Spritpreisbremse verlängert: Ganze 1,9 Cent weniger – der Urlaub ist gerettet

Spritpreisbremse verlängert: Ganze 1,9 Cent weniger – der Urlaub ist gerettet

Veröffentlicht

Dienstag, 01.09.2026
von Red. TB

Österreich kann aufatmen.

Die Spritpreisbremse wird um einen weiteren Monat verlängert. Bis Ende September wird die Mineralölsteuer um 1,9 Cent pro Liter gesenkt.

1,9 Cent.

Wer also 50 Liter tankt, spart sagenhafte 95 Cent.

Da stellt sich eigentlich nur noch die Frage: Villa am Wörthersee oder doch lieber gleich Yacht?

Der Staat greift ein – aber bitte nicht zu fest

Zusätzlich müssen Tankstellen sinkende internationale Preisnotierungen weiterhin möglichst rasch an die Kunden weitergeben.

Steigen die Preise, funktioniert das erfahrungsgemäß ohnehin erstaunlich schnell.

Fallen sie, braucht es offenbar manchmal ein wenig staatliche Motivation.

Die geplante Begrenzung der Gewinnmargen bleibt dagegen weiterhin ausgesetzt.

Und genau hier beginnt innerhalb der Regierung die traditionelle Disziplin:

Wir sind uns einig, dass wir uns nicht einig sind.

SPÖ sagt: Bremse ohne Margenbegrenzung bringt wenig

Finanzminister Markus Marterbauer von der SPÖ hatte bereits erklärt, dass eine Spritpreisbremse ohne Begrenzung der Margen nur begrenzt sinnvoll sei.

Auch der ÖGB würde die Margen gerne wieder stärker kontrollieren.

Die Idee dahinter ist relativ simpel:

Wenn der Staat Steuern senkt, wäre es natürlich praktisch, wenn diese Entlastung am Ende tatsächlich beim Autofahrer ankommt.

Ein geradezu revolutionärer Gedanke.

ÖVP warnt vor zu viel Eingriff

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer von der ÖVP sieht das anders.

Zu starke Eingriffe könnten nach seiner Einschätzung die Versorgungssicherheit gefährden.

Für September setzte sich der Minister erneut durch.

Sein Argument: Österreichs Treibstoffpreise lägen im europäischen Vergleich unter dem EU-Durchschnitt.

Das ist natürlich beruhigend.

Wenn der Liter Diesel fast zwei Euro kostet, hilft der Gedanke ungemein:

„In einem anderen Land ist es noch teurer.“

Da fährt sich der nächste Tank gleich viel entspannter leer.

Die Spritpreisbremse als „Sicherheitsnetz“

SPÖ-Staatssekretärin Michaela Schmidt bezeichnet die Spritpreisbremse als wichtiges Instrument gegen die Inflation.

NEOS-Staatssekretär Sepp Schellhorn spricht von einem „Sicherheitsnetz“ angesichts schwankender Energiemärkte.

Ein Sicherheitsnetz also.

Bei 1,9 Cent pro Liter vielleicht eher eines aus sehr dünnem Garn.

Aber immerhin.

Super etwas günstiger, Diesel auch

Zuletzt gingen die Preise tatsächlich leicht zurück.

Ein Liter Super kostete laut E-Control zuletzt durchschnittlich 1,741 Euro, zuvor waren es 1,763 Euro.

Diesel sank von 1,973 auf 1,943 Euro pro Liter.

Das sind bei einem 50-Liter-Tank immerhin rund 1,50 Euro Unterschied.

Davon kann man sich an vielen Autobahnraststätten fast schon einen halben Kaffee leisten.

Ohne Deckel.

Österreich tankt weiter – und diskutiert über Centbeträge

Natürlich ist jede Entlastung besser als gar keine.

Gerade Pendler, Familien und Menschen auf dem Land merken hohe Treibstoffpreise unmittelbar im Geldbörsel.

Aber wenn gleichzeitig über Steuersenkungen von 1,9 Cent, Margenbegrenzungen und mögliche Markteingriffe gestritten wird, wirkt die Debatte stellenweise schon etwas kurios.

Denn der Autofahrer möchte am Ende eigentlich nur wissen:

Was kostet mich der Liter?

Und nicht:

Welche Partei hat sich bei welcher regulatorischen Feinjustierung gegen welchen Koalitionspartner durchgesetzt?

Bis Ende September gilt also:

Mineralölsteuer etwas runter.

Margen weiterhin frei.

Preissenkungen bitte schnell weitergeben.

Und der österreichische Autofahrer darf sich über seine 95 Cent Ersparnis pro Tankfüllung freuen.

Nicht alles auf einmal ausgeben!

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AbsolutVision (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Dienstag, 01.09.2026

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