CNN-Umfrage: Unterstützung für Trumps Iran-Politik sinkt auch unter Republikanern

CNN-Umfrage: Unterstützung für Trumps Iran-Politik sinkt auch unter Republikanern

Veröffentlicht

Mittwoch, 23.09.2026
von Red. TB

Die öffentliche Zustimmung zum Umgang von US-Präsident Donald Trump mit dem Krieg gegen Iran ist laut einer neuen CNN-Umfrage zurückgegangen. Besonders auffällig ist dabei, dass die Unterstützung inzwischen auch unter republikanischen Wählern geringer ausfällt als noch zu Beginn des Konflikts.

Nach der von SSRS für CNN durchgeführten Befragung sind fast zwei Drittel der Erwachsenen in den USA der Ansicht, dass die Vereinigten Staaten den Krieg nicht gewinnen. Gleichzeitig sagen deutlich mehr Befragte als zuvor, Trump unternehme nicht genug, um den Konflikt zu beenden. CNN berichtete ebenfalls, dass 64 Prozent der Befragten die USA nicht als Gewinner des Krieges sehen.

Insgesamt bewerten 29 Prozent der befragten Erwachsenen Trumps Umgang mit der Außenpolitik positiv, während 71 Prozent ihn ablehnen. Nach Angaben von CNN ist dies der niedrigste Wert für seine außenpolitische Arbeit in den CNN-Umfragen während seiner beiden Amtszeiten.

Beim Umgang mit dem Krieg gegen Iran fällt die Zustimmung noch geringer aus. 26 Prozent der Befragten erklären, sie seien damit zufrieden. Einen Monat nach Beginn des Krieges hatte dieser Wert noch bei 33 Prozent gelegen.

Der Rückgang ist besonders innerhalb der republikanischen Anhängerschaft sichtbar.

Im März hatten 73 Prozent der Republikaner Trumps Umgang mit Iran positiv bewertet. In der aktuellen Befragung sind es noch 60 Prozent.

Bei Republikanern und republikanisch orientierten Befragten unter 45 Jahren überwiegt inzwischen die Ablehnung: 53 Prozent dieser Gruppe äußern sich negativ.

Ähnlich sieht es bei republikanischen Befragten aus, die sich selbst nicht der MAGA-Bewegung zurechnen. In dieser Gruppe lehnen 54 Prozent Trumps Vorgehen gegenüber Iran ab.

Auch die allgemeine Bewertung seiner Außenpolitik hat sich innerhalb der Republikanischen Partei verändert.

Etwa die Hälfte der Republikaner erklärt laut der Umfrage inzwischen, Trumps außenpolitische Entscheidungen hätten dem internationalen Ansehen der Vereinigten Staaten geholfen. Dieser Anteil liegt 13 Prozentpunkte niedriger als noch im März.

Über Parteigrenzen hinweg zeigt die Umfrage zudem erhebliche Zweifel an der langfristigen Strategie für den Krieg.

Drei Viertel aller Befragten sagen, Trump habe keinen klaren Plan für den Umgang mit der Situation in Iran.

78 Prozent sind der Meinung, dass er nicht genug unternehme, um den Krieg zu beenden.

Rund sieben von zehn Befragten halten es zumindest für einigermaßen wahrscheinlich, dass sich der Konflikt langfristig fortsetzen wird. Diese Einschätzung findet sich laut CNN bei Anhängern verschiedener Parteien.

32 Prozent halten einen lang andauernden Krieg sogar für sehr wahrscheinlich. Das ist laut der Umfrage der höchste entsprechende Anteil seit Beginn des Konflikts.

Auch bei der Frage, welche Auswirkungen der Krieg auf die Interessen der Vereinigten Staaten hat, überwiegen negative Einschätzungen.

70 Prozent der Befragten sagen, der Krieg habe amerikanischen Interessen geschadet. 18 Prozent vertreten die Ansicht, er habe ihnen genutzt.

76 Prozent erklären außerdem, der Krieg sei weder angesichts der Verluste amerikanischer Menschenleben noch wegen der finanziellen Belastungen für die US-Regierung die Kosten wert gewesen.

Zwischen den politischen Lagern bestehen allerdings weiterhin große Unterschiede.

Unter Demokraten sagen 97 Prozent, der Krieg sei die damit verbundenen Kosten nicht wert gewesen. Bei den parteiunabhängigen Befragten vertreten 82 Prozent diese Ansicht.

Republikaner sind wesentlich gespaltener.

55 Prozent der republikanischen Befragten halten den Krieg für seine Kosten wert. 53 Prozent sind der Auffassung, Trump unternehme genug, um ihn zu beenden.

Noch deutlicher unterscheiden sich die Einschätzungen bei der Frage, ob die Vereinigten Staaten den Krieg gewinnen.

70 Prozent der Republikaner glauben laut der Umfrage, dass die USA auf der Gewinnerseite stehen. Unter Unabhängigen sind es 31 Prozent und unter Demokraten 13 Prozent.

Auch mehrere führende Mitglieder der Regierung werden in der Umfrage bewertet.

Außenminister Marco Rubio erreicht unter allen Befragten eine Zustimmung von 40 Prozent. Vizepräsident JD Vance kommt auf 36 Prozent und Verteidigungsminister Pete Hegseth auf 34 Prozent.

Unter Republikanern liegen ihre Zustimmungswerte deutlich höher.

81 Prozent der republikanischen Befragten bewerten Rubios Arbeit positiv, 79 Prozent die von Vance und 72 Prozent die von Hegseth.

Bei republikanischen und republikanisch orientierten Befragten, die sich nicht der MAGA-Bewegung zurechnen, zeigen sich jedoch Unterschiede: 70 Prozent unterstützen Rubio, 68 Prozent Vance und 58 Prozent Hegseth.

Die Umfrage untersuchte außerdem, wie die amerikanische Bevölkerung verschiedene andere Staaten wahrnimmt.

Die Einstellungen gegenüber Russland und China haben sich demnach gegenüber früheren Befragungen nur wenig verändert. Große Mehrheiten betrachten beide Länder weiterhin entweder als unfreundlich oder als Gegner der Vereinigten Staaten.

Bei anderen Staaten sind dagegen Veränderungen erkennbar.

70 Prozent betrachten die Ukraine derzeit als Verbündeten oder befreundeten Staat. Im Januar waren es noch 76 Prozent.

Bei Kuba stieg dagegen der Anteil der Menschen, die das Land als freundlich einschätzen, von 21 auf 26 Prozent.

Auch das Bild Kanadas hat sich verändert.

Die Mehrheit betrachtet das Nachbarland weiterhin als verbündet oder freundlich. Allerdings sank der Anteil derjenigen, die Kanada ausdrücklich als Verbündeten bezeichnen, von 51 Prozent im März 2025 auf aktuell 38 Prozent.

CNN bringt diese Entwicklung mit dem Zollkonflikt zwischen der Trump-Regierung und Kanada in Zusammenhang. Der Rückgang ist in allen politischen Lagern sichtbar, fällt unter Republikanern jedoch besonders stark aus.

Verändert hat sich laut der Umfrage auch die Wahrnehmung Israels.

61 Prozent der Befragten bezeichnen Israel als Verbündeten oder befreundeten Staat. Gleichzeitig betrachten 15 Prozent das Land als Gegner.

CNN zufolge ist dies der höchste entsprechende Wert in seinen Umfragen seit dem Jahr 2000 und ungefähr doppelt so hoch wie im März 2025.

Der Wandel zeigt sich besonders unter Demokraten und demokratisch orientierten Unabhängigen. In dieser Gruppe bezeichnen 17 Prozent Israel als Gegner, verglichen mit acht Prozent im März 2025.

Auch bei jüngeren Erwachsenen fällt die Veränderung stärker aus. Unter den Befragten unter 45 Jahren betrachten 23 Prozent Israel als Gegner. Rund eineinhalb Jahre zuvor waren es neun Prozent.

Die Ergebnisse zeigen damit vor allem eine zunehmend kritische öffentliche Bewertung des Iran-Krieges und von Trumps Umgang mit der amerikanischen Außenpolitik.

Während Demokraten und parteiunabhängige Befragte den Konflikt bereits seit längerer Zeit mehrheitlich negativ beurteilen, ist in der aktuellen Erhebung auch innerhalb der republikanischen Anhängerschaft ein Rückgang der Zustimmung erkennbar.

Die CNN-Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut SSRS am 16. und 17. September online und telefonisch durchgeführt. Befragt wurde eine zufällig ausgewählte landesweite Stichprobe von 1.206 Erwachsenen. Die statistische Fehlermarge für die Gesamtstichprobe liegt bei plus oder minus 3,5 Prozentpunkten.

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Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Mittwoch, 23.09.2026

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