Rumer Willis hat darüber gesprochen, wie sehr die Demenzerkrankung ihres Vaters Bruce Willis ihr eigenes Leben verändert hat. Die 38-jährige Schauspielerin erklärte, dass sie ihren Vater vermisse, zugleich aber versuche, ihn so anzunehmen, wie er heute ist.
„Ich vermisse meinen Vater sehr. Ich vermisse eine andere Version von ihm“, sagte Willis in einem am Montag veröffentlichten Instagram-Video. Manche Tage seien besonders schwer. Gleichzeitig versuche sie, sich bewusst auf den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren und die Zeit mit ihrem Vater so zu erleben, wie sie heute möglich sei.
Für sie bedeute Stärke inzwischen, Trauer über das Verlorene und die Akzeptanz der aktuellen Situation gleichzeitig auszuhalten.
Bruce Willis leidet an frontotemporaler Demenz
Die Familie des Hollywoodstars hatte im Februar 2023 öffentlich gemacht, dass bei Bruce Willis eine frontotemporale Demenz, kurz FTD, diagnostiziert worden war.
Zuvor war bereits bekannt geworden, dass der Schauspieler an Aphasie litt, einer Sprachstörung, die unter anderem das Sprechen und Verstehen beeinträchtigen kann. Aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme hatte Willis bereits 2022 seine Schauspielkarriere beendet.
Die frontotemporale Demenz betrifft vor allem jene Regionen des Gehirns, die mit Persönlichkeit, Verhalten und Sprache verbunden sind. Sie unterscheidet sich von der Alzheimer-Krankheit und tritt häufig bereits in vergleichsweise jüngerem Alter auf. Bruce Willis war 67 Jahre alt, als seine FTD-Diagnose öffentlich bekannt wurde.
Diagnose des Vaters führte zu Gentest
Die Erkrankung ihres Vaters habe Rumer Willis dazu gebracht, sich intensiver mit ihrer eigenen Gesundheit und möglichen familiären Risiken auseinanderzusetzen.
Die älteste Tochter von Bruce Willis und Demi Moore entschied sich deshalb für einen Gentest auf APOE. Bestimmte Varianten dieses Gens stehen mit einem erhöhten Risiko für die Alzheimer-Krankheit in Zusammenhang.
Nach ihren Angaben ergab die Untersuchung bei ihr die Kombination „3/4“. Sie beschrieb das Ergebnis als relativ durchschnittlich und erklärte, dass damit zwar ein gewisses Risiko verbunden sei, dieses aber nicht außergewöhnlich hoch sei.
Für Willis ist vor allem entscheidend, frühzeitig mehr über mögliche gesundheitliche Risikofaktoren zu wissen.
„Information ist Macht“
In einem Interview räumte die Schauspielerin ein, dass medizinische Untersuchungen und mögliche Ergebnisse durchaus Angst auslösen könnten.
In ihrer Familie habe es neben Demenzerkrankungen auch Fälle von Brustkrebs und anderen Krankheiten gegeben. Dennoch sei sie überzeugt, dass Wissen über mögliche gesundheitliche Risiken hilfreich sein könne.
Wer wisse, dass möglicherweise eine erhöhte Veranlagung für bestimmte Erkrankungen bestehe, könne sich früher mit beeinflussbaren Faktoren wie Herzgesundheit oder anderen Bereichen des Lebensstils beschäftigen, erklärte Willis.
Dabei betonte sie, dass genetische Informationen keine sichere Vorhersage darüber liefern, ob eine Person tatsächlich erkranken wird. Für sie gehe es vielmehr darum, die eigene Gesundheit bewusster zu beobachten.
Familie begleitet Bruce Willis eng
Seit Bekanntwerden der Erkrankung informiert die Familie von Bruce Willis immer wieder über seinen Zustand und das gemeinsame Leben mit der Diagnose.
Willis hat fünf Töchter. Aus seiner früheren Ehe mit Demi Moore stammen Rumer, Scout und Tallulah Willis. Mit seiner heutigen Ehefrau Emma Heming Willis hat er zwei weitere Töchter.
Die Familie tritt trotz der schwierigen Situation weiterhin geschlossen auf. Immer wieder werden Bilder und persönliche Eindrücke aus dem Familienleben veröffentlicht.
Rumer Willis macht deutlich, dass die Erkrankung ihres Vaters mit einem Gefühl des Verlusts verbunden ist, obwohl Bruce Willis weiterhin Teil ihres Lebens ist. Gerade darin liege für sie eine der größten emotionalen Herausforderungen: sich an frühere Zeiten zu erinnern und gleichzeitig die heutige Realität anzunehmen.
Ihre Auseinandersetzung mit der eigenen Gesundheit ist für sie deshalb auch eine Folge der Erfahrungen innerhalb ihrer Familie. Statt mögliche Risiken vollständig auszublenden, möchte sie möglichst viel darüber wissen – auch wenn die Antworten manchmal beängstigend sein können.


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