Die österreichische Bundesliga startet Ende Juli in eine Saison, die spannender werden könnte als viele der vergangenen Jahre. Nach dem überraschenden Meistertitel des LASK ist die Liga offener denn je. RB Salzburg befindet sich im Umbruch, Sturm Graz bleibt ein Titelkandidat und mehrere Vereine könnten für Überraschungen sorgen.
Die Meisterschaftsfavoriten
🥇 LASK (Titelverteidiger)
Der LASK geht als amtierender Meister in die Saison und hat damit erstmals seit langer Zeit die Rolle des Gejagten. Die Linzer verfügen über eine eingespielte Mannschaft und enormes Selbstvertrauen. Die größere Herausforderung wird jedoch sein, die Doppelbelastung mit dem Europacup zu meistern.
Titelchance: ★★★★★ (35 %)
🥈 Sturm Graz
Sturm Graz besitzt nach wie vor einen der ausgeglichensten Kader der Liga. Die Steirer überzeugen seit Jahren durch Konstanz, intensive Spielweise und kluge Transfers.
Sollte der LASK Schwächen zeigen, dürfte Sturm der erste Anwärter auf Platz eins sein.
Titelchance: ★★★★★ (30 %)
🥉 RB Salzburg
Der Serienmeister der vergangenen Jahre befindet sich weiterhin im personellen Umbruch. Mit dem Wechsel von Haris Tabaković soll der Angriff wieder an Durchschlagskraft gewinnen. Gleichzeitig haben die Salzburger erneut mehrere Leistungsträger verloren oder stehen vor weiteren Veränderungen.
Die Qualität ist weiterhin enorm – die Konstanz der vergangenen Meisterjahre jedoch noch nicht wieder erreicht.
Titelchance: ★★★★☆ (20 %)
Austria Wien
Die Austria hat sich in den vergangenen Jahren stabilisiert und könnte wieder näher an die Spitzengruppe heranrücken. Für den Titel dürfte die Kaderbreite allerdings noch nicht ganz ausreichen.
Titelchance: ★★☆☆☆
Rapid Wien
Rapid bleibt wie jedes Jahr die große Wundertüte.
Die Fans träumen vom Titel.
Realistisch erscheint zunächst ein Platz unter den ersten vier. Gelingt ein perfekter Saisonstart, könnte Rapid aber durchaus zum Überraschungsteam werden.
Titelchance: ★★☆☆☆
Die Kandidaten für die Meistergruppe
Diese Vereine besitzen gute Chancen auf einen Platz unter den besten sechs:
- Wolfsberger AC
- TSV Hartberg
- Blau-Weiß Linz
- Grazer AK
Vor allem Blau-Weiß Linz hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass man mit einer klaren Spielidee auch finanzstärkere Vereine ärgern kann.
Wer muss um den Klassenerhalt zittern?
Grazer AK
Der Aufsteiger wird sich zunächst an das Bundesliga-Niveau gewöhnen müssen. Jeder Punkt dürfte hart erkämpft werden.
Abstiegsgefahr: Hoch
WSG Tirol
Die Tiroler kämpfen fast jedes Jahr ums Überleben.
Wenn die Defensive nicht stabiler wird, könnte es erneut eine Nervenschlacht bis zum letzten Spieltag geben.
Abstiegsgefahr: Sehr hoch
Austria Klagenfurt
Die Kärntner verfügen über Qualität, müssen aber aufpassen, nicht früh in den Abstiegskampf zu geraten.
Die Überraschung der Saison?
Blau-Weiß Linz ⭐
Der Verein arbeitet seit Jahren hervorragend.
Keine spektakulären Millionentransfers.
Keine großen Schlagzeilen.
Aber eine Mannschaft, die füreinander arbeitet.
Blau-Weiß könnte erneut mehrere Favoriten ärgern und sogar um einen Europacupplatz kämpfen.
Die spannendsten Transfers
RB Salzburg
Der Wechsel von Haris Tabaković soll den Angriff deutlich verstärken. Der erfahrene Torjäger bringt Robustheit und Abschlussstärke mit. Gleichzeitig muss Salzburg den Abgang von Nationaltorhüter Alexander Schlager verkraften, der nach Deutschland gewechselt ist.
LASK
Der Meister setzt bislang eher auf Kontinuität als auf spektakuläre Neuverpflichtungen – ein Ansatz, der sich bereits in der Vorsaison ausgezahlt hat.
Sturm Graz
Sturm verfolgt weiterhin seine bekannte Strategie: junge Talente entwickeln und punktuell erfahrene Spieler ergänzen. Gerade diese Mischung macht die Grazer seit Jahren zu einem ernsthaften Titelkandidaten.
Meine Prognose
| Platz | Verein |
|---|---|
| 1 | Sturm Graz |
| 2 | LASK |
| 3 | RB Salzburg |
| 4 | Rapid Wien |
| 5 | Austria Wien |
| 6 | Blau-Weiß Linz |
| 7 | Wolfsberger AC |
| 8 | TSV Hartberg |
| 9 | Austria Klagenfurt |
| 10 | Grazer AK |
| 11 | WSG Tirol |
| 12 | SCR Altach |
Fazit
Die Saison 2026/27 verspricht so offen zu werden wie lange nicht. Der LASK muss beweisen, dass der Meistertitel keine Eintagsfliege war. Sturm Graz wirkt auf dem Papier am ausgeglichensten, während RB Salzburg trotz seines Umbruchs jederzeit in den Titelkampf eingreifen kann. Dahinter dürften Rapid und Austria Wien um die Europacupplätze kämpfen, während Blau-Weiß Linz das Potenzial hat, erneut zur positiven Überraschung der Liga zu werden.
Im Tabellenkeller spricht vieles für einen harten Dreikampf zwischen WSG Tirol, dem Grazer AK und Altach – wobei schon wenige gelungene Transfers oder eine Erfolgsserie die Ausgangslage deutlich verändern können. Bis zum Ende der Transferperiode dürfte sich die Kräfteverteilung daher noch leicht verschieben.


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