Rosie O’Donnell spricht über jahrzehntelangen Streit mit Donald Trump

Rosie O’Donnell spricht über jahrzehntelangen Streit mit Donald Trump

Veröffentlicht

Donnerstag, 23.07.2026
von Red. TB

Die amerikanische Komikerin und Schauspielerin Rosie O’Donnell hat sich erneut zu ihrem langjährigen öffentlichen Konflikt mit US-Präsident Donald Trump geäußert. In einem Interview mit dem Magazin „People“ beschrieb sie die Auseinandersetzung als „sehr seltsam“ und sprach von „20 Jahren“, in denen Trump sie immer wieder als Zielscheibe für Spott benutzt habe.

Der Streit zwischen O’Donnell und Trump reicht bis ins Jahr 2006 zurück. Damals war O’Donnell Moderatorin der Talkshow „The View“ und kritisierte Trump im Zusammenhang mit dessen damaliger Rolle beim Schönheitswettbewerb Miss USA scharf. Sie bezeichnete ihn unter anderem als „snake oil salesman“, also sinngemäß als Scharlatan. Daraus entwickelte sich eine jahrelange öffentliche Fehde, die bis heute anhält.

O’Donnell lebt inzwischen in Irland. 2025 hatte sie erklärt, sie habe die USA wegen des politischen Klimas verlassen, nachdem Trump seine zweite Präsidentschaft begonnen hatte. Trump wiederum drohte in der Folge mehrfach damit, ihr die durch Geburt erworbene US-Staatsbürgerschaft entziehen zu wollen.

Im Gespräch mit „People“ sagte O’Donnell, der Abstand zu den USA habe ihr gutgetan. Sie sei „weicher“ geworden, auch weil sie nicht ständig mit Nachrichten über den amtierenden Präsidenten konfrontiert werde. Das habe ihr ermöglicht, wieder stärker zu sich selbst zurückzufinden.

Gleichzeitig beschrieb sie die Situation als schwer fassbar. Es sei merkwürdig, wenn „angeblich der mächtigste Mann der Welt“ der eigene Erzfeind sei. Früher habe es sie noch getroffen, wenn der Präsident öffentlich über sie gesprochen habe. Inzwischen wirke vieles auf sie fast unwirklich.

O’Donnell sagte sinngemäß, würde man diese Geschichte als Film schreiben, wäre sie kaum glaubwürdig: Eine Stand-up-Komikerin macht sich über einen Reality-TV-Star lustig, dieser wird später Präsident und hört über zwei Jahrzehnte nicht auf, über sie zu sprechen. Dass dies ihr echtes Leben sei, empfinde sie als „sehr trippy“, also äußerst surreal.

Zuletzt hatte Trump O’Donnell erneut öffentlich angegriffen. Anfang Juli veröffentlichte er ein KI-generiertes Video, in dem er selbst als Arzt dargestellt wird, der mehrere Prominente wegen eines angeblichen „Trump Derangement Syndrome“ behandelt. Mit diesem Begriff bezeichnet Trump seit Jahren Kritiker, denen er eine irrationale Ablehnung seiner Person unterstellt. Auch O’Donnell kam in dem Video vor.

Die Komikerin reagierte wenige Tage später in einem Interview mit „Variety“ und bezeichnete Trump als „das Schlimmste, was unserem Land je passiert ist“.

Der Konflikt zwischen beiden ist damit längst mehr als ein persönlicher Schlagabtausch. Er steht exemplarisch für die extreme Polarisierung der amerikanischen Öffentlichkeit, in der politische Auseinandersetzungen, Prominenz, soziale Medien und persönliche Fehden ineinander übergehen.

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TheDigitalArtist (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Donnerstag, 23.07.2026

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