Alex Eala entfacht auf den Philippinen eine Tennisbegeisterung

Alex Eala entfacht auf den Philippinen eine Tennisbegeisterung

Veröffentlicht

Sonntag, 26.07.2026
von Red. TB

Alexandra Eala hat mit ihrem historischen Wimbledon-Erfolg einen Tennisboom auf den Philippinen ausgelöst. Die 21-Jährige erreichte als erste Filipina die vierte Runde eines Grand-Slam-Turniers und besiegte dabei Titelverteidigerin Iga Świątek. Für viele junge Sportlerinnen ist sie inzwischen ein großes Vorbild.

Eine von ihnen ist die 14-jährige Maristella Torrecampo. Gemeinsam mit ihrem Vater reiste sie 13 Stunden mit dem Bus zu einem Turnier in Manila. Das durch Spenden finanzierte Budget reichte nur für zwei Fahrkarten und einige Mahlzeiten. Trotz der anstrengenden Reise gewann sie ihr Match deutlich mit 6:1 und 6:1.

Torrecampo träumt davon, eines Tages wie Eala bei großen internationalen Turnieren anzutreten. Sie bewundert nicht nur deren sportliche Leistung, sondern auch ihre Bescheidenheit.

Nach ihrer Rückkehr aus London wurde Eala auf den Philippinen wie eine Nationalheldin empfangen. Präsident Ferdinand Marcos ehrte sie im Präsidentenpalast. Die Tennisspielerin erklärte, sie empfinde ihre Erfolge als gemeinsamen Sieg ihres Landes.

Bislang galt Tennis auf den Philippinen eher als Sport wohlhabender Menschen. Während Basketballplätze in fast jedem Dorf zu finden sind, gibt es nur wenige frei zugängliche Tennisanlagen. Platzmieten und Ausrüstung sind für viele Familien kaum bezahlbar. Eine Stunde auf einem Tennisplatz in Manila kostet rund 2.000 Pesos und damit einen erheblichen Teil eines Mindestlohns.

Seit Ealas Erfolgen steigt das Interesse jedoch stark. Tennisplätze sind häufig ausgebucht, Schläger und Sportkleidung teilweise vergriffen. Bei Fanveranstaltungen reisen Familien stundenlang an, um die Spielerin persönlich zu sehen.

Auch Erwachsene entdecken den Sport neu. Einige beginnen mit Tennis, um sich fit zu halten oder nach der Arbeit abzuschalten.

Die Begeisterung macht jedoch zugleich sichtbar, dass es an Plätzen, Trainern und finanzieller Unterstützung fehlt. Fachleute fordern deshalb mehr öffentliche Tennisanlagen.

Eala bereitet sich nun auf die US Open vor. Für viele junge Filipinos hat sie bereits etwas Entscheidendes erreicht: Sie hat gezeigt, dass auch aus ihrem Land eine erfolgreiche Tennisspielerin auf der größten Bühne der Welt stehen kann.

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hansmarkutt (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Sonntag, 26.07.2026

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