Der Essenslieferdienst DoorDash hat sich in New York City auf einen Vergleich in Höhe von 131,5 Millionen US-Dollar geeinigt. Damit sollen Vorwürfe beigelegt werden, wonach zahlreiche Fahrerinnen und Fahrer zu wenig Geld erhalten oder ihre Zahlungen verspätet bekommen haben.
DoorDash räumte nach Bekanntgabe der Vereinbarung mit der New Yorker Behörde für Verbraucher- und Arbeitnehmerschutz Fehler ein. Das Unternehmen erklärte, dass einige sogenannte Dashers nicht vollständig oder nicht rechtzeitig bezahlt worden seien. Die Probleme seien zwar nicht absichtlich entstanden, dennoch seien sie aus Sicht des Unternehmens nicht akzeptabel gewesen.
Von der Einigung sollen rund 264.000 Lieferkräfte profitieren. Ein erheblicher Teil der Gesamtsumme betrifft einen Streit darüber, wie Arbeitszeit vergütet werden muss, während Fahrer in der App angemeldet und für Aufträge verfügbar sind, aber gerade keine Lieferung durchführen.
Mehr als 83 Millionen Dollar sind für diesen Teil der Auseinandersetzung vorgesehen. Weitere 12,3 Millionen Dollar sollen Zahlungen ausgleichen, die entweder vollständig ausgeblieben oder erst Tage beziehungsweise Wochen später bei den betroffenen Fahrern angekommen waren.
Zusätzlich muss DoorDash nach eigenen Angaben 16,7 Millionen Dollar an Geldbußen an die zuständige New Yorker Behörde zahlen.
Der Vergleich steht im Zusammenhang mit schon länger bestehenden Vorwürfen der Stadt gegen große Lieferplattformen. New Yorker Behörden warfen DoorDash und dem Konkurrenten Uber Eats unter anderem vor, Beschäftigten insgesamt mehr als 550 Millionen Dollar an Trinkgeldern vorenthalten zu haben.
DoorDash erklärte, dass verschiedene technische Probleme zu den falschen oder verspäteten Zahlungen geführt hätten. Besonders kompliziert seien beispielsweise Lieferungen gewesen, bei denen Stadtgrenzen überschritten wurden, mehrere Abhol- oder Lieferorte beteiligt waren oder Aufträge nur teilweise ausgeführt beziehungsweise storniert wurden.
In einigen Fällen seien Zahlungsprobleme außerdem entstanden, weil Fahrer unvollständige oder fehlerhafte Bankdaten hinterlegt hatten. DoorDash betonte, inzwischen technische Verbesserungen vorgenommen zu haben. Dazu gehöre unter anderem eine bessere Überprüfung von Bankinformationen, damit mögliche Probleme erkannt werden, bevor eine Auszahlung scheitert.
Auch das interne Programm zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sei verstärkt worden. Damit wolle das Unternehmen verhindern, dass sich vergleichbare Fehler künftig wiederholen.
Die betroffenen Fahrer sollen in den kommenden Wochen über den Vergleich informiert werden. Laut DoorDash erhält jede anspruchsberechtigte Person mindestens zehn Dollar, selbst wenn die tatsächlich fehlende Zahlung darunter lag.
Wie hoch die jeweilige Auszahlung ausfällt, hängt davon ab, in welchem Umfang einzelne Fahrer von zu niedrigen oder verspäteten Zahlungen betroffen waren.
Mit der Vereinbarung versucht DoorDash, einen langjährigen Konflikt über die Bezahlung seiner New Yorker Lieferkräfte zu beenden. Gleichzeitig zeigt der Fall erneut, welche Bedeutung korrekte Abrechnungen und klare Regeln für Beschäftigte von digitalen Lieferplattformen haben.


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