das Problem sei nicht eine fehlende Nachfrage nach kostenlosen Eintrittsmöglichkeiten gewesen, sondern die Finanzierung des Festivals über die teuren VIP-Pakete.

Auch einen politischen Bedeutungsverlust der Veranstaltung oder mangelnde Unterstützung für Präsident Donald Trump wollte Deters aus den schwachen VIP-Verkäufen nicht ableiten.

Er erklärte, bei den Personen, von denen er den Kauf der teuren Tickets erwartet habe, handele es sich nach seiner Kenntnis weiterhin um Unterstützer Trumps.

Nach seiner Darstellung seien finanzielle Überlegungen ausschlaggebend dafür gewesen, dass sie die VIP-Pakete nicht kauften.

Deters äußerte sich dabei äußerst kritisch über die wohlhabenden Personen in seinem Umfeld und warf ihnen vor, Geld einen zu hohen Stellenwert einzuräumen.

Gleichzeitig stellte er klar, dass er Kid Rock nicht für das Scheitern der Veranstaltung verantwortlich mache. Er bezeichnete den Musiker positiv und betonte, die Absage habe nichts mit ihm zu tun.

Auch die grundsätzliche Unterstützung konservativer Besucher für das Freedom Fest stellte Deters nicht infrage.

Seine Erklärung konzentrierte sich vielmehr auf das Finanzierungsmodell: Die kostenlose Teilnahme für das breite Publikum sollte durch eine vergleichsweise kleine Gruppe zahlungskräftiger VIP-Gäste mitfinanziert werden.

Nachdem jedoch nur sechs der erhofften rund 100 VIP-Pakete verkauft worden waren, sah Deters nach eigenen Angaben keine Möglichkeit mehr, die Veranstaltung wie geplant durchzuführen.

Das Patriots Day Freedom Fest sollte am 26. September auf Deters’ Grundstück in Morning View im Norden Kentuckys stattfinden.

Mit der kurzfristigen Absage endet nach seinen derzeitigen Aussagen zugleich die Geschichte der von ihm organisierten Veranstaltungsreihe.

Deters machte deutlich, dass er nach der finanziellen Enttäuschung keine weitere Ausgabe mehr organisieren wolle.

Die Absage beruhte nach seiner eigenen Darstellung somit nicht auf fehlendem Interesse am kostenlosen Festival insgesamt, sondern auf dem Scheitern seines Finanzierungsplans über die hochpreisigen VIP-Tickets.

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Aklife (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Mittwoch, 23.09.2026

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